BlackRock möchte erneut die „private Altersvorsorge“ stärken – und wendet perfiden Trick an

BlackRock ist der größte Vermögensverwalter der Welt. Das liegt unter anderem daran, dass das Haus bei den größten Regierungen als Berater fungiert und deren Schuldpapiere an den Markt bringt. Und dann gleichzeitig hohe Geldsummen auftreibt, die dort angelegt werden. Wer immer mit dabei ist, kann am Ende fast nur gewinnen.

Nun hat BlackRock-Chef Larry Fink im „Handelsblatt“ den Kapitalismus kritisiert und meint, Unternehmen müssten mehr für die „Altersvorsorge“ tun. Eine gedankliche Rolle vorwärts und rückwärts gleichzeitig.

Private Altersvorsorge funktioniert in Deutschland nicht

Bislang jedenfalls ist die Aktienkultur in Deutschland nicht ausgeprägt. Das wiederum bedeutet, dass die meisten Menschen hierzulande dann lieber in die scheinbar sicheren Papiere investieren. Lebensversicherungen, „Renten“, also Anleihen und auch Sparbücher.

Die Renditen belaufen sich auf 0 % bis vielleicht 3 %. Vor Steuern und vor der Inflationsrate. Das heißt, netto bleiben in der Regel, wenn überhaupt, minimale Erträge übrig. Nun kritisiert Larry Fink den Kapitalismus und will gleichzeitig mal wieder die Altersvorsorge beleben. Was steckt dahinter? Möglicherweise denkt der BlackRock-Chef an seine eigenen Geschäfte. Friedrich Merz wird ihm helfen. Der ist eine der führenden Figuren beim deutschen Ableger und wollte die private Altersvorsorge auch schon stärken.

BlackRock verkauft dann Produkte wie ETFs auf Indizes wie den Dax. Das kann gut sein, für unerfahrene Anwender jedoch ergeben sich oft keine Produktvorteile. Bei Krisen steigen diese Investoren schnell wieder aus. Zudem haben sie in der Regel keinen Überblick über die Besteuerung der Erträge. BlackRock aber möchte politisch endlich ganz vorne dabei sein in Deutschland. Am besten auf einer Stufe mit den Lebensversicherungen.

Da kann man auch ein bisschen den Kapitalismus kritisieren, so die Meinung von Beobachtern angesichts der jüngsten Auslassungen gegenüber dem „Handelsblatt“. Das sei nicht glaubwürdig. Die Medien aber kritisieren: nichts.