in D/A/CH

Deutschland hat gewählt. Die mächtigste Nation Europas hat sich eine neue Regierung gegeben. Die bisherige Kanzlerin Angela Merkel wurde abgewählt, die bisherigen Oppositionsparteien SPD, Grüne und Linke haben zusammen eine stabile Mehrheit.

Merkel gelang es zwar, die Mehrheit der Leihstimmen der FDP zurück zu gewinnen, trotzdem verlor sie gegenüber der Bundestagswahl 2009 über zwei Prozent der Stimmen. Das sind die Fakten. Die Kanzlerschaft der Angela Merkel ist zu Ende. Europa könnte aufatmen, wenn nicht … die Medien wären.

In breiter Front wird die Realität verdrängt, Angela Merkel zur absoluten Wahlsiegerin erklärt – jenseits jeglicher Wirklichkeit.

Was ist geschehen?

Nun – jenseits jeglicher Prognosen sind zu viele Menschen wählen gegangen. Dabei gab es schon hochoffizielle Studien, die von einer historisch niedrigen Wahlbeteiligung ausgingen (siehe Spiegel), doch die Bürger haben den Plänen einen Strich durch die Rechnung gemacht: die Wahlbeteiligung war höher als 2009.

Das hatte unangenehme Folgen – vor allem für die Kleinparteien. Sie fuhren durch die Bank schlechtere Ergebnisse ein. Die rechts von der CDU angesiedelte AfD scheitere an der 5 Prozent-Hürde, Linke und Grüne nahmen herbe Verluste hin, während die großen Parteien hinzugewonnen hatten. Sogar die FDP – sonst Dauerpartner einer jeden Regierungspartei – verschwand das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik aus dem Parlament.

Eigentlich eine Sensation.

Doch was lesen wir in den großen Medien?

Das Gegenteil.

Spiegel, Welt, FAZ, Bild, Zeit – in breiter Front wird eine „Wahlsiegerin“ gefeiert, die keine Mehrheit im Parlament hat, keine Koalitionspartner und eines der schlechtesten Ergebnisse der CDU in der Geschichte der Bundesrepublik eingefahren hat (siehe Bundeszentrale für politische Bildung)

Doch es kann nicht sein, was nicht sein darf. Alle haben sich auf die Kanzlerschaft Angela Merkels eingestellt – also muss sie eintreten. Das die Opposition eine stabile Mehrheit hat, wird großflächig übersehen. Im Spiegel darf der Mitbesitzer Jakob Augstein erwähnen, dass eigentlich jetzt andere Mehrheiten herrschen, in der Zeit darf ein Journalistenschüler und Hospitant diese Fakten erwähnen: das war es dann schon.

Ansonsten geschieht etwas, dass der Verfassungsrechtler Hans Herbert von Arnim schon 2001 in seinem Buch „Das System“ (Droemersche Verlagsanstalt, 2001, Seite 27) beschrieben hat:

Da der Arm der politischen Klasse lang ist und weit reicht, kann diese bei ihrem – bewussten oder unbewussten – Bestreben, an den Vorstellungen festzuhalten, die das System (und damit die politische Klasse selbst) legitimieren, normalerweise auf überwältigende Unterstützung rechnen. Die politische Klasse wird getragen von einem vieltausendstimmigen Chor derer, die ihr durch die schon erfolgte oder noch erhoffte Vergabe von Ämtern und Würden verpflichtet sind. Sie suchen die Lücke zwischen Norm und Wirklichkeit nicht etwa durch Verbesserungen der Wirklichkeit zu schließen, sondern dadurch, dass sie die Norm lax interpretieren oder die Wirklichkeit vernebeln.

Diese Vernebelung der Wirklichkeit kann man aktuell – 12 Jahre nach dem Erscheinen des Werkes – in der ganzen deutschen Presse beobachten. Ist sie unbewusst?

Davon sollte man nicht ausgehen. Zur Erinnerung nochmal ein Zitat von Jakob Augstein, ohne den wir von dieser Aktion nie etwas erfahren hätten, hier im Freitag:

Ein paar Monate zuvor, am 8. Oktober 2008, hatte es ein sonderbares Treffen gegeben, das in diesem Zusammenhang Erwähnung finden soll. Die Bundeskanzlerin hatte an jenem Tag die bedeutenden Chefredakteure der bedeutenden Medien eingeladen. Es war die Zeit, in die der Ausbruch der großen Finanzkrise fiel. Man findet keinen ausführlichen Bericht über dieses Treffen, der veröffentlicht worden wäre und überhaupt nur wenige Erwähnungen in den Archiven, nur hin und wieder einen Nebensatz, eine knappe Bemerkung. An einer Stelle liest man in dürren Worten, worum es an diesem Abend im Kanzleramt ging: Merkel bat die Journalisten, zurückhaltend über die Krise zu berichten und keine Panik zu schüren.

