in Asien

Ungeachtet der Warnungen aus Russland hat die NATO jetzt ihre Osterweiterung fortgesetzt und beschlossen Montenegro als 29. NATO-Mitglied aufzunehmen. Besonders brisant an der Angelegenheit ist, dass es sich dabei um den nächsten Staat aus dem Einflussbereich der früheren Sowjetunion handelt.

Montenegro hat zwar nur 600.000 Einwohner und an die 2000 Soldaten. Sicherlich stellt daher Montenegro für Russland keine wirkliche militärische Bedrohung dar, aber der geplante NATO-Beitritt könnte das bereits sehr angespannte Verhältnis zwischen NATO und Russland jetzt noch weiter verschärfen. Doch generell sieht Russland wegen der massiven der NATO-Expansion, speziell der Osterweiterungen, die Sicherheit Russlands in Gefahr.

In Anwesenheit des montenegrinischen Ministerpräsidenten Milo Djukanovic wurde in Brüssel das Beitrittsprotokoll von den Außenministern der 28 NATO-Mitgliedstaaten unterzeichnet. Als „historischen Schritt“ bezeichnete der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg bezeichnete diesen Schritt und sagte, dass diese Erweiterung wichtig für die Stabilität auf dem westlichen Balkan sei. „Die Zukunft hat begonnen“, sagte der montenegrinische Ministerpräsident Milo Đukanović.

Mit der Unterzeichnung des Beitrittsprotokolls darf Montenegro ab sofort an allen Bündnistreffen als Beobachter teilnehmen. Mitte 2017 soll dann die offizielle Aufnahme erfolgen, doch dazu braucht es noch die Ratifizierung des Beitrittsprotokolls durch die nationalen Parlamente.

Während sich der US-Außenminister Kerry und des montenegrinischen Regierungschefs Djukanovic über die Vertragsunterzeichnung freuen, sorgt dies jedoch in Russland für Ärger. „Wir reagierten immer negativ auf die Erweiterung der Nato, zumal wenn sie die Splitter des ehemaligen Jugoslawiens verschlingt“, erklärte der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitrij Peskow. „Die andauernde Expansion der Militärinfrastruktur der Nato nach Osten kann zu Gegenmaßnahmen führen“, fügte Peskow hinzu.

Die NATO versucht zu beschwichtigen und signalisiert eine Botschaft an Russland: “Wir wollen keinen neuen Kalten Krieg”, hieß es von der NATO. Aber Stoltenberg sagte auch: “Wir sind in mehreren Ländern präsent und das sendet eine ganz klare Botschaft: Ein Angriff auf einen Alliierten, wäre ein Angriff auf das gesamte Bündnis. Aber zugleich möchten wir die Botschaft senden, dass die Nato keine Konfrontation wünscht. Wir wollen keinen neuen Kalten Krieg. Wir bemühen uns weiter um eine konstruktive Kooperation mit Russland.”

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16 Kommentare

  1. Diese ganzen ehemaligen Yugo Staaten gehen mir auf den Sack, verkaufen sich und Ihre Ideologie. Yugoslavien hatte ALLES bis die Amis gekommen sind und uns ALLES genommen haben.
    Ein paar käufliche Hunde, mehr nicht!

    UNITED NOTHING!

  2. „Wir bemühen uns weiter um…Kooperation mit Russland“
    Das ist Zynismus in Reinform – wie passt das: Sanktionen und Kooperation? Wir sehen nur Kerry aber in seinem Schatten steht der CIA…der größte Kriegstreiber durch die Hintertür. Überall wo diese Leute auftauchen findet später ein Umsturz, Unruhen oder Spaltungen ganzer Nationen statt. Ein Lehrbeispiel ist die „Orangene Revolution“ seither nur Terror, Mord zwischen den Parteien und die amerikanischen Vertreter und ihre Versallen haben sich dort eingegraben. Man muss nur im Umfeld schauen, wenn lange Jahre vorher harmlose amerikanische und deutsche Kulturvertretungen in diesen Ländern vereinbart wurden (z.B.Götheinstitute) – vermutlich Stützpunkte für geheimdienstliche Subversion…

  3. Ich denke mal Russland, China, Indien usw, sollten ein Militärbündnis gründen dann könnte man Bricstaaten wie Brasilien in das Bündnis aufnehmen nach dem Vorbild der NATO und europäische Länder die die Seiten wecheln wollen oder auch suedamerikanisch, afrikanisch, asiatische Länder schützen. Weitere Vorteile eines russischen Verteidigungsbündnisses wären das die Mitgliedsländer wirtschaftlich nicht mehr erpressbar wären und demzufolge ein Wirtschaftaltertnativmodell auch leben könnten. Darüber hinaus wären solche LÄnder nicht mehr in der Propagandadeffensive. Im Gegenteil sie könnten den Spies umdrehen das bessere System bilden und somit ein Magnet für alle guten also leistungsfähigen Menschen sein.

