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Nach einer Studie des Deutschen Wirtschaftsinstituts DIW sieht es für künftige Rentner in Deutschland nicht gut aus. Der „Focus“ berichtet über eine Studie des Forschungsinstitutes, die dem „RedaktionsNetzwerkDeutschland“ vorliege und nun an die Öffentlichkeit gebracht werden würde.

Alarmierende Zahlen

Denn das „durchschnittliche Renteneintrittsalter“ steigt demnach schon bis zum Jahr 2032 erheblich an – abhängig vom Arbeitsmarkt soll es um 1,2 bis 1,5 Jahre angehoben werden und auf „bis zu 65,6 Jahre“ klettern. Wohlgemerkt: Das durchschnittliche Eintrittsalter.

Derzeit liegt dieser Durchschnittswert bei 64,1 Jahren. Noch im Jahr 2000 gingen die Rentner in Deutschland mit durchschnittlich 62,3 Jahren in den Ruhestand über. Dabei dürfte das Risiko für Altersarmut bei bestimmten Bevölkerungsgruppen steigen: Gering oder „mittelmäßig“ Gebildete oder Ausgebildete werden früher und öfter noch vor Eintritt in den Ruhestand arbeitslos. Dementsprechend sinkt dann der Zahlungsstrom während der Ruhephase. Zudem würde bei den besser Gebildeten der Renteneintritt bis zum Jahr 2032 um 1,6 bis zu zwei Jahren nach hinten verschoben, bei den geringer Gebildeten lediglich zwischen 1 und 1,4 Jahren.

Ohnehin klafft die Schere auseinander. Den Zahlen nach würden gut 40 % der aktuellen „Neurentner“ vorher keine Arbeitsstelle mehr gehabt haben. Die Arbeitslosigkeit wird das Rentenniveau weiter absenken. Die Zahlen zeigen zudem, dass zwar der „Anteil der älteren Beschäftigten“ inzwischen zugenommen habe, dies jedoch sei vor allem eine Folge des „längeren Verbleibs im Beruf“. Ältere Erwerbslose würden nicht eher oder verstärkt in den Arbeitsmarkt zurückkehren können.

Unter dem Strich also zeigt sich folgendes Bild: Wir gehen ohnehin später in die Rentenphase – nicht nur per Gesetz, sondern auch faktisch. Erwerbslose haben in späteren Jahren Schwierigkeiten, in den Arbeitsmarkt zurückzukehren, womit sich auch die Rentenansprüche reduzieren. Und schlechter Gebildete oder Ausgebildete haben ein besonderes Armutsrisiko im Alter. Es ist absehbar, dass die Merkel-Regierung und die SPD dieses Problem nicht mehr anfassen.

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  • Armut in Merkel-Deutschland: Spätere Rente, mehr Armut - Leserbriefe 27. April 2019

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