Sie haben sich daran gehalten, die Chefredakteure.

Seit dem 8. Oktober 2008 leben wir in Deutschland in einem rosaroten Traumland, in dem „das System“ die Wirklichkeit gestaltet – und die Norm, dass ein „Sieger“ auch Mehrheiten im Parlament braucht, sehr lax interpretiert.

In breiter Front schreiben deutsche Medien von einem politischen Ereignis, dass es nur bei geringer Wahlbeteiligung gegeben hätte: dem überwältigenden Sieg der Angela Merkel.

Der blieb aus – aber was soll´s? Wahrheit ist, was die Medien wollen – und die sind spätestens seit 2008 fest ins System integriert worden. Der Spiegel selbst scheint ganz vorne mit dabei zu sein.  Dort (wie auch in WELT und FAZ) wird stolz die Wahlkreiskarte veröffentlicht (sogar von einem SPD-Mitglied, siehe Spiegel), die belegt, was alle schon wissen: Deutschland ist schwarz geworden, die CDU hat eine absolute Mehrheit in den Wahlkreisen geholt.

Leider ist das für die Zusammensetzung des deutschen Bundestages völlig ohne Bedeutung – das wird jedoch nirgends erwähnt.

Es stört die Legende vom Sieg Angela Merkels, die überall verbreitet wird.

Europa steht vor einem „Merkelzeitalter“ – wird lauthals in der FAZ verkündet, tags zuvor meldete der Spiegel, dass Merkel vom „Hassobjekt“ vielleicht sogar zu einer beliebten Führerfigur in Europa aufsteigen könnte … wenn sie denn Koalitionspartner hätte.

Hat sie aber nicht. Bei der SPD sperrt sich der größte Landesverband NRW, die bayrische Abart der CDU (die CSU) will auf gar keinen Fall mit den Grünen verhandeln: ein unauflösbares Patt.

Doch die mit Merkel verbündeten Chefredakteure interessiert das nicht. Wenn die Realität nicht hergibt, was man braucht, dann beschreibt man sie einfach anders.

Der Spiegel holt den Grünen Joschka Fischer aus der Versenkung, der den Grünen bescheinigt, dass ihr Linkskurs falsch sei (Beweise dafür bleibt er schuldig), die FAZ gräbt einen grünen Oberbürgermeister aus, der als „führender Grüner“ den angeblichen Linkskurs der Partei kritisiert – die Koalition „schwarz-grün“ wird von den Medien mit Gewalt herbeigezwungen.

Währenddessen erweisen sich die Linken als pragmatisch, siehe Zeit:

Die Linkspartei will die linke Mehrheit im Bundestag bis zu einer Regierungsbildung nutzen. Der Mindestlohn soll das erste gemeinsame Projekt von Rot-Rot-Grün werden.

Ja – das könnten die Oppositionsparteien jetzt einfach machen. Merkel müsste tatenlos zuschauen – die große, übermächtige Superkanzlerin, die bald von ganz Europa geliebt werden soll … hat keine Mehrheit mehr. Und auch keine Chance, eine zu bekommen – oder ihre Politik wie gewohnt weiter zu führen.

Das lesen Sie aber nicht in den großen Medien – dort versucht das System gerade mit Erfolg, die Wirklichkeit umzuschreiben.

Die Wirklichkeit können Sie aber beim offiziellen amtlichen Endergebnis nachlesen. Und wer es gerne ganz drollig mag, kann sich bei der deutschen Tagesschau informieren, wie man Wahlniederlagen zu Erfolgen umschreibt:

Kanzlerin Angela Merkel steht auf dem Höhepunkt ihrer Macht: Mit einem Traumergebnis knapp unterhalb der absoluten Mehrheit der Mandate haben CDU und CSU bei der Bundestagswahl triumphiert und Merkel ihre dritte Amtszeit gesichert. Allerdings wurde die schwarz-gelbe Koalition nach vier Jahren abgewählt, weil die FDP nach einem beispiellosen Absturz um rund zehn Prozentpunkte erstmals in ihrer Geschichte aus dem Parlament flog.

