in D/A/CH

Bisher fanden Demonstrationen unter dem Namen „Montagsmahnwachen“ zur Sicherung des Friedens in Europa statt. Bevor diese Mahnwachen jedoch bei den etablierten Medien für größere Resonanz sorgen konnten, wurde die Friedensbewegung von der Organisation „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ medial überschattet. Obwohl sich beide Demonstrationen, also Friedensmahnwachen und Pegida für den Frieden einsetzten, gab es einen grundlegenden Unterschied.

„Die einen kritisierten berechtigt das eine Prozent, die anderen ließen sich vom einen Prozent spalten und gegenseitig ausspielen.“

Die Friedensmahnwachen kritisieren die Eliten, ihre grausamen Ressourcenkriege und stellen das derzeitige Wirtschaftssystem unter amerikanischer Federführung grundlegend infrage. Eine neue Theorie geht nun davon aus, dass Pegida vom Establishment benutzt wird, um den Zulauf der Friedensmahnwachen zu unterbinden. Durch die mediale Verknüpfung der Friedensmahnwachen mit Pegida, werden Organisatoren wie Lars Mährholz oder Redner wie Ken Jebsen dem rechten Sektor zugeordnet. Wer sich näher mit den Inhalten von KenFM beschäftigt, stellt relativ schnell fest, dass Ausländerfeindlichkeit in keinem seiner Videos zu finden ist. Es werden lediglich Fragen aufgeworfen, die dem neoliberalen System schaden könnten, wenn es zu einer Umsetzung kommen würde. Wichtig hierbei ist die Tatsache, dass die Friedensmahnwachen bereits vor der Gründung von Pegida existierten und in vielen Städten Deutschlands Anhänger fanden. Dies geschah hauptsächlich nach den dramatischen Entwicklungen in der Ukraine und der ernsthaften Gefahr eines neuen Weltkrieges.

Der Zulauf von Anhängern gelang Pegida jedoch bedeutend schneller. Es gibt zwei mögliche Gründe dafür. Zum Einen wäre es möglich, dass eine latente Fremdenfeindlichkeit in den Köpfen vieler Deutscher schlummert. Bei Pegida können diese Menschen ihre Abneigungen gegenüber Einwanderern nun offenkundig aussprechen. Der zweite Grund, der für die derzeitige Dominanz des Themas in den Medien verantwortlich sein könnte, ist etwas komplexer.

Indem die Massenmedien Friedensmahnwachen und Pegida in einen Topf werfen, lässt sich die gesamte Bewegung als rechter Mob bezeichnen. Mit einer Prise Rampenlicht, ausführlicher Berichterstattung zur besten Sendezeit und der Kreation des Feindbildes „Islam“ lassen sich dadurch unzählige Menschen auf die Straßen bringen. Begriffe wie „Lügenpresse“ können nun ganz offenkundig unter viel Spott als Unwort des Jahres gewählt werden, obwohl die Friedensmahnwachen dieses Thema schon viel früher erschreckend realitätsnahe aufgezeigt hatten. Schließlich handelt es sich laut medialer Darstellung nun um minderbemittelte Rechtsradikale, die beim Rest der Gesellschaft kein Gehör finden werden. Geht man von diesem geplanten Szenario aus, erscheint es auch nicht mehr abwegig, wenn zufällig nach den Terroranschlägen von Frankreich ein Demonstrationsverbot verhängt wird. Offiziell aus Sicherheitsgründen. Dadurch werden mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Der Hass auf Muslime wurde gesät, die Verschmelzung von Friedensmahnwachen und Pegida war erfolgreich und das Demonstrationsrecht konnte aufgrund der erhöhten Terrorgefahr endlich eingeschränkt werden. Eine erfolgreiche Beschneidung der Freiheitsrechte und ein Sieg für alle Unterdrücker, Sklaventreiber und Überwachungsfetischisten der Welt.

