in D/A/CH

In seiner wöchentlichen Spiegel-Kolumne äußert Augstein Meinungen über Lucke, die mir fragwürdig scheinen, obgleich ich ihm, was die Richtung seiner Gedanken betrifft, Recht gebe.

Ob Bernd Lucke je in die Fußstapfen Adolf Hitlers tritt, wird die Zukunft offenbaren. Im Moment ist er nicht mal ein deutscher Silvio Berlusconi oder ein deutscher Jörg Haider. Bernd Lucke ist im Moment nur Bernd Lucke. Ginge es aber nach dem linken Publizisten Jakob Augstein, wäre Lucke mindestens ein zweiter Alfred Hugenberg.

Lucke ein zweiter Alfred Hugenberg? Mal sehen!

Vergleicht man einen Politiker mit Hugenberg, muss derjenige sich zu Hitler bekannt haben, den Nationalsozialismus gut finden oder eine Politik betreiben, die Gewalt gegen Juden fordert; eine Rassetheorie entwirft, nach der wir Deutsche ein auserkorenes Volk sind, und die mehr Raum für das deutsche Volk beansprucht. Nichts davon trifft auf Lucke zu. In die Nähe Hitlers rückt ihn Augstein, weil der Kritik an der EU äußert. Lucke soll ein zweiter Alfred Hugenberg sein, weil er die EU kritisiert und den Austritt Deutschlands fordert. Augstein:

“Das neue Versailles der AfD ist der Euro.”

Wie bekannt ist, war einer der Väter des Euro der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl; der Versailler Vertrag aber ist ein Vertrag, der vorsah, dass Deutschland Entschädigungen aus Kosten zahlen sollte, die mit dem ersten Weltkrieg zusammenhingen. Bis jetzt ergibt das kein Bild eines zweiten Hugenberg. Aber weiter!

Als nächstes zitiert Augstein einen Ausspruch von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), der die AfD eine “Schande für Deutschland” nannte und sie mit den Republikanern verglich. Schäuble: “die haben sich schnell wieder erledigt.” Geschickt zitiert Augstein dann ein Ergebnis des Allensbach-Instituts, das in einer Umfrage herausgefunden haben will, dass 44 Prozent der Deutschen, die AfD für einen “Anwalt nationaler Interessen” halte. Das macht mich erstens froh, dass ich dann zu den restlichen 56 Prozent gehöre und zweitens frage ich mich, was faschistisch daran sein soll, wenn eine Partei die Interessen seines Volkes im Auge hat? Wenn ich Herrn Augstein richtig verstehe, ist eine Partei dann demokratisch, wenn sie die Interessen des eigenen Volkes missachtet. Das erinnert mich an Stalin und Mao, die ihre Landsleute in Konzentrationslagern einsperrten und verhungern ließen. Das ist Demokratie?

Bleiben wir bei dem Punkt, der unterstellt, demokratisch sei, was dem eigenem Volk schade. Augstein zitiert ein Interview, das Lucke mit der “Bild am Sonntag” geführt hat und in dem er auf ein AfD-Plakat angesprochen wurde (Wir sind nicht das Weltsozialamt). Wie bekannt hat auch die NPD mit einem ähnlichen Spruch geworben: Wir sind nicht das Sozialamt der Welt. Lucke antwortete:

“Aber wenn der Slogan richtig ist, ist er nun mal richtig. Oder finden Sie, dass wir das Sozialamt der Welt sein sollten?”

Und damit auch ja kein Augstein-Leser auf die Idee kommt, dass Lucke Recht hat, zieht er Lucke ins Lächerliche, indem er absichtlich zu einem absurden Vergleich greift. An die Adresse Luckes gerichtet schreibt er:

“Da kann er nächstens auch plakatieren lassen: ‘Muslime sollen keine Kinder klauen.’”

Sie ahnen sicher, was als nächstes kommt? Richtig.

Der Lucke tritt nicht bloß für die Belange des deutschen Volkes ein, nein, der ist auch ein Ausländerfeind! Augstein zitiert Lucke mit den Worten:

“Wir lassen uns auch nicht einreden, dass man ausländerfeindlich ist, nur weil man sich für ein geordnetes Zuwanderungsrecht einsetzt.”

Das hält Augstein schlicht für “Demagogie”. Was ein Glück, dass Augstein mit seinen Ansichten fern jeder Demagogie ist!

