in D/A/CH

In Umfragen ist die CSU weiter auf Talfahrt. Wenige Tage vor den bayerischen Landtagswahlen ist die CSU auf ein neues Rekordtief abgesackt. Die Partei käme nach aktuellen Umfragen nur noch auf 33 Prozent. Bei den Landtagswahlen 2013 hatte die CSU mit Horst Seehofer noch 47,7 Prozent erreicht, die absolute Mehrheit. Davon ist die CSU jetzt weit entfernt. Eine Koalition mit den zweitstärksten Grünen wäre die einzige Zweier-Konstellation, die eine Mehrheit hätte – die GrüKo.

Ministerpräsident Markus Söder hat dafür auch schon einen Schuldigen gefunden. Die Merkel-Regierung in Berlin. Deren interne Streitigkeiten würden auf die „Stimmung der Wähler schlagen“. Die Zahlen seien durch die Berliner Politik geprägt, sagte Söder der „Bild“-Zeitung und warnte jetzt davor, dass die Landtagswahl zu einem „Denkzettel für Berlin“ werde. Er wolle keine Berliner Verhältnisse im Bayerischen Landtag. Interner Streit schade immer, sagte Söder und forderte die Koalition in Berlin zur Kompromissfindung auf.

Die SPD kommt aktuell nur noch auf 11 Prozent. Bei den Landtagswahlen 2013 lag die Partei noch bei 20,6 Prozent. Die Grünen könnten mit in der Umfrage prognostizierten 18 Prozent die zweitstärkste Kraft und einen neuen Höchstwert in Bayern erreichen. Nur mit schwarz-grün könnte eine Mehrheit im Landtag erreicht werden. Die AfD liegt in Umfragen bei 10 Prozent. Söder sprach sich gegen jede Zusammenarbeit mit der AfD aus. Es gebe „null Zusammenarbeit, null denkbares Miteinander“. Das könne er für Bayern garantieren. Die AfD sei „gefährlich“.

Die Bayernwahl wird unter der Führung von Markus Söder zur großen Katastrophe. Die CSU würde mit dem historisch schlechtesten Ergebnis von 33 Prozent nicht mehr die absolute Mehrheit erzielen. Es ist sogar möglich, dass die CSU ganz aus der Regierung Bayerns verschwindet. Ähnlich katastrophal wäre eine GrüKo, eine schwarz-grüne Koalition für die CSU. Söder erntet nun für seinen fatalen Kurs, in dem er sich in den letzten Wochen von Seehofer allein aus Machtkalkül distanziert und sich Merkel zugewandt hat, die Quittung. So ist eine Verbindung mit einer Frau entstanden, die in Bayern noch unbeliebter ist, als Söder. Denn mehr als die Hälfte der Bayern sind mit der Söder-Regierung unzufrieden.

Nun dämmerte es Söder, dass er sich mit seinem Merkel-Schulterschluss verrechnet hat. Er suchte die Schuld für die CSU-Talfahrt in der Großen Koalition. Nun bettelt Söder die Wähler auch noch an, die Landtagswahlen nicht zu einem „Berliner Denkzettel“ werden zu lassen. Weder Söder noch Seehofer haben es geschafft, sich von Merkel zu emanzipieren. Beiden fehlt das Rückgrat, um eine Veränderung der Politik herbeizuführen. Das werden die beiden Wankelmütigen mit ihrer Glaubwürdigkeit und dem Denkzettel der Wähler bezahlen müssen.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Ja, die AFD ist wirklich das Gefährlichste, was man sich vorstellen, und zwar für all jene, die glauben, man könne intelligente Menschen mit Pauschalgelaber beeindrucken.

    Ich bin übrigens ehemaliger eingefleischter CDU-Wähler !!!