Austeritätspolitik der Bundesregierung beschert auch Deutschland marode Brücken

Nicht im italienischen Genua gibt es marode Brücken. Auch die Infrastruktur in Deutschland leidet erheblich unter der Austeritätspolitik der Bundesregierung Angela Merkel. Auch in Deutschland gibt es Brücken, die nicht belastbar sind. Einige sind sogar für den LKW-Verkehr gesperrt. Verkehrsexperten schätzen die Zahl der maroden Brücken in auf 12 Prozent. Das bedeutet, dass jede achte Brücke marode ist.

Verkehrsexperten kritisieren schon seit Jahren, dass viele Brücken 40 Jahre und älter sind. Folglich befinden sich viele in einem gefährlichen Zustand und mussten bereits für LKWs oder ganz gesperrt werden. Auch der ADAC attestierte der Bundesregierung ein ähnlich schlechtes Bild der deutschen Brücken. Ein Test von 2014 offenbarte, dass von 30 untersuchten Brücken sieben Brücken durchgefallen sind. Nur vier erhielten ein gutes Urteil über den Sicherheitszustand. Straßen- und Autobahnmeistereien kontrollieren regelmäßig Brücken. Die Ergebnisse der Prüfungen werden dann in einem Bericht zusammengefasst.

In den alten Bundesländern ist der Zustand noch dramatischer. Dort droht bald der Verkehrsinfarkt. Viele vielbefahrene Brücken müssen für Notreparaturen immer wieder gesperrt werden, so wie die Leverkusener Rheinbrücke, über die täglich mehr als 120.000 Fahrzeuge donnern. Der Verkehr kommt dort regelmäßig zu Erliegen. Bis die marode Brücke durch eine neue ersetzt wird, dauert es aber noch mindestens sechs Jahre. Der Sanierungsbedarf dürfte in den nächsten Jahren noch deutlich ansteigen. Bei einem Achtel der Brücken ist sogar die Stand- und Verkehrssicherheit beeinträchtig, sodass eine umgehende Reparatur erforderlich wäre.

Die Zahl der Brücken in gutem Zustand sinkt von Jahr zu Jahr. Viele Bauwerke, die sich noch zustandsmäßig im Mittelfeld befanden, rutschen inzwischen zu „Problem-Brücken“ ab. Die Brücken verfallen schneller, als sie instandgesetzt werden. Viele Brücken stammen aus den Sechziger und Siebziger Jahren und sind weder für starken Verkehr noch für schwere LKWs ausgelegt gewesen. Die alten Brücken können den heutigen Anforderungen nicht mehr standhalten.

Das Bild der Infrastruktur, das sich in Deutschland bietet, ist die Folge der Austeritätspolitik der Bundesregierung unter Angela Merkel. Auch mit Finanzminister Scholz (SPD) hat die neoliberale Politik wieder einen neuen Vertreter in der Bundesregierung gefunden. Die Bundesregierung investiert weniger in die Infrastruktur, als andere Industrieländer. Die Investitionen nahmen seit den Neunziger Jahren sogar spürbar ab.