Wie der Schlächter Sharon meine Verwandten massakrierte

sharon

nach einem Artikel von JAMAL KANJ www.gulf-daily-news.com

(Übersetzung von politaia.org)

Mein Freund und ich waren am 18. September 1982 auf einem Überlandflug von San Diego nach Washington. Wir kamen mit strahlendem lächeln im Zuhause unserer Freunde an, wurden jedoch mit betrübten Mienen empfangen.

„Habt Ihr die Nachrichten nicht gehört?“ fragten sie. „Welche Nachrichten?“, fragten wir zurück.

„Das Massaker an palästinensischen und libanesischen Zivilisten in und um die Lager Shabila und Sabra,“ lautete ihre traurige Antwort.

Man braucht nicht zu betonen, dass wir am Fernsehen klebten, um uns die spärlich eintreffenden Berichte aus den Lagern anzuhören und um uns die aufgeblähten Leichen von Frauen und Kindern anzusehen, welche auf den Bildschirmen gezeigt wurden.

Am 16. September, beginnend um 6:00 Uhr morgens, bis zum 18. September um 20:00 Uhr abends veranstaltete die von Israel bewaffnete libanesische Phalange-Miliz ein Massaker, während die israelische Armee die Lager umzingelt hielt und jeden an der Flucht hinderten.

Die amerikanische Reporterin Janet Lee Stevens, die als eine der ersten ausländischen Journalisten die Lager betrat, beschrieb die Szene.

„Kinder mit aufgeschlitzten Kehlen, ein schwangere Frau mit aufgerissenen Bauch, die Augen immer noch weit geöffnet und ihr geschwärztes Gesicht leise wimmernd vor Schrecken; unzählige Babys und Säuglinge, die erstochen oder deren Rippen auseinandergerissen waren und die auf Abfallhaufen geworfen wurden,“ bezeugte sie.

Zu der Zeit wusste ich nicht, dass meine Cousine Saleh und ihre Kinder unter denjenigen waren, die während der 36-stündigen Mord-Orgie dahingemetzelt wurden.

Ein Untersuchungsteam der UN kam 1983 zu dem Schluss, dass  „Israel die Verantwortung“ für die Morde an den Zivilisten trug.

Im selben Jahr kam die israelische Kahane-Kommission zu einem ähnlichen Schluss – sie klagte Ariel Sharon an, „persönliche Verantwortung“ für die Abschlachtung von Frauen und Kindern zu tragen.

Obwohl ihm die Tötung von mehr als 3000 Zivilisten zur Last gelegt wurde, weigerte sich Sharon, von seinem Posten als Verteidigungsminister zurückzutreten und sein Gönner, der israelische Premierminister Menachem Begin, wies alle Forderungen verächtlich zurück, ihn zu feuern.

Aufgrund des starken Druckes durch die Internationale Gemeinschaft und durch heftige Zivilproteste auf den Straßen von Tel Aviv willigte Sharon letztendlich ein, den Militärposten zu verlassen, verblieb aber trotzdem im Kabinett als Minister ohne Geschäftsbereich.

Weniger als zwei Jahrzehnte nach dem Massaker  wurde Ariel Scheinerman (so hieß es, bevor der Sohn eines weißrussischen Paares seinen Familiennamen in Sharon änderte) ins höchste Amt Israels gewählt und diente von 2001 an als Premierminister bis zu dem Zeitpunkt, als er im Jahre 2006 eine Gehirnblutung erlitt und ins Koma fiel.

Er trat in die Fußstapfen von zwei anderen Israelis: Isaac Shamir and Begin, die in den 1940er Jahren die britischen Fahndungslisten für die meistgesuchten Terroristen zierten.

Auch sie wurden für ihre mörderischen Beiträge zum Zionismus geehrt und erreichten das höchste politische Amt in der israelischen Regierung.

Das Massaker in Sabra und Shatilla war nur eine der terroristischen Errungenschaften Sharons im Namen Israels. Aufmerksamkeit erregte er erstmals im Jahre 1950, als er als einer der Führer der brutalen Einheit 101 der israelischen Armee diente.

Sharons erstes dekoriertes Massaker fand im Herbst 1953 statt, als seine Einheit das Dorf  Qibya angriff und die Häuser in die Luft sprengte; dabei wurden 69 Zivilisten einschließlich Kinder getötet, die alle friedlich in ihren Häusern schliefen.

Während Menschenrechtsorganisationen zusammen mit den Verwandten der ermordeten Zivilisten Sharons Entkommen vor der irdischen Justiz beklagen, nennen die moralisch verkommenen Führer der sogenannten Demokratien dieser Welt denselben Mann – der Frauen und Kinder massakrieren ließ – einen „Mann des Friedens“.

Im Andenken an meine Cousine Saleh und an alle Menschen, die er im Laufe seiner mörderischen Karriere massakriert hat, werde ich Sharon immer als einen mit Orden ausgezeichneten Schlächter im Gedenken behalten.

http://www.veteranstoday.com/2014/01/15/how-the-butcher-sharon-massacred-my-family/