Traumergebnis auf dem Höhepunkt der Macht knapp unterhalb der absoluten Mehrheit – Formulierugen aus der Mottenkiste der CDU, die ehedem über 50% in Deutschland einfuhr. Ganz am Ende der Nachricht der kleine, unbedeutende Pferdefuß:

Der neue Bundestag hat 630 Mitglieder – damit gibt es 32 Überhangmandate. Die Union schickt 311 Abgeordnete ins Parlament. SPD (192 Sitze), Linkspartei (64) und Grüne (63) übernehmen zusammen mehr als die Hälfte der Mandate.

Merkel: 311 Stimmen.

Nichtmerkel: 319 Stimmen.

Eine stabile Anti-Merkel-Mehrheit. Was die Medien aber nicht dabei stört, die Legende von dem Traumergebnis auf dem Höhepunkt der Macht zu erzählen und schon mal die Nachricht von der „sicheren Wiederwahl“ zu verbreiten.

Da alle Parteien aber eine Zusammenarbeit mit der Linken (inzwischen die drittstärkste Kraft im Parlament) entschieden ablehnen, ist Deutschland unregierbar geworden.

Das ist momentan die einzige Wahrheit, die wir haben – und vor dem Pakt der Regierung mit den Medien hätten solche Schlagzeilen auch die Titelseiten der großen Medien geziert.

So jedoch erleben wir – ganz offen und ohne jede Tarnung – die Umschreibung der Wirklichkeiten durch Medien, die sich offen und ohne Scham als kanzlertreue Systemmedien outen … auch dann, wenn die Kanzlerin ihre Mehrheit verloren hat.

Wer das realisiert hat, ist der DAX. Auch wenn keiner groß drüber spricht … der schrumpft seit der Wahl langsam vor sich hin. In der Wirtschaft braucht man halt noch einen gewissen Realitätssinn.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Dein Kommentar

Kommentar

49 Kommentare

  1. Es ist egal, was gewählt wurde, es war klar, dass Frau Merkel die Macht behält. Sie vertritt die Interessen der Herrschenden im Hintergrund und ist vom Bilderberger-Lenkungsausschuß bestätigt worden.

    • Nun, dass wir gleichgeschaltete Medien haben, dürfte wohl jeder schon mitbekommen haben. Der geheime Staatsvertrag regelt die Hoheit der Allierten über die Medien – bis 2099 – natürlich nicht nur der Medien. (Quelle: Generaloberst Komossa „Die deutsche Karte“, S.21/22, wenn ich das noch richtig im Kopf habe). Aber außerdem haben wir hier noch verschiedene Mediendokmen am Laufen, nun das dürften sie selbst am Besten wissen.

  2. Nun – dem kann man nicht widersprechen. Aber in den Systemmedien hat der Bilderbergereinfluss keinen Stellenwert. Und der deutsche Bundestag hat jetzt die tolle Gelegenheit, den Bilderbergern zu zeigen, wo der Hammer hängt. Auch die Bilderberger änder nichts daran, dass sie im Parlament keine Mehrheit mehr hat.

    • Nun ja, die Massenmedien gehören genauso zum Konglomerat auch Finanzsystem, Scheinregierung und Schattenregierung. Wenn die Schattenregierung die Presse haben will, erhöht sie die Zinsen und tippt mal schnell 10 Milliarden ein.
      Der Lenkungsausschuß der Bilderberger bestätigt nur die Sklavenpolitiker aus Deutsch, die müssen vorher antanzen, das ist alles.

  3. ganz ehrlich: die opposition (eigentlich jetzige regierung) ist doch selbst schuld. wenn man sich vorher gegen rot-rot-grün stellt, darf man sich nachher nicht beschweren, wenn angie den sieg für sich beansprucht. gysi ist der einzige der da den richtigen ansatz wagt. dei wahl war ja mal wieder eher eine personenwahl. di deutschen wollten steinbrück als kanzler nicht, aber eben offenbar auch keien schwarz gelbe regierung. was nun?

    • Ich beschwere mich auch nur über die Medien, nicht über die Parteien. Gut – zu denen hätte ich auch einiges zusagen, vor allem wenn sie mir jetzt Neuwahlen aufdrücken wollen, weil sie ihre Arbeit („Politik“) nicht gemacht kriegen – noch nicht mal einmal in vier Jahren!

