in D/A/CH

Der Bundestag kommt uns alle teuer zu stehen. Derzeit sind so viele Abgeordnete wie noch nie im Haus installiert. Das bedeutet, dass die Kosten ohnehin steigen. Der Rechnungshof hat ermittelt, die Kosten würden ab 2019 annähernd 1 Milliarde Euro pro Jahr betragen, berichtet der „Spiegel“. Dies ist der höchste Betrag, der jemals für den Bundestag aufgewendet wurde.

Kritiker: Das ist eine Selbstbedienungsmentalität

Der Bundestag ist bei den Wahlen im Jahr 2017 so viel stärker geworden, weil es zahllose sogenannter Überhangmandate gab, die an die Parteien vergeben wurden. Der Bundestag wird über zwei Stimmen gewählt – und zwei Mandate: Die Wahlkreise erhalten Abgeordnete. Darüber hinaus wird der Anteil der Parteien über die „Listenwahl“ bestimmt. Wenn eine Partei mehr Wahlkreisabgeordnete als Listenplätze erzielt, bekommt sie mehr Mandate im Bundestag. Zum Ausgleich des Verhältnisses erhalten die anderen Parteien entsprechende Mandate.

Nun umfasst der Bundestag satte 709 Abgeordnete. Dies kostet so viel wie nie. Dazu steigen die Kosten für die Miete von (mehr) Räumen und die Instandhaltung sämtlicher Gebäude wie auch die Kosten für die Mitarbeiter, auf die Abgeordnete einen Anspruch haben.

Damit steigen die Kosten für das kommende Jahr nach Angaben des „Rechnungshofes“ um etwa 100 Millionen Euro auf dann insgesamt 973,7 Millionen Euro.
Die Diäten, also die Einkünfte der Abgeordneten, betragen dann gut 460 Millionen Euro im Jahr. Die FDP meint aktuell bereits, die Kosten seien „dem Steuerzahler nicht mehr vermittelbar“. Auch die Linke möchte das Wahlrecht entsprechend ändern lassen.

Eine Verkleinerung des Bundestages würde indes vor allem bei den großen Volksparteien Flurschäden hinterlassen. Die haben oft Überhangmandate, von denen sie – hinsichtlich der Anzahl der Stellen – profitieren. Ohnehin dürfte sich der Anteil dieser Parteien am Wahlergebnis künftig zusätzlich reduzieren….

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Dein Kommentar

Kommentar

  1. Damit hat sich auch geoutet, warum der Gedanke an einen einzigen oder ein Dutzend Fähiger allein an der Spitze so vehement bekämpft und von vorne herein in ein schlechtes Licht gestellt wird.
    Die würden mit solchen Missständen aufräumen. Bzw. es wäre bereits aufgeräumt.
    Teuerstes Volksvermögen für pure Schrottresultste.
    Ergebnisse im Blickfeld von 360 Grsd solcher Banausen brauchen nicht weitere Male diskutiert werden.

  2. Und wenn ich dann die Übertragungen aus dem Bundestag angucke, sind die meisten Plätze leer. Wahrscheinlich sind die dann alle auf der Toilette?

  3. Ein Milliärdchen für den Bundestag?
    Ein Billiönchen verschenkter Industriegüter?

    Die Sonne scheint, die Luft wird bald besser ohne Diesel, das Klima wird demnächst abkühlen!
    Erkennt, was wichtig ist! AM

  4. die Pensionen fehlen in der in der Aufstellung, deren Größe ich auf das Dreifache schätze, was der Steuerzahler auch stemmen muß. Die Pensionen sind im Vergleich zur Rente nicht tragbar und werden dem Steuerzahler auch aufgebürdet.Ja alle meschen sind gleich ,nur einiger sind gleicher. Wo bleibt da die vielgepriesene Demokratie?

    • Ihre Schätzung liegt nah an der Wahrheit. Und ich schätze, daß in 10 bis 15 Jahren die Pensionen das Vierfache betragen werden.
      Als mein Vater noch eine Pension bezog, betrug sie etwa das Doppelte.