in D/A/CH

Die Dieselfahrverbote in Deutschland sind ohnehin grotesk. Die Welt lacht über ein Autoland, das sich selbst die Fesseln anlegt und zigtausende Fahrzeuge aus dem Verkehr ziehen wird. Nun dürfte es nach Einschätzung von Experten auch die neuen Euro-6-genormten Fahrzeuge treffen, wobei darüber noch keine Entscheidung getroffen worden ist. Ein Umstand jedoch ist auf den ersten Blick amüsant: Die Regierung selbst muss einige Fahrzeuge wahrscheinlich aus dem Bestand nehmen.

Regierung mit Fuhrpark-Problem

Der Fuhrpark der Regierung enthält derzeit nach Angaben im „Focus“ etwa 200 Diesel-PKW. 28 davon würden den Abgasnormen Euro-3, Euro-4 und Euro-5 entsprechen. Das jüngste Gerichtsurteil nun sorgt dafür, dass der Senat auf zumindest 11 Strecken(abschnitten) ein Fahrverbot für eben jene Fahrzeuge einführen muss. Ob es Ausnahmen geben wird, steht noch nicht fest.

Insofern wird die Regierung möglicherweise diese Autos aus dem Fuhrpark verbannen müssen. Die Freude der hämischen Kritiker jedoch wird von kurzer Dauer sein. Schließlich wird die Steuerkasse selbst dafür haften müssen, diese Fahrzeuge dann zu ersetzen. Insofern liegt hier kein Druckmittel für eine „bessere“ Entscheidung vor. Vielmehr müssen Steuerzahler letztlich Ersatz beschaffen.

Dennoch: Die kleine Posse zeigt, dass quasi niemand vorbereitet war. Die Regierung hat zudem noch Euro-6-Fahrzeuge, die nach den jüngsten Gerüchten ebenso wenig zu 100 % sicher sind. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die kleine Geschichte noch auswirkt. Wohin die Regierung also die faktisch deutlich wertloseren Fahrzeuge dann verkauft. Nur steht zu vermuten, dass die Berichterstattung vergleichsweise eingeschränkt sein wird. Wir werden die Geschichte dennoch verfolgen. Immerhin muss der Staat seine Geschäfte in offiziellen Büchern festhalten.

Fraglich bleibt allerdings, ob die Schäden in den Bundesländern nicht noch viel größere Ausmaße annehmen werden. Auch dort gibt es zahlreiche Fahrzeuge, die möglicherweise verboten werden oder verboten werden können.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Dann führt auch für den öffentlichen Raum die gleichen Grenzwerte wie für Büroräume ein. Hier halten sich die Menschen länger auf und können nicht einfach „gehen“.
    Dann frage ich mich ob die ominösen Meßwerte alle (in ganz Europa, zumindest der EU) nach einheitlichen Maßstäben zustandekommen. In München z.B. sind mindestens 2 Meßstationen ca. 2 Meter von der Landsberger Straße entfernt, in Paris steht eine in einem Stadtpark. Ob diese Meßergebnisse vergleichbar sind? Aber die „anderen“ haben sich ja schon immer an die EU-Forderungen gehalten.

  2. Bereits wie bei der ersten Einführung der Zonen gaben sich Staat und Kommunen großzügige Ausnahmerechte für die eigenen Fahrzeuge: Polizei , Feuerwehr, Müllfahrzeuge und Kriegsgerät ( dieses übrigens auch von Nichtnatostaaten) brauchen keine Plaketten.
    Das wird auch so bleiben.

Webmentions

  • AUFGEDECKT: Steuerzahlern bleibt Lachen im Halste stecken – Fahrverbot für die Regierung? – . 12. Oktober 2018

    […] Quelle: AUFGEDECKT: Steuerzahlern bleibt Lachen im Halste stecken – Fahrverbot für die Regierung? […]