  4. Ob merkelhaft oder nicht – die großen politischen Ziele müssen gewahrt bleiben. Wer den Euro rettet, rettet Europa! Alternativlos nennt man das.

    Das Medientrommelfeuer ist eine Battalion von Nebelkerzenwerfern! Warum? Es liegt am Wetter! Je weiter nördlich wir von Süden nach Norden ziehen, desto kühler wird es. Bei 30 und 40 Grad Lufttemperatur herrscht nun Mal ein anderes Arbeitsklima als bei 15 oder 25 Grad Celsius. Natur nennt man das.

    Durch die Hintertüre zahlen Menschen aus Deutschland über 50 Prozent in unser geniales Umverteilungssystem ein. Nur internationale Firmengruppen ziehen ihren Kopf aus der Steuerschlinge und reduzieren ihre Abgaben. Staatsquote nennt man das.

    Hans Kolpak
    Goldige Zeiten

    • Nun – der Euro ist wirklich alternativlos. Deutschland kann den Austritt nicht bezahlen – noch ihn weiter finanzieren. Was macht man bloß, wenn man in einer ausweglosen Situation ist? Nun – POLITIK. Dafür wird man bezahlt. Pech, wenn im Parlament nur Sprücheklopfer ohne Sachverstand sitzen und auf einmal ein Problem auftaucht, dass sich nicht einfach lösen läßt, sondern Intelligenz verlangt – oder Gerechtigkeit, in denen man jene für Griechenland zahlen läßt, die an der Situation verdient haben – und nicht jene, die schon zuvor den Teuro bezahlten.

  5. Eigentlich wollten die Bilderberger Merkel ja nicht mehr als Kanzlerin sehen, da sie Steinbrück 2011 auserkoren hatten. Nun es ist ein Novum, dass diese Nominierung und Durchsetzung durch die Bilderberger nicht mehr geklappt hat. Das hat auch Steinbrück regelrecht traumatisiert, sah er sich doch schon als Merkel-Nachfolger. Erfreulich ist, dass die Macht der Elite sehr stark zusammengeschrumpft ist, besser ausgedrückt, sie wurden auf die Klippe getrieben, wo es nur noch eine Möglichkeit gibt…

  6. Super Bericht, genau so sieht es aus. Und was nun?
    Neuwahlen mit strenger Wahlbeobachtern. Und vorher wäre es natürlich Sinnvoll ein gültiges Wahlrecht zu schaffen, und dies ist ja nur möglich wenn ‚Deutschland‘ endlich ein Besatzungsfreies Land wäre und dann müsste der Volk des Deutschen Reiche sich ein neue Verfassung geben.

    • Ich möchte lieber das gewählte Politiker Politik machen – auch wenn das gerade mal in Arbeit ausartet. Die Mehrheit im Bundestag sagt NEIN zu Merkel. Oder NEIN zu einer Koalition mit den LINKEN. Sauber kommt man da nicht heraus … es sei denn, mit einer Minderheitsregierung einer ganz schwachen Kanzlerin, die dann sogar selbst einsehen wird, dass sie die Wahl verloren hat.

  7. Wahlen in einem Sklavenhaltersystem sind genauso, wie die Wahl zwischen 6 bis 7 Bademitteln, die aus verschieden farbigen Darmprodukten gewonnen wurden. Ich möchte keines als Bademittel haben. Wer wählt, wird immer nur Mist bekommen, höhere Steuern, sinkende Leistungen, dummes Geschwätz, Kriegseinsätze, die als „demonkratische Hilfsleistungen“ deklariert werden. Wer ein Darmprodukt als Bademittel wählt, braucht sich nicht wundern, wenn er in der Sch… sitzt.
    Ich weiß nicht, ob man da von „kleinerem Übel“ reden kann.

    • Danke. Wenn jetzt auch noch Deutschland merkt, dass Merkel abgewählt wurde, wäre ich richtig froh. Stattdessen schreiben sich alle die Finger wund, um den Sieg von Merkel zu feiern und andere in eine Koalition zu nötigen, die ihr Untergang wäre. Na ja – gibt wahrscheinlich ein paar Pressesprecherstellen.

