in D/A/CH

Jens Spahn hat sich nun dafür ausgesprochen, eine „soziale Dienstpflicht“ in der Gesundheitsindustrie zu forcieren. Dafür hat der Gesundheitsminister zu einem Gespräch geladen. 18 Sozialverbände beraten darüber, wie die so verpflichteten jungen Menschen in der Industrie eingesetzt werden können. Aus mehreren Gründen regt sich Widerstand. Diese Redaktion meint: Zu Recht.

Zwangsverpflichtete….

Der paritätische Gesamtverband lässt über seinen Hauptgeschäftsführer nach einem Bericht der „Osnabrücker Zeitung“ wissen, dass dies vor allem „Zwangsverpflichtete“ seien. Dies sei kritisch. Der Geschäftsführer warnt. Zwangsrekrutierte hätten in der Pflege „nichts zu suchen“, heißt es. Er vergleicht dies mit einem „Pflichtjahr Informationstechnik für alle jungen Menschen“. Das wäre nach Meinung wohl Aller absurd. In der Pflege sowie im Gesundheitswesen jedoch sei es offenbar Usus zu glauben, dass die Beschäftigten nichts wissen oder können müssten. Die qualifizierte Arbeit käme dabei zu kurz.

Selbst einfache Dienste aber benötigten eine „hohe soziale Kompetenz“, und dies sei nicht jedem gegeben, merkt der Experte an. Auch die sozialen Institutionen, in denen es zum Einsatz kommen könnte sowie die Betreuten selbst würden diese Art der Betreuung ablehnen. Sie suchten vielmehr „echte Freiwillige“.

Erinnert sei aber auch daran, dass die Freiwilligkeit oder aber auch soziale Pflichtjahre nicht nur wegen des fehlenden oder geringen Lohnes Ausbeutung in Reinkultur sein dürften. Sondern auch deshalb, weil die Betroffenen kein Vermögen erwirtschaften werden, dass per Rücklage in der Altersvorsorge wieder zur Verfügung steht. Insofern ist der Vorschlag offensichtlich nicht besonders sozial, sondern vielmehr asozial. Am Ende trifft er die unfreiwillig Beschäftigten sowie die Allgemeinheit, die über Steuerzahlungen die spätere Vorsorge leisten muss. Und all dies nur, weil die Pflegesystematik in Deutschland unter anderem wegen der großen Lobby von Medizin, Pharma und Immobilienbetreibern nicht funktioniert. Auch unter Herrn Spahn nicht.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Spahn ist genauso eine Mogelpackung wie z.B. Macron. Wir erleben eine Zeit, in der den Wählern Kandidaten mit synthetischem Habitus vorgeführt werden. Es ist nun mal so, daß die wenigsten Menschen die Fähigkeit besitzen, andere richtig zu beurteilen, allenfalls können sie es nach geraumer Zeit und vielen Vorfällen.
    Deshalb regieren Merkel, Macron und Kurz, deshalb finden viele Altmaier sympathisch, deshalb ist eine Negativauslese in der Politik überhaupt möglich.

  2. Spahn ist so etwas von überschätzt. So etwas findet aber in Deutschland keine kritischen Stimmen mehr. Das traut sich ganz einfach keiner mehr.Die Arroganz und Überheblichkeit von diesem Tu-nicht-Gut ist eigentlich unbeschreiblich. Millionen von Arbeitnehmern werden in Deutschland durch diese gewählten „Volksvertreter“ in die Rentenarmut geschoben. Das Gesundheitssystem liegt am Boden, über Schulen und Universitäten möchte ich mich gar nicht auslassen. Es wird in ein paar Jahren sehr bitter werden. Wollen wir nur hoffen das unsere Polizei und Armee dann noch einigermaßen die Lage in Griff hat. Ganz einfach nur Furchtbar.