in Politik

Polemik. Die Unterdrückung der Schwarzen begann im 17. Jahrhundert und hat nie geendet. Im Jahre 1865 wurde der 13. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten vom Kongress verabschiedet.

„Weder Sklaverei noch Zwangsdienstbarkeit darf, außer als Strafe für ein Verbrechen, dessen die betreffende Person in einem ordentlichen Verfahren für schuldig befunden worden ist, in den Vereinigten Staaten oder in irgendeinem Gebiet unter ihrer Gesetzeshoheit bestehen“

Dieser Zusatzartikel befreit jeden Amerikaner von der Sklaverei, außer jene, die straffällig geworden sind.

In keinem anderen Land der Welt sind so viele Menschen inhaftiert wie im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Möglichkeiten sind so unbegrenzt, dass Konzerne daraus Profit machen. Um genauer zu sein, es ist ein Milliardengeschäft.

2,2 Millionen Menschen sind in den USA derzeit inhaftiert. Obwohl nur 6,5% der US Bevölkerung schwarz ist, machen sie 40,2% der Gefängnisinsassen aus. Es sind mehr Schwarze inhaftiert, als es 1850 Sklaven gab, aber fangen wir von vorne an.

Vor etwa 400 Jahren begann die Besiedlung Amerikas mit Menschen aus Afrika. Sie sind weder dorthin geflohen, weil sie auf ein besseres Leben gehofft haben, noch, weil man sie dorthin eingeladen und ihnen Geld versprochen hat. Sie wurden entführt und mit Gewalt in ein fremdes Land gebracht, um sie wie Vieh zu behandeln, sie auszubeuten und zu vergewaltigen. Diese Menschen wurden, wie so viele Völker, die Opfer des amerikanischen Größenwahns.

Um den höchstmöglich Profit einzufahren, mussten die Schwarzen für die Weißen arbeiten. In den Südstaaten, wo die Sklaverei mit der expandierenden Wirtschaft unauflösbar verbunden war, wuchs die Zahl der Sklaven an. Die Sklaven haben eine Art Geheimsprache entwickelt, um miteinander zu kommunizieren, ohne dass ihr selbsternannter Eigentümer davon nichts mitbekam. Sie sangen Lieder mit versteckten Botschaften. Aus dieser Not entstand Gospel. Sie gibt noch heute vielen Mut und Hoffnung. Einigen gelang es zu fliehen, einigen nicht. Sie wurden wieder eingefangen und oftmals getötet. Man konnte Aufstände der Sklaven nicht dulden, denn sie brauchten die billigen Arbeiter.

Im Jahre 1865 wurde die Sklaverei abgeschafft. Augenscheinlich. Der 13. Zusatzartikel der amerikanischen Verfassung gilt für alle Amerikaner, ausgenommen für jene, die straffällig geworden sind. Dieser Artikel ist noch immer gültig.

Jeder vorbestrafter Amerikaner ist per Gesetz ein Sklave

Wer etwas Falsches tut, sollte er dafür büßen und dann weiterleben dürfen. In Amerika ist die Strafe nie zu Ende, auch wenn er seine Schuld der Gesellschaft gegenüber beglichen hat, bleibt ihm sein Bürgerrecht verwehrt.

Nachdem das Gesetz 1865 verabschiedet worden ist, hat man angefangen Schwarze grundlos zu inhaftieren. Man nannte Gründe wie Rumtreiberei und unterstellte Straftaten, die man nicht mal nachweisen konnte. Also wurden sie wieder versklavt. Der Traum von der Freiheit sollte weiterhin ein Traum bleiben. Sie mussten weiter Zwangsarbeit verrichten, bis man die Rentabilität von Gefängnissen entdeckt hat.

Im 20. Jahrhundert gab es eine Bürgerrechtsbewegung der Schwarzen, die der amerikanischen Regierung gefährlich wurde. Mutige Menschen wie Martin Luther King und Malcolm X waren große Redner. Sie gaben vielen Schwarzen den Mut aufzustehen und sich die Strapazen der Rassentrennung nicht mehr gefallen zu lassen.

Für den Frieden haben sie gekämpft und gaben dafür ihr Leben. Sie sind als Helden gestorben und haben zur schwarzen Revolution beigetragen. Auch „The Black Panther Party for Self-defense“ hatte einen großen Einfluss auf die schwarze Bevölkerung, weswegen ihr Anführer ermordet wurde. Die Regierung hatte so große Angst vor ihrer Macht, dass sie alt Terroristen bezeichnet worden sind.

Viele Menschen haben ihr Leben verloren. Unzählige wurden erhängt oder erschossen. Kaum vorstellbar, dass das gerade mal einige Jahrzehnte her sein soll.

Heute werden sie nicht mehr gehängt und sie müssen auch nicht auf Baumwollfeldern arbeiten, aber von der Freiheit sind Afroamerikaner weit entfernt. Oft werden sie willkürlich verdächtigt, nur weil sie schwarz sind. Ich möchte nicht behaupten, dass es keine schwarzen Kriminelle gibt. Nur wurde den Menschen eingetrichtert, dass Schwarze Kriminelle sind.

Wie haben sie das geschafft? Durch Propaganda.

