in Asien

Hört man Afghanistan, ruft dieses kleine Wort unweigerlich Assoziationen hervor, für jeden irgend eine andere. Ob positiv oder negativ konnotiert, ob es afghanische Flüchtlinge oder stolze Krieger sind, Taliban oder riesige Mohnfelder. Und das sind nur die Assoziationen der letzten Jahre. Viele Länder die versucht haben aus Afghanistan ein Protektorat zu machen, sind letztlich an der Widerstandskraft und dem Willen der Afghanen gescheitert. Amerika, Großbritannien, Sowjetunion, ja sogar in gewissem Sinne auch Deutschland kann davon ein Lied singen.

Was auf den ersten Blick wie eine standfeste Nation, ein geeintes Volk aussieht, ist auf den zweiten Blick alles andere als das. Die einzigartige Natur mit spektakulärer Landschaftskulisse, ist auch gleichzeitig mit ein Grund dafür, dass sich über Jahrhunderte hinweg kein geeintes Volk entwickeln konnte. Die einzelnen Stämme und Ethnien die im Gebiet des heutigen Afghanistan leben, fanden in der Vergangenheit nur in Zeiten von Gefahren von Aussen zueinander und legten ihre Blutfehden zu diesem einen Zweck ab.
Mit der Gründung des modernen Staates Afghanistan kam eine weitere Dimension in diese inneren Konflikte dazu.

Die Paschtunen, die sich über die Staatsgebiete des heutigen Pakistans und Afghanistans verteilen und die Grenze (die sogenannte Durand-Linie nach Henry Mortimer Durand benannt) dazwischen nie anerkannt haben (genauso wie der Staat Afghanistan), bilden mit einem Anteil von ca. 42% die Mehrheit der Afghanen. Sie sind auch die Namensgeber des Staates: als „Afghan“ wurden die Paschtunen im persischen Sprachraum genannt, des über 2500 Jahre dominanten Reiches in der Region. Die Paschtunen sahen mit der Gründung des Staates, der zudem auch noch ihren Namen trug, eine Möglichkeit, die anderen Volksgruppen durch staatliche Mittel zu benachteiligen und auch zu dominieren.

Ausserdem verbrachte der moderne Staat Afghanistan die letzten 36 Jahre im Krieg. Nach dem Einmarsch der sowjetischen Truppen an Heiligabend des Jahres 1979 und der daraus resultierenden Besatzung bis 1989, flohen nach UNHCR-Angaben über 6 Millionen Afghanen in die Nachbarländer Pakistan und Iran. Zum Zeitpunkt der sowjetischen Invasion lebten rund 13.3 Millionen Menschen in Afghanistan, was bedeutet dass das Land fast die Hälfte der Bevölkerung vorübergehend verlor. Zwar kehrten Anfang der 1990er Jahre etwa 2.5 Millionen Menschen wieder zurück, doch dieser Prozess wurde mit dem Bürgerkrieg und dem Aufstieg der paschtunischen Taliban massiv verlangsamt.

Im Jahr 2001 folgte dann erneut eine Invasion, ausgerechnet von dem Land das nur ein paar Jahre zuvor die besten Beziehungen zu den Taliban und anderen Warlords pflegte. Im Zuge dieser Invasion gab es erneut eine Flüchtlingswelle nach Iran und Pakistan, welche sich ab Mitte 2002 wieder relativieren sollte. Zwischen 2002 und 2012 kehrten nach UNHCR-Angaben etwa fünf Millionen Menschen wieder nach Afghanistan zurück.

Damit war das Flüchtlingsproblem noch längst nicht gelöst. Millionen Kinder von Flüchtlingsfamilien sind in den letzten 36 Jahren im Iran und Pakistan auf die Welt gekommen, die ausser ihrer unmittelbaren Familie keinerlei Bezug zu ihrem Vaterland hatten. Insbesondere im Iran besuchten viele dieser Kinder die iranische Schule und gingen später einer Arbeit nach. Natürlich bekamen sie mit, dass es abgesehen von Kriegsursachen auch wirtschaftliche Gründe gab, weshalb es viele Afghanen in den Iran als Gastarbeiter zog. In Pakistan vollzog sich natürlich ein ähnlicher Prozess, mit einer grossen und bedeutenden Ausnahme: der Grossteil der afghanischen Flüchtlinge lebte in den Stammesgebieten wo der pakistanische Staat nahezu keinerlei Autorität ausübt. In diesen Gebieten gingen die Kinder entweder gar keiner Schulbildung nach, oder aber in die von Saudi Arabien gesponserten und unter Taliban-Führung stehenden religiösen Madrassen.

