in Afrika

Libyen. Bei den für Mitte nächsten Jahres geplanten Präsidentschaftswahlen will Saif al-Islam Gaddafi mit Unterstützung der libyschen Stämme als Kandidat antreten.

Basem al-Haschimi al-Soul, Sprecher der libyschen Stämme und der Gaddafi-Familie, sagte der ägyptischen Zeitung Egypt Today: „Saif al-Islam Gaddafi, Sohn des ehemaligen Präsidenten, wird dank der Unterstützung durch die Großen Stämme Libyens bei den Wahlen 2018 für das Präsidentenamt kandidieren.“

Das von ihm erstellte Grundsatzprogramm wird Saif al-Islam in Kürze vorstellen. „Das Programm enthält einige Maßnahmen, von denen Saif al-Islam hofft, dass sie von den Vereinten Nationen übernommen werden. Dies werde Libyen helfen, von der gegenwärtigen Übergangsperiode in einen stabilen Zustand zu gelangen.“ Und: „Saif al-Islam plant, für mehr Sicherheit und Stabilität in Übereinstimmung mit der libyschen Geografie und in Abstimmung mit allen libyschen Fraktionen zu sorgen.“

Auch General Heftar, der Oberkommandierende der Libyschen Nationalarmee im Osten Libyens, hat sich mit der Abhaltung von Wahlen einverstanden erklärt. Allerdings hat er dafür einige Bedingungen gestellt. So soll das Hauptquartier der Hohen Nationalen Wahlbehörde aus Tripolis wegverlegt und dessen Management ausgetauscht werden.

Heftar kann kein wirkliches Interesse an Wahlen haben, denn seine Vergangenheit haben die libyschen Stämme nicht vergessen. Nachdem er 2011 von der CIA aus den USA nach Libyen gebracht worden war und an der Spitze der sogenannten Aufständischen für die Zerstörung des libyschen Staates und seiner Infrastruktur verantwortlich zeichnete, versucht er sich jetzt zum Retter Libyens zu stilisieren. Bei fairen Wahlen dürfte er chancenlos sein.

Quellen:

rcmlibya.wordpress.com
libyaobserver.ly
libyaobserver.ly

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Kommentar

  1. Er hat gute Chancen die Wahlen zu gewinnen. Sein Vater war zwar ein Diktator, konnte jedoch die verschiedenen Stämme einen und eine jahrzehntelange Stabilität und Wohlstand etablieren. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass der Sohn eine nicht geringe Unterstützung von USA und Europa bekommen wird, natürlich mit gewissen Zugeständnissen und Vorverträgen zur weiteren Ausbeutung Lybiens