    • (1)
      Ich denke mal, Russland hat die Fähigkeit und muss sich selbst nach oben wirtschaften. Die Russen verfügen über alle Rohstoffe und Ressourcen – doch sie nutzen es nicht effektiv für die eigene Wohlstandsentwicklung aus.(noch nicht) Das lag und liegt am politischen System. Jetzt hat Putin erkannt(!!), dass infolge der Sanktionen die russische Wirtschaft wieder selbst in Gang kommen muss – und das ist auch so, die Chancen stehen gut. Theoretisch könnte er über Sanktionen lachen. Man darf auch nicht vergessen, während des kalten Krieges vor 1990 hatte Amerika die Russen wahrhaft durch Rüstung kaputt gewirtschaftet. 50%des BIP musste Russland für Rüstung gegenhalten. Der ehm. US-Präs…. –>(2)

      • (3)
        …Ich vermute, da Putin kein Mensch von Verrat ist, er könnte – würde er es müssen – dem Westen über Nacht haushoch überlegen sein. Wir haben es nie gelernt: Der russische Mensch ist anders – die halten zusammen und stehen in der Not füreinander ein. Ich selbst habe – außer Übersiedler in meinem Garten – keine persönliche Beziehung zu denen – dennoch ist Russland wichtig für die Stabilität in der Welt. Und die Deppen in Übersee und Berlin tragen die Schuld, sollte es zu einer Katastrophe kommen.

      • (2)
        Reagan hatte mit seinem SDI-Projekt wirtschaftlich den Russen in den Keller gebracht – obwohl alle wussten: SDI war ein Fake – dazu kamen nach der Wende negative politische Startbedingungen (Der versoffene Jelzin z.B, Umstürze, Abspaltungen) und die vielen Oligarchien, die sich am Eigentum des Staates/des Volkes bereicherten. Die USA nutzte diese Periode strategisch aus. Russland hatte die Fähigkeit zur eigenen Güterproduktion verlernt und weil die ein bisschen faul sind – denn mit Öl & Gas konnte man sich ja alles importieren. Auch wenn Putin ein kleiner Scheißkerl ist, er hat aber diese Schwächen erkannt und Russland wäre unter Putin immer noch in besseren Händen als seine versoffenen korrupten Vorgänger…
        –(3)

  4. Der Tag wird kommen an dem Russland und Putin begreifen, das sie die CIA nur mit ihren eigenen Waffen schlagen können.

    Propaganda und Destabilisierung der jeweiligen Regierung und dann eine von außen gesteuerte „Revolution“. Das geht auch in NATO-Staaten.

    • Russland hat schon längst begriffen, welchen Weg sie gehen müssen. Sie werden mit China einen eigenen Währungsraum erschaffen, der wieder auf Gold basiert. Derzeit sind sie grad dabei sämtliches Gold zu kaufen. Dann wird man einfach abwarten bis der westliche Währungsraum zusammenbricht und sämtliche Staaten werden sich nach und nach dem Goldraum anschließen. Dazu braucht es weder Propaganda noch sonstwas. Die einzige Frage ist blos ob die Amerikaner/Russen/Chinesen wahnsinnig genug sind „großen“ Nuklearwaffen einzusetzen oder Atomkraftwerke anzugreifen. Damit meine ich aber nicht die Administration, sondern das Millitär. Wenn es soweit kommt, dann ist alles vorbei. Wenn es nicht soweit werden die Meisten gut davon kommen.

      • Wurde schon einige Male verlautbart, das Putin eine Farben-„Revolution“ befürchtet.
        Wahrscheinlich wird deshalb teilweise gegen Kritiker vorgegangen.

        Es ist ja nun tatsächlich möglich, das es dem einen oder anderen Dissidenten nur in 2. Linie um die sogg. „Freiheit“ geht, wie uns dann in weinerlichen WDR-Berichten vorgesetzt wird. Tatsächlich sie aber ganz andere Ziele haben sprich > polit.Wühlarbeit. Das Verfahren hat der CIA im Lauf der letzten 80 Jahre so perfektioniert, das man es schon als amerikanische Spezialität bezeichnen kann.

  5. 1. Yugoslawien ist unter Tito einen von der UdSSR unabhängigen Weg gegangen.
    2. Es ist nicht verwunderlich, dass sich Montenegro einem westlichen Bündnis anschließt, wenn es kulturell und geschichtlich mehr mit westlich orientierten Mittelmeeranreinern als mit Russland gemein hat.
    3. Das der Kreml in Russland eine Angst vor der Nato künstlich erzeugt, dient der Unterdrückung des russischen Volkes.
    4. Selbst während des Höhepunktes des kalten Krieges stellte die Nato für den Waschauer Pakt/ die UdSSR keine ernstzunehmende Bedrohung bei konventionellen Waffen dar. Heute noch weniger.
    5. Wenn Putin lachen will, schaut er sich die Bundeswehr, Von der Leyen und Merkel an.
    6. Ein Atomkrieg, dass weiß die Nato, kennt nur Tote, keine Sieger

  6. abgesehen davon kommt mit der Nato und der EU sicherlich auch mehr Kontrolle, Rechte und Sicherheit für die Zivilbevölkerung in das Land.
    Wo Russland (indirekt) herrscht, herrscht die Russenmafia. Dieses Problem hat Putin bis heute nicht in den Griff bekommen oder forciert ggf. sogar die organisierte Kriminalität.
    Für die Montenegriner stellt Russland somit keine Alternative dar, auch wenn die USA für Europa ein zunehmend schwieriger Verbündeter sind.
    Die Russen sollten also mal irgendwie an sich und ihrem globalen Auftreten arbeiten…

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  • Ist Österreich wirklich gespalten? | Ceiberweiber 25. Mai 2016

    […] schaffen es, einen Flug zu buchen oder das 50. Paar Schuhe zu kaufen, nicht aber, sich z.B. mit der Expansionstrategie der NATO zu befassen und darüber nachzudenken, was diese für uns bedeutet u.a. anbetracht von Schweden und […]