Nun der einzige Punkt, dem ich zustimmen kann. Augstein stört sich an Wall und Weiss, den beiden Mittelstandsunternehmern, die die Nähe zur AfD suchen. Aufmerksam wurde ich auf die beiden durch einen Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von Oktober 2014. Im gleichen Bericht wird Lucke zitiert, der von der Bundesregierung fordert, diese soll zukünftig Verzicht üben auf “Mindestlohn”, “hohe Lohnnebenkosten” und “Frauenquote”. Was aber bastelt Augstein daraus? Er zitiert Weiss, der an die Adresse der Parteien im Bundestag sagte:

“Die sitzen in Berlin in ihrem Elfenbeinturm und haben wenig Ahnung, was Menschen wirklich umtreibt.”

Damit Augstein-Leser nicht auf den Gedanken kommen, Weiss könnte Recht haben, nennt Augstein Weiss einfach einen Antidemokraten. Augstein:

“Das ist das klassische Argument des Antidemokraten.”

Was lernen wir aus der Einschätzung Augsteins über Lucke und die AfD? Augstein hantiert mit geschichtlich falschen Vergleichen. Anstatt Behauptungen durch Beweise zu widerlegen, wird er persönlich: er unterstellt, Lucke sei ein neuer Hugenberg und Weiss Antidemokrat. Auch diffamiert er Begriffe, so etwa, wenn er unterstellt, eine Partei sei nur demokratisch, wenn sie gegen das eigene Volk handle. Und als Krönung seiner Demagogie preist er sich selbst als undemagogisch. Hätte Augstein das Talent zur Satire, könnte man seine geistigen Ausfälle als amüsante Witze nehmen, Augstein meint es aber ernst.

Da ich kein zweiter Augstein bin, lasse ich historische Vergleiche. Trotzdem sage ich, wofür ich Augstein halte, er ist ein Linkspopulist. Und die AfD? Die ist eine kapitalistische Partei, wie die CDU.

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Kommentar

13 Kommentare

  1. Herzlichen Dank für diesen wichtigen Beitrag. Augstein gibt sich links und sieht sich erhaben über die spezifisch deutschen Interessen und den Wert der deutschen Nation überhaupt. Er greift Lucke polemisch und unsachlich an, wo es nichts zu bemängeln gilt.

    Kann die AfD nicht jenseits von links und rechts einfach vertreten, was für unser Land gut ist?. Auch Lucke übersieht nicht, dass wir klug sind, in Europa eingebunden zu sein – aber doch nicht gegen unsere Lebensinteressen und auch nicht so, dass wir allein Europa retten, wo es marode ist, und den Euro bezahlen! Lucke ist auch nicht gegen den Zuzug von Ausländern, aber doch nicht völlig offen!.

    Wer sonst gebietet denn der EZB Einhalt gegen die Verschleuderung unserer Steuergelder?

  2. Seitdem die kommunistische GroKoalition – SPD-CDU und die restlichen ideologiefreien Magengeschwüre – Grüne, FDP und Co. die immer deutlich werdende Gefahr gerochen hatten, die „harmlose“ „schwache“ AfD könnte dem verblödete deutschen Michel die Augen auf die skrupulös durchdachten wirtschaftlich- politischen Machenschaften der Euro- Brüssel- Bande öffnen und ihm auf einmal sozial extrem nah werden, und damit die restlichen „erwachten“ Michels aus ihren (CDU-SPD) Vollpfosten-Fraktionen „klauen“. Die Gefahr, die AfD könnte mit ihnen bald auf einer politischen Ebene stehen und das korrupte Euro- Häuschen würde zusammen brechen. Seitdem gibt es in den öffentlichen Medien nur noch brutalste Anti-AfD- Propaganda und Vergleich mit NPD!

  3. Natürlich, ist jemand nicht antideutsch wie das Establishment von Besatzers Gnaden kommt umgehend Nazikeule, Rassismuskeule, Antisemitismuskeule oder dergleichen in Kombination. Tausendfach demonstriert, siehe auch Eva Herman.

    BRD-Standartritual.

    Augstein, diese Familie blickt zurück auf die klassische Kolaborateurkarriere.

    Vor 45 soll Rudolf Augstein für Goebels „Das Reich“ geschrieben haben und post-45 soll er als Umerzieher und „politisch korrekter“ Verleger der ersten Stunde von den Briten eine Lizens für den Spiegel erhalten haben.

    1962 soll gegen ihn mal ein Verfahren wegen Landesverrats gelaufen sein – jetzt bin ich aber völlig überrascht!