Heute leben nach UNHCR-Angaben offiziell noch etwa 980`000 Afghanen im Iran und 2.5 Millionen in Pakistan (registrierte und unregistrierte) als Flüchtlinge. Immerhin rund 10% der heutigen Bevölkerung.

Einem internen Bericht des US-Aussenministeriums vom August 2015 über die Rückführung der afghanischen Flüchtlinge und ihrer Integration in die örtliche Gesellschaft zufolge, liegt die Erfolgsquote nur bei 40%. Das bedeutet das 60% der zurückgekehrten Flüchtlinge nicht in die Gesellschaft integriert werden konnten, weil sie „weit unter dem Standard der anderen Bewohner liegen die in den gleichen Orten leben, was den Lebensunterhalt, Unterschlupf, Zugang zur Landbewirtung, Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen, Anerkennung von Rechten und Schutz angeht“. Diese Tatsache hätte zur Folge, dass es die weitere „freiwillige Repatriierung von Flüchtlingen eher unwahrscheinlich macht“. Und das trotz der bereits 950 Millionen US-Dollar die das US-Aussenministerium in dieses Programm gesteckt hat, wie der Bericht immer wieder betont.

Natürlich spielt Korruption in dieser schlechten Entwicklung eine enorme Rolle, die vom Weissen Haus selbst noch gefördert wurde, indem durch die CIA dem damaligen Präsidenten Hamid Karzai jahrelang enorme Summen an Bargeld zur Verfügung gestellt wurde. SpiegelOnline zitierte ebenfalls eine vom US-Kongress beauftragte Untersuchung aus dem Jahr 2011, wo man zum Schluss kam, dass viele der Milliarden für den Wiederaufbau Afghanistans „unkontrolliert versickert“ sind.

Das ist grob umrundet die Ausgangslage für viele tausend Afghanen, die den Entschluss gefasst haben das Land zu verlassen und sich auf die Reise nach einem besseren Leben begeben haben. Zudem kommen die rund 3.5 Millionen Afghanen die teilweise seit Jahrzehnten als Flüchtlinge in den Nachbarländer leben und sich bei der UNHCR als Asylsuchende registriert haben (nebst den internen Flüchtlingen die aufgrund des Krieges zwischen Taliban und NATO-Truppen fliehen).

Mein Exklusivbericht „Wir sind nicht eure Resteverwerter!“ hat für einige kritische Stimmen gesorgt, was absolut in Ordnung geht und mitunter ein Grund für jegliche Berichterstattung ist. Leider gab es auch einige Kommentare die von Unwissenheit über die tatsächlichen Umstände in Afghanistan zeugten, und insbesondere in der kritischen Zeit in der wir uns befinden nur durch Aufklärung relativiert werden kann. Mir geht es nicht darum mit dem Finger auf irgendjemanden zu zeigen, sondern auf zwei Punkte einzugehen die offensichtlich für einigen Ärger bei gewissen Kommentatoren gesorgt haben.

Zum einen geht es um den Vorwurf den der 32-jährige Almohammad mir gegenüber geäussert hat, „wir müssen den Mohn züchten damit ihr euch zudröhnen könnt“, und zum anderen geht es um die Frage oder Tatsache, weshalb Afghanistan die eigenen Ressourcen nicht nutzt um wirtschaftlich auf die Beine zu kommen. Nun, einer der wichtigsten Punkte ist momentan immer noch der Krieg der seit Ende 2001 tobt und das Land nach wie vor unter Besatzung steht.

Mohnanbau

Das Wichtigste gleich am Anfang: der grossangelegte Mohnanbau in Afghanistan geht auf die Zeit der sowjetischen Besatzung zurück und wurde von der CIA initiiert, um die fehlenden Milliarden US-Dollar – und das trotz der saudischen Finanzierung – für die Ausrüstung und Unterweisung der afghanischen Mujahedin (die später Warlords genannt wurden) sowie internationalen Jihadisten aufzubringen. So gab es beispielsweise in Pakistan 1979 keine bekannten Fälle von Heroin Abhängigen, nur sechs Jahre später betraf es bereits 1.2 Millionen Pakistaner.