  8. Egal wie man es rechnet, Die Merkel soll es nach unser aller Willen 4 weitere Jahre versuchen.
    Wenn wir alle so unzufrieden mit der Politik wären, dann würden wir uns die Zeit nehmen und uns mit den verbleibenden Parteien beschäftigen und die vermeintlich Beste wählen. Aber auch hier sind wir leider oft zu bequem und hängen an Gewohnheiten fest. Des weiteren kann sich für viele die Politik der letzten Jahre in der Rückschau gar nicht so schlecht angefühlt haben, denn wenn soviele sie wählen, muss die Mehrheit ja etwas an der Politik geschätzt haben.
    In einer Demokratie ist es nun mal so, dass die Mehrheit bestimmt wo es in Grundzügen langgeht, beeinflussen kann jeder über gutes Marketing und das Kreieren neuer Bedürfnisse.

    Gruss,
    Jens

    • Hallo Jens. „Nach unser aller Willen“? Dem muss ich widersprechen. Sie hat weder im Parlament noch außerhalb eine Mehrheit. Aber als Person – dem kann ich zustimmen – wirkt sie ganz sympathisch: trotz des ganzen Geldes wohnt sich immer noch in ihrer alten Mietwohnung. So etwas würde ich sehr schätzen. Und ja: die Mehrheit soll bestimmen, wo es langgeht – nicht die Medien. Und die Mehrheit hat KEINE Merkel gewählt. Na – irgendwann wird es jeder begreifen, dass sie keine Mehrheit hat … spätestens bei der Kanzlerwahl. Ohne Koalition mit ihren Gegnern (womit ihr Programm in weiten Teilen hinfällig sein wird) war es das dann mit den Merkeleien.

      • Naja, Mehrheit ist in einer Demokratierelativ. Nichtwähler enthalten sich einer eindeutigen Stimme und von den übrig gebliebenen haben prozentual die meisten die junge Dame gewählt. Insofern hat sie nicht die Mehrheit im wahrsten Sinne des Wortes, aber im Inne einer Demokratie das, was man benötigt.

        Gruss,
        Jens

        • Nein. Die Mehrheit der übrig gebliebenen hat NICHT die junge Dame gewählt. Irgendwie arbeiten hier wohl viele mit einer nicht-menschlichen Mathematik. Die CDU ist die stärkste Partei geworden – aber die Kanzlerin hat keine Mehrheit mehr, weil die Mehrheit etwas anderes gewählt hat. Gruss: Reiner

          • Entschuldige, da hast Du recht. Das habe ich komplett falsch ausgedrückt.
            Korrekt!

  9. Was soll man zu dem ganzen hier sagen; ein ehem. Verkaufsleiter Pharma muss sich und das jeweilige Produkt schon gut oder sehr gut verkaufen können. Hier handelt sich aber um Ausschuss, nicht vorhandene Qualitätssicherung oder es fehlt sogar die Zulassung, aber egal.

    Also wichtiger wäre mir, wenn die sogenannte Wahl annulliert würde und dann hätte sich dieser Artikel plus Diskussion zu großen Teilen von selbst erledigt.

    Wir fordern Neuwahlen für die Bundestagswahl 2013 – Online Petition
    http://soz-net.neue-mitte-mv.de/display/stop_big_brother/45187?f=&redir=1

    Es haben bisher 8.823 Unterstützer von benötigten 20.000 und das gezeichnet in drei Tagen und den ersten Nachtstunden des vierten Tages; 25 Tage…

    • Also es verbleiben noch 25 Tage betreffs Petition.
      Eine Petition allein wird es nicht machen, aber es kommt hoffentlich in die Öffentlichkeit, was alles keiner Wahl demokratischen entspricht; man kritisiert ja sogar noch andere.

      Vielleicht noch zu den Argumenten von Drusius:
      Eine Wahl ist zuerst eine Errungenschaft des Bürgertums. Wer das nicht nutzt, da es als Polittheater missbraucht wird, so wie vieles missbraucht wird, begeht dennoch einen Fehler, es sei denn, er strebt einen gewaltsamen Umsturz an und tut auch was dafür. Das Theater zurecht zu kritisieren sollte nicht mit Aufgabe der bürgerlichen Rechte einher gehen. Für den Protest muss alles genutzt werden.