Sollte es sich bei dieser Abfolge von Szenarien tatsächlich um einen ausgeklügelten Plan handeln, verdienen die Strippenzieher höchsten Respekt vom Fußvolk. Scheinbar ist es ihnen gelungen, eine friedenssuchende Montagsbewegung gegen eine hasserfüllte Antiislambewegung auszutauschen. Und so kommen die traurigen Terroranschläge von Paris gerade rechtzeitig, um das Demonstrationsrecht einzuschränken und die Existenzängste der Finanzelite aufzulösen. Frei nach dem Motto: „Teile und herrsche, dann gehört dir auch weiterhin die Welt!“

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27 Kommentare

    • medial gesteuert – gut durchdacht?
      Seit wann steuern die Medien oder wird über die Medien gesteuert? Da steuert ganz was anderes in ganz Europa und in der ganzen Welt.

  1. Das kann man fast sicher sein das das so ist!!! Ein Beispiel dazu am Samstag den 17.01.2015 gab es eine Antit-TTIP-Demonstration in Berlin im Zuge der grünen Wochen. Es nahmen 50000 Menschen an der Demo Teil. In den transatlantischen Medien wurde diese Demo in der ARD nicht als Antittip Demo dargestellt und im ZDF wurde es nebenbei erwähnt und als Agrardemo dargestellt. Die Demogröße wurde in allen transatlantischen Medien auf 25000 runter gerechnet und die Menschenmenge die erheblich war wurde nicht von oben gezeigt so wurde die Demo als geringfügig von den Medien abgetan. Parallel dazu gab es minutenlange Berichte über Pegida und kleinen Gegendemos. Dort hat man jedes Mal die Demos von oben gezeigt und in ihrer Wertigkeit aufgebauscht.

    • Es geht also klar darum das derzeitige wichtige Themen von den Medien nicht behandelt werden wie CETA, TTIP, TISA indem permanent von Pegida gesprochen wird. Weiterhin soll die Unzufriedenheit der Menschen auf Pegida reduziert werden denn in fast allen deutschen Stätten finden wöchentlich Friedensdemos statt die versuchen die Bevölkerung über die Kriegsvorbereitungen der NATO und Transatlantiker aufzuklären. Die Medien und die Politik versuchen die unzufriedenen Menschen die sich sorgen machen u. a auch wegen des wachsenden Totalitarismus der Medien, NATO, Europas und Politik auf Pegida und Rechtsradikalismus zu reduzieren. Nach meiner Meinung Klar ein Anzeichen von Totalitarismus und Eichmann Syndrom. Charakterlose tun es für Geld.

      • ich will nicht so weit gehen zu sagen Pegida sei komplett gesteuert. Im Kern ist es wohl eine echte Bewegung, aber die Medien ziehen ihren Nutzen daraus und unterwandern, wie bekannt auch die Demos. Die Deutschen sind halt mit sich selbst beschäftigt. Vor allem auch die „Linken“, die jetzt ihren Antifaschisten, nie wieder Hitler, raushängen lassen (müssen), besorgt sind usw. Das sind ja auch die, die großteils gegen TTIP wettern, auch in Kommentarspalten transatlantisch pseudolinker Kriegstreiberblättern wie der taz . Dass Linke ernsthaft noch auf dieses Blatt bauen ist mir eh kryptisch. Konservative/Liberale machen eh immer was die Wirtschaft will oder sehen das halt einfach als Freihandelsabkommen. Also Zustimmung zu Ihrer Meinung

        • Was ich noch ganz gravierend finde: Bei Pegida, ich mag die auch nicht, beeilten sich die Medien von Anfang an die als rechts gegen die Wand zu fahren. Die Bild natürlich ganz heuchlerisch, wo doch gerade die über viele Jahre das antimuslimische Bild prägten.