Professor Alfred McCoy der University of Wisconsin, ist der weltweit führende Experte auf dem Gebiet der US-Verwicklung in den Drogenanbau Südwestasiens. So beschrieb er in seinem 1991 erschienen Buch „The Politics of Heroin: CIA Complicity in the Global Drug Trade„, wie afghanische Mujahedin mit US-Unterstützung die Bauern zwangen Mohn anzubauen, um „Revolutionssteuern“ an sie leisten zu können. Gulbuddin Hekmatyar, der von den USA und Pakistan am meisten bevorzugte Mujahedin und brutaler Islamist, erhielt nicht nur die meisten Waffen und Dollars, sondern gehörte 1990 zu den grössten Heroinproduzenten der Region. Die USA bezogen bereits 1981 etwa 60% des Heroins aus diesem pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet.

Mit dem Aufstieg der Taliban an die Macht in Afghanistan ab Mitte der 1990er Jahre sollten die Mohnfelder zu einem religiösen Thema werden. Die Taliban bezeichneten die Züchtung von Mohn als unislamisch aufgrund der Endproduktes, doch aus Mangel an alternativen Einkommensquellen liessen sie die Produktion vorerst zu. Mithilfe des UN Drug Control Program (UNDCP) wurden alternative Möglichkeiten für die Landwirtschaft eingeführt, so dass Ende 2000 mit Freude das von den Taliban verkündete Mohnverbotsgesetz verkündet werden konnte.  Das belegen auch Zahlen aus dem Jahr 2001:

Von durchschnittlich 68`140 Hektar bewirtschafteten Mohnfelder in den Jahre 1994 – 2000, fiel die Zahl auf 8000 Hektar im Jahr 2001. Das bedeutet die Taliban haben es geschafft in nur einem Jahr die Mohnproduktion um unglaubliche 88% im Vergleich zum Durchschnittswert einzudämmen. Das solch ein Resultat nur aufgrund einer rigorosen Durchsetzung des Gesetzes vom Dezember 2000 möglich war, ist selbstredend.

Was aber auffällt, ist die Explosion des Mohnanbaus nach der US-Besatzung und dem Sturz des Taliban Regimes Ende 2001. Von 8000 Hektar stieg der Anbau im darauffolgenden Jahr wieder auf das selbe Niveau wie vor dem anti-Mohngesetz der Taliban. In den darauffolgenden Jahren stieg der Anbau auf 224`000 Hektar im Jahr 2014. Und das obwohl das Land von tausenden NATO-Truppen besetzt war und nach wie vor ist.

Um gleich die Frage vorweg zu nehmen weshalb die afghanischen Bauern überhaupt weiterhin Mohn anbauen und sich nicht dem Anbau von Weizen oder anderen Getreiden widmen: sie können es sich nicht leisten. Sie erhalten in diesem Drogengeschäft alles was sie für den Anbau von Mohn brauchen, von Samen bis zu Erntehelfer, von den Heroinproduzenten gestellt. Der UNDCP Afghanistan Bericht für das Jahr 2014 hält fest, dass pro Hektar Mohnfeld im Durchschnitt 28.7kg rohes Opium produziert werden. Kleinbauer bekommen nicht einmal die Hälfte dieser Produktion hin. Pro Hektar produzieren sie ungefähr 10 Kilogramm, wobei die meisten der Kleinbauern zwischen einem halben Hektar bis einem Hektar Land verfügen. Für 10 Kilogramm Rohopium erhalten sie wenn`s gut geht 1200 US-Dollar.  1200 US-Dollar für ein Jahr Arbeit.

Als das US-Aussenministerium gefragt wurde ob eines der Ziele der damals 13-jährigen US-Besatzung Afghanistans die „Eliminierung der Opiumproduktion“ war, bekam der Fragesteller von CNSNews keine konkrete Antwort. In einem follow-up wurde diese Frage nochmal schriftlich an das Aussenministerium gestellt, und wieder gab es statt einer klaren Antwort eine lange Erklärung, die den Schluss nahelegt, dass die Eliminierung der Opiumproduktion nicht zu den Zielen der USA in Afghanistan gehörte.