    • Offensichtlich haben Sie keine Vorstellung von dem Aufgabenbereich eines Verkaufsleiters – wir verkaufen gar nichts. Kann ich auch gar nicht: bin ein äußerst schlechter Verkäufer. Aber Lobbyismus – das geht gerade noch. Gegen eine Neuwahl bin ich absolut – auch wenn FDP und AfD dann wahrscheinlich drin währen. Die Politiker sollen jetzt mal die Arbeit machen, für die sie bezahlt werden: endlich mal.

      • „Oft wird der beste Verkäufer zum Leiter des Verkaufs befördert und muss fortan versuchen Umsätze zu erreichen, Mitarbeiter zu führen und maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens beizutragen.“
        „Wer glaubt, dass Verkaufsleiter den Verkauf leiten, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.“

        – gut das mit dem Verkaufsleiter ist wohl dann etwas ganz anderes – sie leiten weder den Verkauf noch können sie verkaufen, glaubt man den Aussagen „Was Sie als Verkaufsleiter draufhaben müssen“. ;)

        • In der forschenden Pharmaindustrie wird im Vertrieb überhaupt nichts verkauft. Der Vertrieb läuft – fernab der Firma – über Ärzte, die verordnen. Insofern brauchen unsere Pharmareferenten und Regionalleiter nicht verkaufen können. Wozu auch? Wir handeln nicht mit Gebrauchtwagen. Aber Politik, Marketing und Lobbyismus müssen sie beherrschen, ebenso Psychologie und Kommunikation. Wer verkaufen will, ist in der Branche fehl am Platz. Deshalb scheitern dort viele gute Verkäufer aus anderen Branchen – und kehren dem komplexen Vertriebsprozess enttäuscht dem Rücken zu. Allerdings: Führung müssen Verkaufsleiter auch leisten. Aber kommen Sie mir bitte nicht mit diesen allgemeinen Werken über Verkauf – die waren früher schon blamabel.

          • „Ratgeber für Verkäufer“ sind – da bin ich gerne pingelig und ergänze gern die Ausführungen – das Erbärmlichste, was die Ratgebermarkt zu bieten hat. Ich musste vieles davon auf Tauglichkeit für den Unterricht und Schulungen überprüfen – selten habe ich so eine Ansammlung grottenschlechter Allgemeinplätze gesehen. Bitte, tun Sie sich selber eine Gefallen und lassen Sie die Finger davon. Dann lieber billige Liebesschnulzen lesen – selbst das bringt mehr.

  10. Wenn ich einmal nachfragen darf: was meinen Sie mit diesem Satz?
    „Eine Petition allein wird es nicht machen, aber es kommt hoffentlich in die Öffentlichkeit, was alles keiner Wahl demokratischen entspricht; man kritisiert ja sogar noch andere.“

    • „was meinen Sie mit diesem Satz“
      -> ist alles in den Quellen belegt, bitte die Quellen lesen, es bezieht sich darauf was keine demokratische Wahl angeht. Sind Aussagen bzw. Indizien sind nicht von mir.

      • Ich habe heute wohl einen schlechten Tag und verstehe nicht recht: „es bezieht sich darauf was keine demokratische Wahl angeht“ – was wollen Sie damit zum Ausdruck bringen? Wenn es demokratische Wahlen nicht angeht – worum geht es dann? Undemokratische Wahlen? Wo?

        • Wer nicht lesen und verstehen will, dem ist halt nicht zu helfen.
          Aber falls Sie damit zum Ausdruck bringen wollen, dass Ihnen einige Millionen Bürger am Arsch vorbei gehen und Ihnen Scheindemokratie mit 5% Schwelle und alles was Sie nicht lesen und verstehen wollen betreffs dieser Wahl recht ist, dann sind meine alten Vorbehalte voll bestätigt.
          Man kann zusätzlich auch sagen, Ihr Artikel war voll daneben, egal ob man FDP mag oder nicht. Tut mir schon fast leid. Ich vermute mal, da fühlte sich vielleicht einer betreffs Pharma persönlich angegriffen, aber dafür habe ich weder Zeit noch Interesse und verstehe sogar was vom Vertrieb bei Pharma. Es war lediglich ein Aufhänger des Kommentars, es gibt auch Leiter „von der Pike auf“.