          Aber in der Ukraine, wo Faschos und krasse Nationalisten rumlaufen, die über den Banderakult immer mehr einen spirituellen, teils rassistischen rechtsgesinnten Nationalismus hochfahren, der allein durch die Runensymbolik, Fackelmärsche etc. extrem auffällig ist. Da sind sie stille. Nichts fällt ihnen da auf. Da finden sie nur freundliche Worte für Kiew und die Ukraine. Selbst als in Odessa über 100 Russen verbrannt wurden, fand die „linke“ Presse keine Kritik. Was kann man nur…

  2. Solange wir uns um Legida, PEGIDA und die ganzen anderen Ablenkungsgeschichten der Regierung kümmern können die da oben schön TTIP und die ganzen anderen für uns desaströsen Abkommen beschließen

    • Es gibt derzeit riesige Pegida-Gegendemos.
      Diese müssten sich politisieren, nicht nur „gegen“, sondern „für“ etwas sein. Dann haben wir die Bewegung.

  3. Ich sehe das inzwischen weitgehend genauso, und ev hat auch Bachmann das irgendwann kapiert…?

    Pegida ist, wie schon der Name sagt, im Grundsatz allerdings eine klar rechte (rassistische) Bewegung, die Mahnwachen eine linke. Das heißt aber auch, dass sie es aufgrund einfacher Feindbilder leichter haben, Massen zu mobilisieren.
    Die Menschen sind zunächst einmal orientierungslos, suchen Erklärungen – und das schon lange. Bei Vielen hat sich in den Köpfen inzwischen ein ganz realer „Rassismus der Mitte“ festgesetzt, s. dazu die zahllosen Kommentare im Netz!

    • Den Elsässer verstehe ich auf jeden Fall immer weniger…Vielleicht war er in der Hoffnung hier täte sich was, womit man Druck auf die Politik ausüben kann. Aber bei allem Horror den auch ich vor Islamisten habe, allein die Namensgebung ist sowas von behindert. Pegida, die Ausgrenzung steckt schon im Namen. Wenn dann hätte es auf Islamisten gemüntzt werden müssen. So zieht die Bewegung ganz klar Rechte an und Leute die sich aufgrund der Medienpropaganda der letzten Jahre fürchten. Aber doch nicht Leute die das Problem Islamisten an der Wurzel anpacken wollen und da gehörte eben die Politik des Westens, die Waffenlobby, die Stellvertreterkriege dazu. Zudem ist Bachmann so oder so einfach ein Unsympath. Manche Leute muss man nur ansehen…

      • Elsässer = Mahler
        Er ist über das Thema Weltmacht vs Souveränität der Staaten zu den Nationalisten gekommen, weil ihm kein anderer Bündnispartner einfiel. vgl auch BüSo.

      • Gerade der Name Pegida ist für mich EIN Indiz, dass diese Bewegung ein Kunstprodukt sein könnte, erschaffen unter tatkräftiger Mithilfe von Geheimdiensten.
        Doch die Dinge ändern sich. Mal abgesehen davon, dass ich inzwischen die Kategorisierung zwischen rechts und links nicht mehr hilfreich halte sondern eher als Spaltwerkzeug der Eliten betrachte. Vielmehr zieht Pegida das gesamte Spektrum der Bevölkerung an!
        Neben Stimmen, die sich aus meiner Sicht, klar populistisch ausländerfeindlich artikulieren – und zwar ganz im Stile der MSM der letzten Jahrzehnte(!), gibt es viele Äußerungen, in denen sich vehement gegen die Russland-Hetze ausgesprochen wird, gegen Rüstungsexporte, Syrien-Krieg usw,, immer mehr fragen nach den Ursachen!

      • Und was Elsässer betrifft: Seien wir vorsichtig! Wie alle, die dem System gefährlich werden können, wird auch diese Person permanent verunglimpft, nur ein Bsp.

        http://www.zeit.de/politik/deutschland/…/juergen-elsaesser-russland-propaganda

        So was bleibt in unser aller Köpfe hängen. Elsässer hat Pegida als Massenbewegung mit Friedenskomponente erkannt und entsprechend reagiert.
        Er trifft nicht überall meinen Nerv, aber muss er das denn? Daher: Daumen hoch für Elsässer, Jebsen, Märholz und wie sie alle heißen.