Abbau von wertvollen Mineralien

In Afghanistan verbergen sich massenhaft wertvolle Metalle wie Lithium, Gold, Eisen, Erz, Rubine, Saphire, Quecksilber, Schwefel und vieles mehr. Das an sich ist keine Neuigkeit. Man weiss seit den 1950er Jahren um viele dieser Vorkommen. In den 1970er und 1980er Jahren wurden von der Sowjetunion 650 Millionen US-Dollar für Untersuchungen und Explorationen zur Verfügung gestellt, was schliesslich zum Abbau von Kupfer geführt hat.

Das grösste Problem damals wie heute ist der Krieg. Ohne eine einigermassen intakte Infrastruktur und Sicherheit werden die Konzerne keine Investitionen tätigen. Aber sie warten wie Raubvögel auf ihre Beute, bis die US-Armee die Voraussetzungen für ihren Einsatz geschaffen hat. Der normale Afghane aber wird abgesehen von einem gefährlichen Einsatz in den Minen nichts davon haben, wie das Beispiel Kongo überdeutlich gezeigt hat.

Ob wir die Aufnahme von Flüchtlingen für gut oder schlecht halten, spielt keine Rolle. So lange die Umstände so sind wie sie sind – nicht nur in Afghanistan – werden die Menschen die nichts von der Korruption, Drogengeschäft und Raubbau haben, ihr Land verlassen.

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Kommentar

19 Kommentare

  1. Die deutsche Friedensbewegung hat sich wacker geschlagen bis Anfang der 90er Jahre. Noch als der 1. Golfkrieg begann, kamen 100.000 Menschen zusammen. Wäre die Mauer nicht zufällig rechtzeitig gefallen, sähe die Welt heute besser. aus.
    Denn da verschwand die Friedensbewegung spurlos und das Netz kam. Und alle gingen hinein.

    Das Internet kann man nur hassen. (und vielleicht kriege ich gleich einen über den Deckel wegen der unheimlich wichtigen Infos)

    Internet; Verfassungswirklichkeit, die eher traumatische Züge trägt, Ausbeutung, Überwachung, Armut, Überfälle auf souveräne Staaten, Völkerwanderung und ein Leben auf dem Sprung – das gehört zusammen.

  2. Wie viele Anti-Internetseiten gibt es? Wahrscheinlich gibt es keine, weil das Internet kein Suchtpotential hat und jeder morgen aufhören könnte – wenn er wollte.

    Die erste und wichtigste Frage die man einem Alkoholiker stellt – modifziert: Erinnern Sie sich an den Tag, als sie das letzte Mal nicht im Netz waren?

    Vorsicht, die Frage schließt das Grabbelphone mit ein.

    • Ein bisschen sehr pauschal. Grundsätzlich ist das alles eine Sache der Dosierung. Und gerade in heutiger Zeit wird natürlich vieles gerne und schnell als „Abhängigkeit“ deklariert. Sitzt jemand 3 Stunden am Tag vorm PC, ist er Internet- und Spielesüchtig. Treibt jemand 6 Stunden am Tag Sport, ist er ein motivierter und gesunder Sportler. Also alles Ansichtssache!

      Was jedoch nicht zu bestreiten ist: Dass heute wahrscheinlich die meisten direkt nach dem Wachwerden ihr Klugtelefon greifen und nachsehen, wie viel inhaltlose Nachrichten sich über Nacht bei facebook, twitter und whatsapp angesammelt haben. Man will ja „informiert“ sein… und das bitte alle 2 Minuten und bitte so unwichtig wie nur möglich… Früher wars halt zuerst der…

  3. An sich ein guter Artikel über die naiven Bestrebungen, sich in Dinge einzumischen, die zu groß für kurzfristige Profit- Politik ist. Ich lege dem Autor nahe, sich noch mal mit Zeichensetzung (Kommasetzung) zu beschäftigen.

