in D/A/CH

Jens Spahn ist auf dem Wege, ein neues Pflegegesetz in Deutschland zu etablieren. Immerhin, räumen auch die Kritiker ein. Dabei sollen Krankenhäuser mehr Pflegepersonal einstellen. Krankenhäuser müssen dafür auch nicht mehr nach Fallpauschalen abrechnen, was den Druck auf das System etwas reduziert. Und die Pflegeausbildung soll mehr Anziehungskraft entwickeln. Die Auszubildenden zahlen kein Geld mehr, sondern erhalten eine Vergütung. Wenn es nur so einfach wäre…, so der „Freitag“ in einer detaillierteren Analyse, aus der wir zitieren.

Amubulante Pflege: Die Scheinentlastung

Eines der wichtigen Details der neuen Verordnung wird, sofern die Lesungen denn eines Tages beendet und die Vorhaben tatsächlich zum Gesetz geworden sind, sich auf die ambulante Pflege beziehen. Dort soll das Personal in Zukunft so entlohnt werden, wie es die dann zu treffenden Tarifvereinbarungen vorsehen. Damit dürfte auf dem Papier dessen Entlohnung ordentlich steigen, heißt es in den bisherigen Studien zum Thema.

Spahn möchte dafür einen Flächentarifvertrag etablieren. Damit dürften dann die Krankenkassen sowie andere Stellen, die Kosten übernehmen, nicht mehr darauf beharren, die „günstigsten“ Leistungen zu buchen. Es soll „kein Lohndumping“ mehr geben.

Nun kommt der Haken: Das Gesetz umfasst hier nur jene Patienten, die aus den Krankenhäusern entlassen werden und von dort aus in die häusliche Betreuung wechseln. Wer bereits zu Hause „gewachsen und angezogen“ wird, gilt als „Zuzahler“. Hier werden lediglich einige Kosten übernommen. Die Kritik bezieht sich damit auf die Details in der Ausarbeitung der Behörde von Jens Spahn.

Die Reform greift offenbar viel zu kurz. Viele Bedürftige bleiben auf den Kosten sitzen und müssen zudem damit rechnen, dass die Erstattung teils nicht gelingt bzw. nicht vorgenommen wird. Insofern herrscht Unzufriedenheit mit dem, was Jens Spahn bis dato vollbracht hat. Auch, wenn es noch kein Gesetz ist.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Dein Kommentar

Kommentar

15 Kommentare

    • Jens Spahn ist CDU-ler, Schwuler und Bilderberger – die bisher geforderten Qualifikationen für ein Spitzenamt. Er wird uns medial schon als #Merkel-Nachfolger präsentiert.

  1. Wer bereits zu Hause „gewachsen und angezogen“ wird, gilt als „Zuzahler“.

    ??? gewachst???

    Wer bereits zu Hause „gewaschen und angezogen“ wird, gilt als „Zuzahler“.

    • Wie lustig!
      Man ist gewachsen, wenn man größer geworden ist!
      Gewachsen – nicht „gewachst“!
      „Gewachst“ verwechseln Sie sicher mit „geteert und gefedert“,
      – was heutzutage allerdings nicht mehr gebräuchlich ist!
      ;-)

      • Mir fällt da eine verdiente Sonderbehandlung für schwule Bilderberger (CDU) ein, die medial bereits als Nachfolger von Angela Merkel alias Aniéla Kazmierczak gehandelt werden.

        • Gerro, meinten Sie mit »verdiente Sonderbehandlung« den höchsten Orden, den das Volk verleihen kann – den eisernen Laternenpfahl am hanfenen Halsband, der anderenortes besser als »sizilianische Krawatte« bekannt ist, möglichst mit »sizilianischen Schuhen« als Verleihungsbeschleuniger?

