in D/A/CH

Es ist schon seltsam, im Normalfall möchte jede Partei die Regierung bilden und nicht nur als Opposition machtlos danebensitzen. Momentan scheint sich dieses Bild in Deutschland zu wenden. Es herrscht eine Angst vorm Regieren. Die in Frage kommenden Parteien (FDP und SPD) für eine Regierung mit der CDU sträuben sich dagegen eine Regierungsmehrheit zu bilden. Jamaika scheint gescheitert und eine große Koalition kommt auch nicht in Frage.

Wenn schon der Bundespräsident die Parteichefs bekniet doch endlich eine Regierungsmehrheit zu bilden, scheint etwas schief zu laufen in Deutschland. Es gab in der Geschichte der Bundesrepublik mit Sicherheit schlechtere Zeiten um das Land zu regieren. Die Wirtschaft boomt, die Staatskassen sind voll und die Arbeitslosigkeit auf einem niedrigen Stand. Warum drücken sich also zwei Parteien vor dem Regieren? Ist es die Angst vor der Macht und Verantwortung?

Gesichtslose Parteien – Die Angst der Prinzipienlosigkeit

Man könnte glauben, die SPD und die FDP haben Angst, bei einer Koalition mit der CDU einen totalen Machverlust durch Gesichtslosigkeit zu erleiden. Die Angst, prinzipienlos zu wirken und dadurch zukünftige Wähler zu verlieren, steht hierbei im Vordergrund. Vielleicht ist aber auch Frau Merkel das Problem, die ihre Koalitionspartner inhaltlich aussaugt und wenig Platz für freie Entfaltung lässt. Eine zu große Anpassungsfähigkeit der Parteien vermittelt dem Wähler den Eindruck der Austauschbarkeit. Viele Menschen in unserem Land haben sowieso den Eindruck, es wäre egal wen man wählt, da alle sowieso in etwa gleich sind, wenn sie von der Macht gekostet haben.

Desweitern geht bei den Parteien die Angst rum, eine große Koalition sowie eine Jamaika Konstellation könne die AfD weiter stärken. Einen Rechtsruck wie in manch anderen europäischen Ländern könnte die Folge sein. Ob es doch noch eine Einigung gibt oder Neuwahlen, eins kann man mit Sicherheit sagen:“ Angst war schon immer ein schlechter Berater, dies wird sich auch in diesem Fall wieder bewahrheiten.“

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11 Kommentare

  1. Es kommt was auf uns zu.

    Nächstes Jahr schon wird sich das Stadtbild dramatisch ändern.

    Und dann wird man sich fragen „Wo sibd wir hier eigentlich.“

    Und der dann regierende wird leiden.

    Keiner möchte leiden. Damit wird jetzt vermieden in die Regierung zu kommen, die das zu verantworten hat.

    • Und jeder mit ein klitzekleinwenig Hirn wird sich ausmalen können wie sich das Stadtbild ändern wird. Offene Grenzen und Willkommensgeld vom Staat.. naa, da kommt doch sicher nur hochgebildetes Fachpersonal… fast so wie bisher… Ich werde nicht mehr unbewaffnet mit meiner Frau und Kind irgendwo durch die Stadt gehen und uns mit ALLER Macht und Gewalt beschützen. Dies ist die allseits ersichtliche Wandlung die bereits im Gange ist, jeder der das nicht sieht ist blind oder einfach nur RTLPROSIEBENSAT1ETCdumm. Dies ist das DIREKTE Ergebnis der Merkel-Politik. Destabilisierung des Volkes mit Durchmischung von dummen damit alle schön die Klappe halten. Da kann man froh sein, dass hier was „rechtes“ wieder mitmacht.

  2. Es kommt was auf uns zu.

    Nächstes Jahr schon wird sich das Stadtbild dramatisch ändern.

    Und dann wird man sich fragen:
    „Wo sind wir hier eigentlich?“

    Und der dann Regierende wird leiden.

    Keiner möchte leiden.

    Deshalb wird jetzt vermieden in die Regierung zu kommen, die das kommende zu verantworten hat.

  3. Dieser Bericht hier ist absolut einseitig und fernab von der Realität. Die Wirtschaft boomt, ja, aber was für Blasen bauen sich auf? Der Immobiliensektor wird momentan von Null-Zins-Krediten überschwemmt, aber auch diese müssen zurückgezahlt werden und begünstigen zu aller erst die obere Schicht der Gesellschaft.
    Die Arbeitslosigkeit war noch nie so niedrig? Wer glaubt das denn noch? Dafür muss man doch nur naiv sein. Wer wird denn da alles nicht mit reingezählt? Mini-Jobber, Teilzeit, Zeitarbeiter oder aber auch, und das wird wohl eine größere Masse sein, als Hartzer, die sich in irgendeiner Maßnahme befinden. Das Problem ist, dass sich Arbeit heute doch gar nicht mehr richtig lohnt.
    Es kommt ein Knall und niemand will den Kopf hinhalten

  4. Angst vorm regieren so mag es vordergründig aussehen, möglicherweise zeigt diese „Angst“ deutlich das es für Regierende nichts weiter gibt als zu reagieren und nach Regeln zu spielen ie nicht der Wähler vorgibt.

  5. Die FDP versank klanglos nach deren Koalition mit der CDU. Der SPD ist es jetzt auch so ergangen und hat kräftige Einbußen hinnehmen müssen, was teilweise auch an Martin Schulz lag. Niemand hat seine Worte über Andersdenkende und der Pegida 2015 vergessen. Weiters kommt die Angst, dass die AfD als 3.-stärkste Kraft die Oppositionsführung innehat und sich so bürgerlich etabliert. Es fehlt ja dann ein Feindbild, an dem man sich abreagieren kann. Aber egal wie alles ausgeht: Raffen sich Grüne und FDP doch nochmal auf, mit der CDU zu gehen, haben wir 2019 Neuwahlen; geht die SPD mit der CDU, wird man Schulz demontieren und wir haben ebenfalls spätestens 2019 Neuwahlen. Schaun mer mal.