  4. „USA_CIA supports Nazi-Fascists worldwide – arte Doku_ Dienstbereit – YouTube“ – was heißt denn „supports“? Supports heißt übersetzt „unterstützt“! Kriege, Spionage, Folter, Lügen, Vertreibung – das ist die Schöne neue Welt der Nazis!
    Die Doku schaue man zuerst, danach diese „Schwarze Kassen der CDU – Das dunkle Geheimnis _ Arte Doku – YouTube“
    Wer da noch immer keinen Zusammenhang erkennen kann, der stellt sich schwerhörig!
    Und dann schaue man noch diese Doku „Vergelt’s Gott – Der verborgene Reichtum der katholischen Kirche – Immobilien, Unternehmen – SWR HD – YouTube“. Da muß ein vernünftiger Mensch gegen vorgehen! Der Vatikan ist eine der wichtigsten Wurzeln der Nazis, die muß abgehackt werden!

  5. Zum einen geht es um den Vorwurf den der 32-jährige Almohammad mir gegenüber geäussert hat,
    „wir müssen den Mohn züchten damit ihr euch zudröhnen könnt“

    Sorry, mir fehlt das Verständnis für diese Aussage, denn die Milliardengeschäfte im Drogenanbau werden dort im Lande getätigt und sind auch nur dort zu stoppen, bzw. es sind kriminelle Machthaber, die nur das Volk entfernen kann.

    In Deutschland ist es ja ebenso: Frau Merkel kann auch nur von den Deutschen selbst entfernt werden ;)

    • Na eben drum !
      Außerdem könnte man genau so gut sagen : weil ihr den Mohn anbaut, haben wir die Junkies mit allem was dranhängt, von der Beschaffungskriminalität über die Prostitution bis zum unsäglichen Leid der Betroffenen samt ihrer Angehörigen und Freunde, – vom finanziellen Schaden der geforderten Sozialsysteme mal ganz abgesehen. Aber solche Statements aus der arabischen Welt sind typisch, die haben das Jammergen und irgendeiner findet sich immer der Schuld hat. Neulich schrieb hier jemand zum selben Satz : „Na, dann sollen sie halt was anderes anbauen, aber Nahrungsmittel sind wohl nicht so lukrativ !“ Die Welt schrieb 2013 : In diesem Jahr wird Afghanistan 90% der Weltproduktion liefern ! So, Almohammad Du Mörderhandlanger !

  6. „Carl Friedrich von Weizsäcker: “Der bedrohte Frieden – heute” (Buch von 1983)“ – Weizäcker wäre heute der unkorrekteste aller Autoren. Was er 1983 geschrieben hat, ist mehr als erschütternd. Man suche den Text mal auf der Seite von „lupocattivoblog“.

    Das deutsche Volk bewertete er wenig schmeichelhaft wie folgt:

    absolut obrigkeitshörig
    des Denkens entwöhnt
    typischer Befehlsempfänger
    ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage!
    Der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr hat, was sich zu verteidigen lohnt. Wenn er aber aus seinem Schlaf erwachtist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein – auch das, was ihm noch helfen könnte!! (sind wir…

    • das??)

      Weizsäcker beschreibt die Auswirkungen einer dann einsetzenden”Globalisierung”,(obwohl es damals dieses Wort noch nicht gab), so wie er sie erwartete:

      Die Arbeitslosenzahlen werden weltweit ungeahnte Dimensionen erreichen.
      Die Löhne werden auf ein noch nie da gewesenes Minimum sinken.
      Alle Sozialsysteme werden mit dem Bankrott des Staates zusammenbrechen.Rentenzahlungen zuerst. Auslöser ist eine globale Wirtschaftskrise ungeheurer Dimension, die von Spekulanten ausgelöst wird.
      Circa 20 Jahre nach dem Untergang des Kommunismus werden in Deutschland wieder Menschen verhungern. Einfach so.
      Die Gefahr von Bürgerkriegen steigt weltweit dramatisch.
      Die herrschende Elite wird gezwungen, zu ihrem eigenen…

      • Schutz Privatarmeen zu unterhalten.
        Um ihre Herrschaft zu sichern, werden diese Eliten frühzeitig den totalenÜberwachungsstaat schaffen, und eine weltweite Diktatur einführen.
        Die ergebenen Handlanger dieses “Geld-Adels” sind korrupte Politiker.
        Die Kapitalwelt fördert wie eh und je einen noch nie dagewesen Nationalismus(Faschismus), als Garant gegen einen eventuell wieder erstarkendenKommunismus.
        Zum Zweck der Machterhaltung wird man die Weltbevölkerung auf ein Minimum reduzieren. Dies geschieht mittels künstlich erzeugter Krankheiten. Hierbei werden Bio-Waffen als Seuchen deklariert, aber auch mittels gezielten Hungersnöten und Kriegen. Als Grund dient die Erkenntnis, daß die meistenMenschen ihre eigene Ernährung nicht mehr…

