„Enge Zusammenarbeit“ mit Axel Springer SE: Wer ist PEGIDA-Bachmann?

Die sogenannten „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (PEGIDA) sorgen aktuell für viel aufsehen. Besonders der Organisator Lutz Bachmann fällt da ins Scheinwerferlicht. Der ehemalige Kriminelle ist Eigentümer einer Fotoagentur, die enge Verbindungen zu diversen Medien pflegt – besonders mit dem Axel Springer Verlag würde man zusammenarbeiten. Nun ist die BILD-Zeitung die erste, die den medienscheuen „Lügenpresse“-Skandierer Exklusiv interviewen darf. Wer ist dieser Lutz Bachmann?

Lutz Bachmann ist das Gesicht der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Er ist Gründer der Facebook-Gruppe, aus der das „Pegida“-Protestbündnis entstand, und dessen Wortführer. Er sei kein Rassist, betont der Fleischersohn. „Ich habe einen türkischen Trauzeugen und viele muslimische Freunde.“ Der 41-Jährige mit krimineller Vergangenheit gibt sich bürgerlich. 1992 gründete der gelernte Koch mit Abitur nach eigenen Angaben eine kleine Foto- und Werbeagentur. Danach geriet der Mann, der unter anderem für „Null Toleranz“ gegenüber straffällig gewordenen Zuwanderern plädiert, mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt und wurde verurteilt.

Aber nicht nur Bachmanns kriminelle Vergangenheit sorgt für aufsehen. Trotz seiner Medienscheue und den oftmals skandierten „Lügenpresse“-Rufen seinen Mitdemonstranten, gibt er nun ein Exklusivinterview für die BILD. Darin spricht er ganz offen und ausführlich mit Christian Fischer vom Springer-Verlag. Selbstverständlich ist die BILD auch hier vorreitend und sämtliche anderen Medien müssen nun aus der BILD zitieren – ein gutes Geschäft.

Doch bei diesem Geschäft bleibt es scheinbar nicht. Auf der Website seiner Fotoagentur Hotpepperpix wirbt er unter anderem mit der engen Zusammenarbeit mit großen Medien. „Die enge Zusammenarbeit mit namenhaften Medien aus aller Welt – vorallem mit dem Axel Springer Verlag – versetzt uns in die Lage (..) schnell auf die ausgefallenen Wünsche unseres Klientels zu reagieren“. Bereits 1990 tauchte Bachmann in der BILD-Zeitung auf. Dort erhielt er liebevoll den Namen „Panzerknacker von Dresden“. Ob in Zusammenhang mit PEGIDA noch geschäftliche Zusammenarbeit besteht ist nicht zu klären, fragwürdige Verbindungen gibt es allemal.