Türkei und die Saudis erpressen EU

Ein saudischer Prinz, der in England lebt und nicht namentlich genannt werden will, behauptet, dass die Türkei und die Saudis über die Syrien-Politik der europäischen Regierungen verärgert seien und  sich darüber beschweren, dass die Europäer keine feste Entscheidung bezüglich der syrischen Entwicklungen treffen könnten.

Laut diesem Bericht sagte er weiterhin (im Hinblick auf Syrien): „Wir glauben, dass Bashar al-Assad schon jetzt gehen hätte müssen, wenn es den europäischen Regierungen mit Syrien ernst gewesen wäre. Die jüngsten Ereignisse mit der Intervention des russischen Militärs und die wiederholten Rückzugmaßnahmen der [von der Saudis und der Türkei] unterstützten Gruppen* sowie der Mord an Zahran Alloush hätten uns dann nicht unter [solchen] Druck gesetzt.“

*Jedoch hat bei der Pressekonferenz von John Kerry und Sergei Lawrow, die auf die Münchner Sitzung folgte, der russische Außenminister dargelegt, dass Ahrar al-Scham und Jaysh al-Islam ihre Verbindungen mit den terroristischen Gruppen öffentlich bestätigt haben. Ahrar al-Scham wird von der Türkei und Katar finanziert, verfügt über pakistanische Militärberater und hat sich zu Verbindungen mit den afghanischen Taliban bekannt. Jaysh al-Islam wird von Saudi-Arabien finanziert, hat Berater von Academi und brüstet sich damit, die Ideale von Osama bin Laden zu teilen und mit al-Qaida zusammenzuarbeiten. Zudem hat sein Gründer Zahran Alloush erklärt, er wolle das Land „säubern“ und offen dazu aufgerufen, alle Alawiten zu beseitigen.  https://po.neopresse.com/wichtiges/usa-und-russland-ein-buendnis-fuer-syrien/

Er führte weiter aus, dass beim jüngsten Besuch von Erdogan in Riad die zwei Staatsführer beschlossen hätten, Europa in ein stärkeres Engagement bei den Ereignissen in der Region zu verwickeln.

Laut dem Saudi-Prinzen ziehen Erdogan und Salman in Betracht, eine noch größere Flüchtlingswelle auf dem Weg nach Europa zu schicken, um die europäischen Behörden zu einer effektiven Unterstützung der Türkei und Saudi-Arabiens beim Sturz Assads zu zwingen.

Zur gleichen Zeit berichten einige Medien, dass – bedingt durch die heftigen russischen Angriffe auf Rakka – der ISIS vorhat, das Zentrum seines „Kalifats“ nach Sirte in Libyen zu verlegen.

Erst vor kurzem bezeichnete die europäische Webseite der Carnegie-Stiftung die Flüchtlingskrise und die Verlegung des Terrorzentrums aus Syrien nach Libyen als zwei wichtige Herausforderungen des Terrorismus, der Europas Sicherheit im Jahre 2016 bedrohen.

Quelle: http://www.veteranstoday.com/2016/04/07/saudi-prince-we-agreed-with-turkey-to-put-pressure-on-europe-using-isis/