Kommentar: Die Bundestagswahlen und die AFD

Wir zählen das Jahr 2017. Die Bundestagswahlen stehen vor der Tür und es wird mal wieder heiß gekocht in der politischen Küche. Die SPD schickt ganz „überraschend“ Martin Schulz ins Rennen, der wie jeder andere Sozialdemokrat im Wahlkampf über Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit schwadroniert, nur um am Ende, wenn er ja dann gewählt werden würde, der Parteilinie der SPD treu bleibt und wie z.b Sigmar Gabriel versucht, das größte Enteignungsprogramm wie ttip/ceta an den Parlamenten vorbeizuschleusen.

Auf der anderen Seite haben wir unsere CDU/CSU,die seit dem letzten Gipfeltreffen der Parteien öffentlich wieder auf Kuschelkurs sind und natürlich mit ihrer neoliberalen Austeritätspolitk ungehindert fortfahren würde. Zudem Rüstungsgüter weiterhin in Krisengebiete versenden und andere EU-Staaten wie z.b. Griechenland wirtschaftlich in den Ruin führen würde. Bis jetzt keine wirklich vielversprechende Auswahl.

Dann gibt es ja noch die Grünen, oder eher gesagt die olivgrünen, die wie z.b Cem Ödzdemir vor kurzen vor der russichen Botschaft in Berlin demonstriert haben, und demagogisch mit Parolen um sich schmeißen als würde ein Redakteur der BILD höchstpersönlich per Mikrophon ihm ins Ohr säuseln, was er denn jetzt bitte von sich geben sollte.

Über die von der Versenkung hoch kreischenden FDP brauche ich nun wirklich nichts zu sagen und die sich selbstzerfleischende LINKE ist und wird niemals in der Lage sein den wachsenden Unmut der Bevölkerung zu kanalisieren und in positive Bahnen zu lenken. Alles in allen sind es keine guten Aussichten für das Jahr 2017. Dem Bürger ist mit keiner Partei geholfen!

AFD und ihre Entstehung

Der Grund warum ich oben die AFD ausgelassen habe ist ganz einfach. Und zwar schafft die AFD etwas,was die anderen Parteien nicht schaffen. Sie erreicht Menschen. Zwar sind die Motive und die Art und Weise abartig und wiederwärtig, aber bei einer Bevölkerung, die durch die immer höher frequentierten Krisen unsicherer wird, scheint es zu funktionieren. Und da reicht es nicht,wenn man einfach die Wähler beschimpft.

Viele sind keine Nazis, glauben aber, durch das Wählen der AFD, endlich eine positive Veränderung in ihrem Leben zu erlangen. Da ist durchaus verständlich, wenn man sich in die Haut eines Rentners versetzt, der sein ganzes Leben in die Rentenkasse eingezahlt hat, nur um dann durch die Agenda 2010 enteignet zu werden. Fehlende Selbstreflexion oder kritisches Denken können dann dazu führen, dass man vor lauter Wut und Verzweilung sich an eine junge Partei wendet, die wenn man sich die Entstehung und die Anfänge ansieht, gar nicht so verkehrt mit ihren Forderungen gegenüber der Politk waren und bei weitem bzw. gar nicht rechtsgerichtet war.

Entstanden 2013 im Zuge und der Folgen aus der Eurokrise 2008/09, hatte die AFD zu diesem Zeitpunkt durchaus vertretbare Ansichten,wie z.b. den Austritt bzw. die Reformierung des Euros. Heute ist sie durch und durch korrumpiert wie der Rest der Parteien.

Die Eurokritk ist so gut wie gar nicht mehr zu hören. Die NATO Kriege werden überhaupt nicht erwähnt. Es gibt kein Sozialprogramm. Das einzige was man zu hören bekommt sind absolut fremdenfeindliches und nationalistischesches Gedankengut, was in zuhörerfreundlichen Parolen und Phrasen eingewickelt wird, um damit auf Stimmenfang zu gehen. Und es funktioniert. Einfach nur traurig. Nicht destotrotz hat die Partei den Aufstieg nicht alleine geschafft. Dazu waren ein paar Größen aus der Industrie nötig und den damit verbundenen Kapital. Wär hatte das wohl gedacht?

