Kommentar: Der Krieg der Worte: warum Putinversteher Sünder sind

Es ist kaum auszuhalten, oder? Tagtäglich bringen alternative Medien horrende Nachrichten über unsägliche Zustände in der Welt – und nicht passiert. Es gab Zeiten, da standen Millionen von Deutschen auf der Straße, bereit, den Regierungspalast zu stürmen – jedenfalls war das mal der übliche Sinn und Zweck von Demonstrationen: man demonstrierte die Macht, innerhalb von Minuten Regierungsgebäude erstürmen zu können – und Radiostationen. Viele Leute haben das vergessen – und wissen gar nicht mehr, warum man „auf die Straße geht“. Nun – als „Event“ oder „Happening“ war das nie gedacht, es ging eher um Mistgabeln, Fackeln und das Monster im Schloss.

Warum gerade Regierungsgebäude und Radiostationen? Nun – das sind die ersten Ziele der Revolutionäre. Hat man die Radio- und Fernsehstationen in der Hand, kann man den Menschen erzählen, dass man jetzt selbst die Macht hat und die unsäglichen Zustände ändern wird: und zur Demonstration der Macht sendet man dann Bilder aus dem erstürmten Regierungspalast, um allen wirklich klar zu machen: „Yes, we can!“.

Heute sind die Straßen leer. Hier mal vier Demonstranten gegen Hartz IV, dort mal sechs oder sieben für den Frieden – das war´s dann schon. Das Volk hat seine Lektion gelernt: wer aufmerksam zugehört  hat, konnte das schon 1988 bemerken, als Helmut Kohl im Deutschen Bundestag das Ende der Demokratie einläutete und eine neue Ära ankündigte:

„Die Hunde bellen, aber die Karawane zieht weiter“ (siehe quotez).

Helmut Kohl – der Mann, der aus der CDU einen Kanzlerwahlverein machte und so die Grundlage für die Entdemokratisierung der Parteien schuf, der Mann, der sich ganz offen für eine Hand voll unbekannter Hintermänner gegen sein eigenes Volk stellte (aber weiter kräftig Bezüge von diesem Volk kassierte), der Mann, der in nie dagewesenem Umfang Akten im Kanzleramt vernichtete, der der alten Bundesrepublik auf den Abbau Ost (ja: es ging ja um die Verramschung volkseigener Betriebe) eine Billion Euro Schulden aufbürdete, der Mann, der es geschafft hat, seinen Zögling Merkel (die innerhalb der CDU auch gerne mal „Zonenwachtel“ genannt wird) an die Spitze der Macht zu bringen, damit seine Politik fortgesetzt wird, hatte im Handstreich eine Linie in den Sand gezogen, eine feste Grenze gezogen, die sich fortan global durchsetzen sollte: hier die Karawane (ein festes Bündnis von Menschen mit klarem Ziel und eindeutigen Gewinnabsichten – das sind „die“), dort die Hunde (ein widerlicher, unorganisierter Haufen von Straßenkötern …. das sind „wir“).

Der Krieg der Worte hatte begonnen, die Offensive der sublimen Botschaften, die sich bis heute tief in das Unterbewusstsein eines jeden Bürgers eingegraben haben: aus normalen Vollbürgern sind Hunde geworden, die kaum Nutzen haben und oftmals sogar lästig sind – so lästig, dass man sich inzwischen erste Gedanken über ihre Massenvernichtung im Alter macht (siehe Nachrichtenspiegel).

Es geht beim Krieg der Worte um reines Marketing – und hier arbeiten absolut geniale, teuer bezahlte Profis auf Seiten der Regierung, der Lobbyisten und der Konzerne. Ihre Begriffe befinden sich auf einem unaufhaltsamen Siegeszug und prägen die ganze Bevölkerung, die sie meist kritiklos übernimmt. Ich möchte Ihnen hier ein paar dieser Begriffe vorstellen – und bin mir sicher, viele von Ihnen finden die selber ganz toll.