In zahlreichen Filmen wurden Schwarze als Kriminelle, Drogensüchtige, Mörder und Vergewaltiger dargestellt. Es wurden mehrere Filme veröffentlicht und verbreitet, um dieses Bild einzuprägen. Sogar bei Afroamerikanern haben diese Filme Spuren hinterlassen. Um das Bild zu bestätigen haben Mitarbeiter der CIA Drogen in die Ghettos gebracht, damit die Menschen aus finanzieller Not anfangen diese zu konsumieren und zu verkaufen.

In den Medien erschuf man ein Feindbild. Man nannte sie Monster. Wilde Kriminelle , die ohne jegliches Gewissen handeln. Es war Bill Clinton, der daraufhin die Gesetze verschärft hat. Durch sein Engagement wurden immer mehr Menschen inhaftiert. Hillary war ebenfalls dafür und hat in einer Pressekonferenz betont, wie gefährlich diese Monster sind. Auch Donald Trump hatte sich zu diesem Thema geäußert. Als ein Mädchen umgebracht worden war, forderte er öffentlich, die Hinrichtung der vier minderjährigen Verdächtigen. Nachdem diese 6 Jahre im Gefängnis saßen hat ein DNA Test bewiesen, dass sie unschuldig waren.

Seit der Verschärfung der Gesetze müssen Richter die Mindeststrafe verhängen. Sie haben nicht mehr die Möglichkeit, sich den Einzelfall anzuschauen, um dann zu entscheiden, ob eine Gefängnisstrafe überhaupt angebracht ist.

Doch was soll das bringen? Umso mehr Menschen im Gefängnis sitzen, desto mehr Kosten fallen an, richtig? Falsch!

Viele Gefängnisse in den USA wurden privatisiert. Es sind private Unternehmen, die Gefängnisse bauen und sie eigenständig verwalten. Diese Gefängnisse haben Verträge mit den Bundesstaaten abgeschlossen. Sie übernehmen die Gefängnisse, wenn der Staat dafür sorgt, dass sie voll sind. Die Firmen, denen die Gefängnisse gehören, schließen Dauerverträge mit anderen Firmen. Mit Firmen, die sie beliefern oder beliefert werden. Die Insassen müssen arbeiten. Sie nähen Kleidung, bauen Möbel zusammen und arbeiten teilweise sogar in Callcentern. Sie erhalten pro Stunde wenige Cents. Das erinnert etwas an die nordkoreanischen Arbeitslager, nur mit weniger Komfort.

Die Sklaverei wurde in den USA nicht abgeschafft, sie wurde nur verlegt. Verlegt in Gefängnisse. Es ist ein Kastensystem, bei dem man verloren hat, wenn man eine dunkle Hautfarbe hat. Nachdem man das Gefängnis verlassen hat, darf man nicht wählen, man wird nirgendwo eingestellt, bekommt keinen Kredit und kann nicht mal eine Versicherung abschließen.

Jede Gefängnisstrafe, ob 1 Monat oder 20 Jahre, ist eine Strafe für das ganze Leben.

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12 Kommentare

  1. Toller Artikel …..
    Wenn dem so ist, so soll die Clinton doch schleunigst vor ein Mititärgericht geschafft werden und die gleiche Strafe wie Chelsea Manning erhalten.

  2. Interessanter Artikel, lesenswert.
    Allerdings ecke ich bei der Passage mit „[…] Mitarbeiter der CIA haben Drogen in die Ghettos gebracht […]“ an. Wo soll das belegt sein? Leider hatte ich bisweilen keine Zeit „Dark Alliance“ von Gary Webb komplett zu lesen. Aber eine Verschwörung hatte auch Webb der CIA nicht vorgeworfen.

    • Hallo Roupert.
      Google doch mal bitte Iran-Contra Affäre und Gary Webb. Die CIA haben die Contras, mit Geldern aus dem Waffenhandel mit dem Iran, unterstützt. Diese haben die amerikanischen Ghettos (Schwarzenviertel) mit Drogen überschwemmt. Gerry Webb hat das nachgewiesen und auch ein Buch darüber geschrieben. Er ist leider schon tot. Er starb durch zwei Kopfschüsse Offiziell heißt es tatsächlich: Selbstmord.
      Aber auch schon vorher hatten sie Drogen in die Ghettos gebracht. Eine Quelle ist Malcolm X. Es steht in seiner Autobiografie und er hat es auch öffentlich gesagt.
      Lieben Gruß

      • Vieleicht starb Malcom X auch genau aus diesem Grunde …..
        Diese verottete Land mit ihren Zombieeinwohnenern muss international abgeriegelt werden. Nur so könnte Frieden auf unseren Planeten einkehren, wenn nicht ein anderes Land sich auserkoren fühlt, ein Zepter in die Hand zu nehmen.

    • Doch. Es wurden jetzt von alten ehemaligen CIA-Leuten Bücher geschrieben über alles, was sie gemacht haben. Stecken überall drin. Auch in NGOs.

  3. Auf die Gefahr hin, dass mich hier wieder alle mit einem Nein belegen, sagt ich es trotzdem.

    Ich sehe eine sehr deutliche Parallele in der Propaganda der USA und der Bereichterstattung zur Flüchtlingssituation in Deutschland.

    Ein junger Syrer sagte gestern zu mir, (sein Englisch ist übrigens besser als meins) er verstehe nicht warum man ihn immer mit Argwohn betrachtet. Er ist Christ und viele seiner Freunde sind durch den IS zu tode gekommen. Es gibt nichts auf der Welt was er mehr verachtet, als das sinnlose töten anders aussehender und denkender.

    Schwarze Haut macht kein Kriminellen und braune kein Terroisten.