Finanzierung der AFD

Im Jahr 2013 erhielt die AFD zum ersten Mal eine größere Summe. Diese kam vom Hamburger Reeder Folkard Edler und war im Form eines Kredites ausgehändigt und betrug 500 000 Euro. Bernd Lucke, zu dieser Zeit noch Parteivorsitzender, hatte vereinbart, dass aus den etwaigen Wahlerfolgen und dem darausfolgendem finanziellen Gewinnen, dieses Geld zurückgezahlt werden sollte. Es floss noch ein 2. Kredit in gleicher Höhe wie der erste. Zusätzlich gibt es Berichte, dass 2014 ein Kredit in Höhe von 640.000 Euro von einem anonymen Unternehmer an die AFD gegangen sei. Außerdem hat Hans Olaf-Henkel, ehemaliger Präsident des Bundesverband der deutschen Industrie(BDI), Mitglied des europäichen Parlament, dort stelv. Vorsitzender des Auschusses für Industrie, Wirtschaft und Ernergie, einen Kredit von 1 Million Euro and die AFD vergeben.

Hans Olaf Henkel ist obendrein noch ein Mitglied der Gruppe „Sky and Space“, dessen Aufgabe es ist, EU-Parlamentarier mit Lobbyisten der Luft, -Raumfahrt und Rüstungsindustrie zusammen zu bringen.

Im Dezember letzten Jahres kam eine Spende von 100.000 von einer ominösen Marianne Zubrzycki-Lederhausen hinzu, zu der nicht wirklich was zu finden ist. Hinzu kommen noch Großspenden aus der Industrie wie zum Beispiel vom Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzenden der SMS Group Heinrich Weiss oder Hans Hall, Gründer des berliners Außenwerber Hall AG.

Es sollen noch weiter Wirtschaftsgrößen in der Finanzierung der AFD ihre Finger im Spiel haben, sowie auch Einfluss, -und Kapitalstarke Familien. Nach der Ansicht von Hans Olaf- Henkel sollen mehrere Dax-Vorstände würdige Summen an die AFD gespendet haben. Wie man sehen kann, wird sehr viel Einfluss von außen hineingesteckt und es scheint mächtige Personen zu geben, deren Interesse es durchaus sein kann, wenn sich die politschen Extremen weiter ausbreiten und für Chaos im Diskurs, aber auch in der Gesellschaft sorgen.

Die anderen EU-Staaten sehen sich dem gleichem Problem wie Deutschland konfrontiert. Aufgrund dessen kann vermutet werden, dass hier in Deutschland aber auch in Europa diesbezüglich NGO´s ala Goerge Soros fungieren, um so Intressenslagen sicherzustellen. Ich habe diesbezüglich keine Belege finden können.

Quellen
https://lobbypedia.de/wiki/Hans-Olaf_Henkel
http://www.rp-online.de/politik/deutschland/berliner-unternehmer-gibt-afd-640000-euro-kredit-aid-1.4192472
https://lobbypedia.de/wiki/Alternative_f%C3%BCr_Deutschland_(Afd)
https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/2017-01-13/grossspenden-2016-cdu-kassierte-am-meisten
http://www.cosmiq.de/qa/show/4044841/Wer-ist-Marianne-Zubrzycki-Lederhausen-Sie-spendete-der-AfD-im-Dezember-vergangenen-Jahres-100-000-EUR/
https://www.lobbycontrol.de/2016/09/warum-die-dubiose-afd-wahlkampfhilfe-unaufgeklaert-bleibt-und-was-sich-aendern-muss/