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Wie die Nachrichtenagentur Associated Press und der iranische Rundfunk IRIB in seiner russischen Ausgabe übereinstimmend berichten, wurde heute ein Anschlag auf den türkischen Premier Recep Tayyip Erdoğan verübt.

Einem bewaffneten Mann gelang es offenbar an den Eingang des Gebäudes vorzudringen und mehrer Schüsse auf das Gebäude abzugeben, in dem sich das Büro des türkischen Premierministers befindet. Erdogan soll zu dieser Zeit in dem Gebäude an einem Treffen von Ministern teilgenommen haben.

Es ist noch nicht klar, wie sich der bewaffnete Angreifer in der schwer bewachten Zone mit seiner Waffe dem Büro nähern konnte. Laut Angaben der türkischen Polizei wurde der Attentäter schnell überwältigt und wird zur Zeit von der Polizei verhört.

Die russischsprachige Ausgabe des iranischen Rundfunks IRIB spricht hingegen von mehreren getöteten Leibwächtern des Premierministers:

Heute kam es in der zweiten Tageshälfte nahe des Büros des türkischen Premierministers zu einer Schießerei. Türkische Medien berichten von einem mißglückten Attentat auf Recep Tayyip Erdogan. Dabei werden 6 Opfer unter den Bodyguards des Premiers gemeldet. Die Polizei nahm einen Mann fest, der des Mordversuchs verdächtigt wird, den er gegen Erdogan auszuführen plante, nachdem dieser eine Kabinettssitzung verließ. (russian.irib.ir)

Der Angreifer wird von offizieller Seite als ein 34 jähriger Mann namens Nuri Baskapan identifiziert, der bereits früher auffällig geworden sein soll und sich in mehreren Schreiben an Behörden über „persönliche Probleme“ und seine Entlassung von einer Beamtenposition beschwert hatte.

Laut Associated Press stellen offizielle türkische Quellen ein politisches Motiv in Abrede.

Der Vorfall ereignet sich jedoch in Zeiten eines eskalierenden Konflikts mit den kurdischen Rebellen, die für einen unabhängigen Staat im Südosten der Türkei kämpfen. Auch die Spannungen mit dem Nachbarn Syrien und der türkischen Unterstützung der dortigen Kämpfer hatten sich in den letzten Wochen dramatisch verschärft.

Der türkische Premier soll seine Sitzung trotz des Zwischenfalls fortgeführt haben. Auf der Tagesordnung soll auch der Hungerstreik von 600 kurdischen Häftlingen gestanden haben, welche sich für eine Verbesserung der Rechte der Kurden, sowie eine Erleichterung der Haftbedingungen für den inhaftierten Kurdenführer Abdullah Ocalan einsetzen.

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