          • Vielleicht meinte er doch eher „geteert und gefedert“!?
            ;-]

  2. ich bin krankenschwester, was ist da gewachsen? das HIRN müßte mal wachsen.
    oh herr lass HIRN regnen, das hält man ja im kopf nicht aus,
    weg mit dieser GÜLLE.
    wir brauchen keine FÜHRER/IN die uns das geld nur so raus ziehen.
    das höchste RECHT ist das VÖLKERRECHT.
    https://www.ddbradio.org

  3. Der Haken bei dem Gesetzentwurf ist, dass die Verpflichtung zur Refinanzierung von Tariflöhnen in der ambulanten Krankenpflege übersieht, dass die Pflegedienste jeweils in Einzelverhandlungen mit jeder der 110 Krankenkassen eine Vergütungsvereinbarung schließen müssen. Die „Verhandlungen“ werden nicht selten von den Kassen um 5 – 8 Jahre verschleppt. Erst wenn alle Kassen einen solche Vereinbarung geschlossen haben, können auch Tariflöhne in der Pflege bezahlt werden. Was würde kurzfristig helfen? Eine vom BMG gesetzlich festgelegte Mindestvergütung für Leistungen der Krankenpflege. Was würde mittelfristig helfen? Empfindliche Bußgelder gegen Krankenkassen, die die Pflege weiter durch Dumpingpreise kaputt machen.

    • lieber sebastian,
      die TARIFLÖHNE stehen KR1, KR2, KR3 usw, ich als krankenschwester habe vor 13 jahren der dauernachtwache sehr hoch verdient. heute würde ich keinem mehr raten diesen beruf zu ergreifen. den bei 3. bandscheibenvorfälle und die psyche wo darunter leidet, ist das immer noch zuwenig geld. keiner weiss was eine KS sehen, hören, leisten muss, sterbende begleiten ist etc. und das geht an die psyche.
      heute habe ich es verarbeitet, es ein steiniger weg.
      lg

      ich möchte die da oben mal pflegen.

  4. Vom Schreibtisch aus,ohne Erfahrung in der Pflege und Betreuung, ist das Papier nicht mal als k…papier wert. Warum werden Pflegekräfte und Angehörige von zu Pflegenden nicht bei der Erarbeitung neuer Richtlinien/Gesetze mit einbezogen. Die Menschen werden in diesen Berufen „verheizt“körpelich und seelisch.

  5. Warum werden Pflegekräfte und Angehörige von zu Pflegenden nicht bei der Erarbeitung neuer Richtlinien/Gesetze mit einbezogen. Die Menschen werden in diesen Berufen „verheizt“ körperlich und seelisch.

    Wer das möchte, muss die volksnahe populistische AfD wählen!

  6. Spahn sollte in erster Linie dafür sorgen, dass Merkel sich nicht mehr an den Rücklagen der gesetzlich Krankenversicherten vergreifen darf für ihre Flüchtlingsfinanzierung. Das hat sie nämlich klammheimlich getan, ebenso wie bei den Arbeitslosenversicherungsbeiträgen. Angeblich nur geliehen. Aber wie das mit dem „leihen“ aussieht in der deutschen Politik und insbesondere bei Merkel, das wissen wir ja spätestens, seit die Rentenkassen geplündert wurden und nichts mehr aufgefüllt wurde. Nu isse halt leer…….
    Es waren so viele Rücklagen da, damit hätte man locker zum früheren Gesundheitssystem zurückkehren können. Dann noch weg mit den Sozialabkommen mit -zig Ländern, in denen ganze Großfamilien auf unsere Kosten mitversichert werden……

    • Die Folgen der widerlichen grün-roten Groko-Politik sieht man in sämtlichen Lebensbereichen. Ich warte wegen eines kleinen Unfalls im eigenen Garten und ständiger Schmerzen bereits seit Ende Juli auf einen MRT-Termin.
      Als Privatpatient hast du den in 5 Tagen … als Kassenpatient könntest du wohl eher krepieren!
      Und da wundern sich diese Politverbrecher, dass Menschen in Ämtern und Behörden auch mal austicken? Das sind immer noch viel zu wenige!