        • finanzieren können, jetzt wären die Reichen zu Hilfsmaßnahmen gezwungen, andernfalls entsteht für sie ein riesiges, gefährliches Konfliktpotential.
          Um Rohstoffbesitz und dem eigenen Machterhalt dienend, werden Großmächte Kriege mit Atomwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen führen.
          Die Menschheit wird nach dem Niedergang des Kommunismus das skrupellosesteund menschenverachtendste System erleben, wie es die Menschheit noch niemals zuvorerlebt hat, ihr “Armageddon” (“Endkampf”).
          Das System, welches für diese Verbrechen verantwortlich ist, heißt”unkontrollierter Kapitalismus“.

          lupocattivoblog

    • Ja, das sind wir, und wie wir das sind ! Für ein Land in der Mitte von Mitteleuropa, also einem überaus wichtigen geopolitischem Standort, sind wir definitiv das ungeeignetste Volk. Deshalb haben wir ja auch einen „Beschützer“ im Land, nur wer beschützt uns vor dem !? Wir wären die ideale Besetzung für irgendeine unbedeutende Insel – janz weit draußen – mit einem Inselkönig, weil ohne Obrigkeit könnten wir auch dort nicht. Wir können nur arbeiten und gehorchen. Unsere Mentalität ist es, die aus unserem Land ein Jammertal macht ! Die Deutschen, gefangen in ihrer Psychose aus Angst und Schuld !

  7. „Pro Hektar produzieren sie ungefähr 10 Kilogramm, wobei die meisten der Kleinbauern zwischen einem halben Hektar bis einem Hektar Land verfügen. Für 10 Kilogramm Rohopium erhalten sie wenn`s gut geht 1200 US-Dollar. 1200 US-Dollar für ein Jahr Arbeit.“

    Da würde sich jeder hiesige Bauer die Finger abschlecken, wenn er aus 1 Hektar 1200 $ oder auch mehr als das Doppelte rauswirtschaften könnte. Anbau und Ernte haben enge Zeitfenster, das geniale an Pflanzen ist, sie wachsen die meiste Zeit ganz von allein. Von „ein Jahr Arbeit“ kann keine Rede sein.

    Jedenfalls bleibt da viel Zeit zum Koran lesen.

  8. Zitat
    „Das Durchschnittseinkommen Afghanistan beträgt 410 US-Dollar im Jahr bzw. circa 34,17 US-Dollar im Monat (Bruttonationaleinkommen 2010 je Einwohner, Quelle: Weltbank).“

    Da die Frauen traditionell keiner Erwerbsarbeit nachgehen, sind wohl die Familieneinkommen gemeint. Mit einem Hektar Mohnfeld ca. das dreifache eines Durchschnittseinkommens zu erwirtschaften, das täten viele hier auch gerne.
    Aber, aus irgendeinem Grund müssen die armen Hascherl das für uns tun, und keinesfalls machen sie das aus niedrigen Profitgründen. Und überhaupt sind allesamt Opfer irgendwelcher Umstände, und gottgewollten 6 – 7 Kindern steht selbstverständlich ein Neuwagen zu, und nicht eine olle Restlverwertung.

    Gibts eigentlich den Spruch „jedem…

  9. Es drängt sich mir der Verdacht auf, dass die Umwandlung geostrategisch oder in Hinblick auf Rohstoff-Ressourcen bedeutender Staaten in „failed states“ keinesfalls das Ergebnis einer tragischen Entwicklung ist, sondern langfristig geplant und systematisch umgesetzt wird. Länder wie Somalia, Irak oder Afghanistan werden so zu staatspolitisch gesehen amorphen Gebilden, die man mittels Marionetten-Regimes, korrupten Warlords oder Söldnern unter Kontrolle bringt und deren Schätze einschließlich der „human ressources “ sich unkontrolliert ausbeuten lassen. Meister dieser seit Kolonialzeiten praktizierten Strategie sind unsere angelsächsischen Freunde und ihre im Hintergrund tätigen Banken und Konzerne.