          • Langsam habe ich den Eindruck: da spricht der Alkohol. Wenn Ihnen mein Artikel nicht gefällt – schreiben Sie einen Besseren, anstatt hier mit haltlosen Unterstellungen ohne Sach- und Fachkompetenz herumzupöbeln. Üben Sie sich im klaren Ausdruck: dann geht das schon. Immerhin führen Sie einen „Dr.“ im Titel – oder ist der nur geliehen? Aktuell hat dieser Artikel, der „voll daneben war“, 678 Leute bei Facebook, die ihn mögen. Mir reicht das. Mir ist das Schicksal von Millionen Menschen nicht egal – und vielleicht finden Sie auch irgendwann mal Worte, die anderen helfen, zu verstehen, was Sie meinen. Solange das nicht so ist: wie wäre es mit Schweigen – oder besser machen?

  11. Die stärkste Partei stellt den Kanzler. Punkt. Ende der Durchsage. Wenn das niemandem passt, gibt’s Neuwahlen. Danach wird die CDU keinen Koalitionspartner mehr brauchen. Haha. Von wegen abgewählt.

  12. Ich hab selten einen so einseitigen Artikel gelesen wie diesen. Es ist offensichtlich das die CDU die Wahl-stärkste Partei ist, das kann zu diesem Zeitpunkt niemand abstreiten und darüber kann man sich ja als Merkel-Wähler auch freuen dürfen! Wie und ob die CDU weiter regieren wird ist eine völlig andere Frage.
    Eine andere Sache die mich am Artikel stört ist, dass alle Pro-Merkel-Journalisten gleich deswegen als verblendet dargestellt werden. Woher nimmt der Autor sich das Recht zu so einer Aussage?

  13. Also habe ich das was falsch verstanden???? Merkel abgewählt????? Es hätte fast für eine absolute Mehrheit gereicht. Und das nur weil die anderen Parteien nicht fähig sind gute Politiker in die Spitze zu bringen und noch unehrlicher sind als die CDU. Dafür wurde die FDP zurecht abgestraft. Sie werden daraus lernen und deutlich stärker zurückkehren.

  14. Hans Domizlaff: Ein Massenpsychologe erklärt die Demokratie

    Hans Domizlaff war ein deutscher Werbeberater, Markenschöpfer und Schriftsteller, der sich mit der Massenpsychologie beschäftigte. Er gilt als der Begründer der modernen Markentechnik in Deutschland und war einer der Ersten, die sich mit dem Erscheinungsbild eines Unternehmens in der Öffentlichkeit beschäftigten. Er befaßte sich – teils basierend auf Gustave Le Bons „Psychologie der Massen“ – intensiv mit Käuferpsychologie und -vertrauen.

    http://fresh-seed.de/2013/hans-domizlaff-ein-massenpsychologe-erklart-die-demokratie/

  15. Sehe ich genauso und antworte mit Golo Mann: ‚Die die sehen, haben nicht das Sagen. Und die das Sagen haben, sehen nicht.
    ps.: examinierter Philosoph mit staatlich geprüftem Gewissen, gefällt mir, werde wohl öfter reinschauen.
    Grüße ol

  16. Um noch einmal auf die Bilderberger zurück zu kommen: Wie sonst, wenn nicht durch eine global agierende Organisation, soll man Probleme wie Klimaerwärmung oder Überbevölkerung angehen? Verstehe nicht recht, wieso die so verteufelt werden.

    • Wenn die Probleme, wirklich Probleme wären, dann hätten sie vielleicht recht. Es ist aber alles erlogen, die angebliche Erwärmung der Erde, die angebliche Überbevölkerung, der angebliche Terrorismus, die angeblichen Kriegsgründe – Revolutionsgründe. Es handelt sich um terroristische Organisationen, die die Unterdrückung der Menschen in Form einer Sklavenhalterdiktatur verwirklichen und parasitär durch das private Finanzsystem die Menschheit ausplündern. Reicht das?

  17. „und eines der schlechtesten Ergebnisse der CDU in der Geschichte der Bundesrepublik eingefahren hat (siehe Bundeszentrale für politische Bildung)“

    Ich habe versucht Ihre Beurteilung nachzuvollziehen, fand dabei auf der von Ihnen genannten Seite jedoch die folgenden Zahlen:

    Stimmenanteil Sitze in absoluten Zahlen Gewinne und Verluste gegenüber 2009
    CDU/CSU 41,5% 311 +7,7

    Habe ich etwas übersehen oder ist Ihre Darstellung an dieser Stelle nicht korrekt?

  18. Wenn ich ein Deutscher wäre würd ich alle zusammenrufen und die Regierung mit samt allen Mitgliedern bekämpfen und dies nicht nur verbal.