Der erste war:

NEOLIBERALISMUS

Wer konnte dem schon widerstehen? Neo – das klingt gut, „neu“ – dass wissen wir aus unserem Konsumverhalten, das uns täglich durch viele Stunden Werbung eingeimpft wird – ist immer besser als alt, es ist frisch, lecker, innovativ, kreativ, fortschrittlich. Und „liberal“? Viele erinnern sich an die sozialliberale Regierung der siebziger Jahre, die „mehr Demokratie“ gewagt und einen frischen Wind ins Land gebracht hatte – ja, sowas konnte Politik damals noch. Kaum jemand würde in einem ersten Impuls gegen die von dem Wort getragenen Absichten vorgehen, weil man es falsch einsortiert – bis man merkt, dass es um den Umbau der Gesellschaft zu einem neofeudalistischen Staat geht, um die absolute Herrschaft der Starken über die Schwachen ist es schon zu spät: Regierungspalast und Radiostationen sind von den Bütteln der Neufeudalie besetzt, die „frohe Botschaft“ klingt auf allen Kanälen.

Und zu der neuen frohen Botschaft gehört die:

LEISTUNGSGESELLSCHAFT

Der Begriff „Gesellschaft“ ist positiv besetzt. Wir sind soziale Wesen, unsere Stärke ist das produktive, kreative Miteinander. Und „Leistung“? Fordern wir doch selbst, überall! Unsere Musikanlagen sollen mehr Leistung haben, unsere Autos sollen mehr Leistung bringen, unsere PC`s sollen ihre Leistung ständig optimieren, sogar beim Sex fordern wir „Leistung“: ja, wir selbst tragen den Begriff „Leistungsgesellschaft“ in weiten Teilen mit … bis wir merken, dass auch wir jedes Jahr zehn Prozent mehr Leistung erbringen müssen, ohne dafür bezahlt zu werden. Das heißt: in zehn Jahren arbeiten wir doppelt soviel wie jetzt, in zwanzig Jahren dreimal soviel – für das gleiche Geld (oder auch für weniger). Hinter dem Wort versteckt sich: der Leibeigenenstaat, wie er nun mal zum Feudalismus gehört. Und: Überraschung! Kapitaleinkünfte dürfen sich ohne jedwede Arbeit bis ins unendliche maximieren, für das Funktionieren des Kasinos bürgt: der Staat samt Steuerzahler! Und jetzt … wissen wir auch, warum der „Burn out“ so zugenommen hat: hier werden wieder Menschen in Massen (psychisch) verbrannt, weiß auch jeder, gibt es nur kein Wort für.

Dort, wo wir das Gute jetzt kennengelernt habe – das neue Gute – müssen wir auch das Böse erkennen, und das heißt:

SOZIALROMANTIK

Eine der genialsten Wortschöpfungen des Neofeudalismus, der in weiten Teilen der Bevölkerung (politisch links wie rechts) Anklang fand: immerhin versprach der Begriff sinkende Steuerlast durch Vernichtung des Sozialstaates. „Sozial“ – wurde etwas Altes, Unwirkliches, Realitätsfremdes, etwas für kleine Mädchen, die von Einhörnern auf Ponyhöfen träumen. Ja – man musste etwas Geniales ersinnen, denn immerhin griff man mit dem Neofeudalismus die Grundfesten des christlichen Abendlandes an, die Leistungsgesellschaft führte den (früher mal als Scherz ersonnenen) „Lebensberechtigungsschein“ ein: er nennt sich „Arbeitsplatz“, anstatt Mitleid wird Missgunst gepredigt, anstatt Nächstenliebe Betrug institutionalisiert (wir nennen das: „Anlageberatung“): es findet eine „Umwertung aller Werte“ statt – die sich ein Nietzsche einst erhofft hat. Offensichtlich hat man ihn gründlich gelesen. Der Begriff ist aber alt: sinngemäß würde er von den Südstaaten im amerikanischen Bürgerkrieg gegen die Bestrebungen des Nordens eingeführt, Menschenrechte für „Neger“ zu fordern … was manchen völlig absurd erschien, so wie es heute den meisten Arbeitgebern absurd erscheint, gerechte, faire Löhne zu zahlen.