  4. In der Tat, diese durchdachte Überlegung müsste einem auch so in den Sinn kommen, aber man wird einfach zugemüllt mit Infos in den Medien, in der politischen Diskussion.
    Eines fällt eben den Mahnwachen/Friedenswachen schwer, sich immer und eindeutig vom rechten Rand abzugrenzen, weil ihnen nationale Aspekte, sicherlich im richtigen Licht beleuchtet, z.B. Souveränität zum Thema Frieden zugehörig, immer wieder als nationalistisch unterstellt werden. Das besser klarzustellen, wäre auch eine Aufgabe der Organisatoren. Mal abgesehen davon, die Mahnwachen in 100 Städten sind keine gesteuerte Masse wie PEDIGA und Co

    • Bei den Mahnwachen haben ganz intensiv die sog. linken Blätter zur Diffamierung der Mahnwachen beigetragen. Letzten Endes darf man in Deutschland alles sein, auch rechts (nicht ganz radikal) nur nicht Systemgegner. Sobald jemand das System an sich in Frage stellt, nicht die Nähe zu einer Parteienlandschaft sucht, dann gibt´s mediale Dresche: Verschwörungsthoretiker, Neurechte, Cemtrailspinner usw. Den Abschuss finde ich wie sie den Naido fertig machen. Seine Musik hat mir nie gefallen, aber eigentlich ein ganz netter Kerl. Jetzt bezeichnen die den als neurechtskonservativ, esoterisch rechts, Reichsbürger…alles schon gelesen…Sobald ein Star zweifelt, 9/11 usw. wird er fertig gemacht, an den Pranger, aber sowas von fies.

  5. Wer die geopolitischen Hintergründe der Auseinandersetzung ansatzweise verstehen will, schaue sich mal auf der Seite von Lars Schall um (ich kenne ihn nicht und kann für ihn politisch nicht meine Hand ins Feuer legen, aber die Analysen sind gut!) – oder gleich das Original von Pepe Escobar.

    Es geht um Ablenkung von dem, was auf der Welt gerade vor sich geht. Die Ukraine ist dabei nur ein ganz kleines Puzzlestück.

  6. Schön langsam wärs mal an der Zeit mit diesem Schubladendenken, rechts, links, alt, jung, Mann od. Frau, Christ, Moslem, Jude, oder Atheist aufzuhören und uns zu besinnen, was wir wirklich sind, denkende Menschen, denen so langsam klar wird, dass unsere Freiheit, unsere Entfaltungsmöglichkeit mehr u. mehr eingeschränkt wird.
    Wenn wir uns nicht bald besinnen und gemeinsam gegen unseren gemeinsamen Feind zusammen- schließen, werden wir in absehbarer Zeit keinen Grund zu solch unkonstruktivem Geplänkel mehr haben. Dann sind wir alle das Gleiche – willige Sklaven des Systems. Dank mediabased mindcontrol.

  7. Wie das ganze funktioniert, konnte man sehr schön sehen, als die Pegida-Organisatorin bei Günther Jauch war. Immer wieder wurde klar gesagt, dass der wichtigste Auslöser die zunehmende Verarmung sei. Bundestagspräsident Wolfgang Thierse stellte sich als Gast trotzdem hin und zog den Schluss, dass das Hauptmotiv wohl eine gefühlsbedingte Angst vor Fremden sei. Da möchte man doch die Schädeldecke aufklappen und nachschauen, ob wirklich irgendetwas dadrin ist.

  8. Natürlich ist Pegida eine organisierte Veranstaltung, wie auch der Umschwung in der DDR eine geheimdienstlich gesteuerte „friedliche farbige Revolution“mit dem Geheimdienstnamen „Strahl“. Aber, daß sich eine spaltende Veranstaltung sich zum Massenprotest gegen die Herrschenden entwickelt, daß war nicht so geplant. Deshalb wurden die folgenden Veranstaltungen dann auch verboten oder behintert.