    Tja, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm…

    • Noch ein Wort zum erwähnten „Versailer Vertrag“.

      Es hat nie einen „Versailer Vertrag“ gegeben!

      Gemäß den Gesetzen der BRD ist ein „Vertrag“, der unter Außnutzung einer Zwangslage zustande kommt sittenwidrig und nichtig. BGB § 138.

      Obiges Konstrukt durch einen Völkermord am Deutschem- und Österreichischem Volk via Nahrungsmittelblockade erpresst. Über 1 Mio.Tote.

      Ein bis heute ungesühnter Völkermord.

      Viele Deutsche und Österreicher verhungerten, viele Kinder. Ihre Brüder, die sie hatten verhungern sehen standen Jahre später an der französischen Grenze und forderten Vergeltung.

      Doch so mörderisch gegenüber den Franzosen wie diese gegenüber den Deutschen war dann nicht einmal ein Rassist aus Braunau…

  4. herr jacob augstein hat mit rudolf augstein nichts zu tun beide sind nicht blutsverwandt.der vater von jacob augstein ist martin walser.dafür kann er nichts und ich auch nicht

    • Ach so, Jacob Augstein hat mit Rudolf Augstein „nichts“ zu tun.

      Und ich dachte schon Jacob Augstein wäre des Rudolfs gesetzlich anerkanntes Kind, sowie das dessen Frau, von ihm erzogen und beerbt worden.

      Aber vielleicht reden wir auch von Personen die „nichts“ miteinander zu tun haben. Jacob Walser ist vielleicht ja jemand anderes.

      „nichts“…

  5. Leute wie Augstein sind das Grundübel unserer Gesellschaft. Ein Hetzer ohne gleichen, und abends dann, am heimischen Kamin in der Villa von Vattis Geld, Rotwein schlüfen und sich neuen Dünn***ß aus den fingern saugen. Einfach eine widerliche Person, hoffe der bekommt seine Strafe.

  6. Der Herr hat auch ein ganz formidables Gartenbuch geschrieben, mit vielen geistleichen Tipps für alle Gartenliebhaber, zum Beispiel daß man am besten ganz viel Unkrautpestizide benutzen soll (je mehr desto besser) oder wie man lebendige Schnecken mit einem Spaten in 2 Teile zerhackt, was allen Grünbereichkontrollfreunden auch besonders viel Vergnügen bereiten dürfte, usw:
    http://ultimativefreiheitonline.wordpress.com/2013/05/01/unkraut-vernichtet-eine-rezension/

  7. Keine Partei darf in DEUTSCH ohne Zustimmung der Allierten geschaffen werden. Besondere Ansprüche sind dabei an die „Führungspersönlichkeiten“ zu stellen. Der Spiegel – die MI6-Gründung für DEUTSCH bringt bestenfalls die Meinung des MI6 dazu. Was wir hier vorgesetzt bekommen ist der geistige Dünnsch… einer Deomkratursimulation. Der eine labert das, der andere das. Es geht nur um die Plünderung dieses Landes und da wird eine neue Partei nur als Konstrukt für die verblödeten Massen angeboten, daß auch anders aussieht, als sie es wirklich ist, wie bei allen anderen auch.

  8. Die „Linken“
    sind total gescheitert .
    Heute verteidigen sie das Establishment ,
    verteidigen Krieg und Terror
    und nennen Kritiker Verschwörungstheoretiker .
    Sie sind
    in der Hand der Bilderberger und transatlantiker
    und Lakeien des Internationalen Kapitals .

    ps .
    Mit „links“ haben diese Linken kaum mehr zu tun .
    Die sind eher „rechts“ —
    wobei ich nicht so weit gehen möchte um
    Jakob Augstein mit Göbbels zu vergleichen .

  9. Augstein ist ein Scheinsozialer in einer Scheindemokratie. Das weis ich seit der Freitag meinen Account NinoSchneider gesperrt hat der immerhin beim Freitag so 285 Beiträge zu verzeichnen hatte. Der Grund war wohl, ich habe mich negativ zum Springerkonzern geäußert weil dieser damals wie heute über Piloten und im Grunde alle Arbeitnehmer, die noch Geld für ihre Arbeit haben wollen, herzog. Ansonsten gilt in Deutschland Zensur für alle die Menschen die keine transatlantisch konforme Meinung vertreten. Ein Beweis für Totalitarismus!!!! Die deutschen Medien sind bis auf wenige Ausnahmen transatlantisch Zensiert daher Täter!!!