Worum es aber wirklich geht? In den Wertekategorien des christlichen Abendlandes beschrieben  um nichts anderes als um die Errichtung einer antichristlichen Gesellschaft, oder – mit anderen Worten ausgedrückt: die Errichtung der Hölle auf Erden. Hört sich schon weniger lustig an – aber: Überraschung: die Mehrheit der Deutschen macht dabei mit!

Und das hat Folgen für ganz Europa – mal wieder.

Wenn man den Krieg der Worte nicht mithalten kann (also: ein verbales „Weichei“ ist), ihn verliert, muss man einen hohen Preis bezahlen: in echtem Bargeld.

Und in Blut, womit wir zu dem letzten Kampfbegriff kommen:

PUTINVERSTEHER

Zum Feudalstaat gehört der Krieg – unabänderlich. Er hält die menschliche Hundemeute im Zaum, dort, wo sie sich gegenseitig an die Kehle gehen, stört niemand mehr beim großen Abkassieren. Nichts erschüttert die Widerstandskraft eines demokratischen Gemeinwesens mehr als ein großer Krieg – und nichts hilft besser dabei, diktatorische („kriegsnotwendige“) Strukturen im Gemeinwesen zu installieren. Zur Verhinderung einer neuen Friedensbewegung braucht man einen Begriff, der alles menschliche Sein ins Negative rückt: und hier ist es vor allem der Begriff „Verstehen“. Einen Feind zu verstehen, ist die Grundvoraussetzung für jede Verhandlung. Wir erlauben uns hunderte von Universitäten und Hochschulen in Deutschland (und tausende in Europa), die genau das wollen: verstehen. Dafür haben wir den ganzen Bereich der „Geisteswissenschaften“ erfunden: um Frieden halten zu können. In einer christlichen, demokratischen Gesellschaft ist „Verstehen“ und „Verständnis haben“ das höchste Ziel eines friedlichen Miteinanders, misslingt dies, folgt Krieg. Ein Putinversteher ist also ein Kriegsdienstverweigerer, jemand, der noch in den alten Kategorien der Entspannungspolitik denkt und noch nicht kapiert hat, dass die Zeiten sich geändert haben. In antichristlichen Gesellschaften ist die Verweigerung von Kriegsdienst natürlich Sünde – wir Hunde sollen zur Unterhaltung des Neofeudalismus bluten.

Und zahlen.

Wer nicht zahlen oder bluten will – der muss den Krieg der Worte gewinnen … und zwar gegen eine gnadenlose Übermacht, die jetzt, zu diesem Zeitpunkt, schon neue geniale Wortschöpfungen zusammenkocht, die Bewusstsein manipulieren und Politik dirigieren werden.

Ach ja – einen Begriff für den neuen Adel habe ich noch, er wird gerne synonym für „blaublütige Abstammung“ eingesetzt: „Promi“. Er umfasst die ganze Schar der „besseren“ Menschen, denen die Fernsehanstalten und Printmedien (samt Internetableger) große Aufmerksamkeit zukommen lassen: wie einst der Adel prägen sie die Vorstellung von Freizeitgestaltung, Mode, gesellschaftlichen Werten und „sinnvollem, echten“ Leben – von dem wir Hunde nur träumen können.

Es ist aber nur der niedere Adel, die Funktionselite. Die Spitzen der neofeudalistischen Gesellschaft, die Triebfedern des gesellschaftlichen Umbaus demokratischer Staaten zu Arbeitslagern, die Kaiser der Plutokratie  bleiben weitläufig im Dunklen.

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