Russland liefert weiterhin Waffen an Syrien

DUBAI, 13. November (RIA Novosti).

Russland hat nach Angaben von Wjatscheslaw Dsirkaln, Vizedirektor der Föderalen Behröde für militärtechnische Zusammenarbeit Russlands, seine Waffenlieferungen an Syrien im Rahmen der zuvor abgeschlossenen Verträge nicht abgebrochen.
„Da es keine Einschränkungen für die Waffenlieferungen an Syrien gibt, führt Russland alle seine Verpflichtungen im Rahmen der Verträge aus, die wir gegenüber diesem Land übernommen haben“, sagte er bei einer Pressekonferenz in Dubai.
Wie er weiter ausführte, hofft Russland darauf, seine Spitzenposition auf dem Rüstungsmarkt Nordafrikas zu bewahren. „Russland ist an einer Fortsetzung der gegenseitig vorteilhaften Zusammenarbeit mit der neuen Regierung Libyens sowohl zu den bereits vorbereiteten Abmachungen, als auch bei anderen zukunftsreichen Themen interessiert“, sagte Dsirkaln.
Zugleich äußere Russland seine Beunruhigung über das Schicksal der tragbaren Raketenabwehrkomplexe, die in die Hände der Kämpfer des Nationalen Übergangsrates gelangt sind, betonte er. „Russland hat einen Resolutionsentwurf für den Uno-Sicherheitsrat zur Kontrolle über diese Waffen vorbereitet.“
Laut Expertenschätzungen seien zum Zeitpunkt des Sturzes des Regimes von Muammar al-Gaddafi einige hundert Waffen dieser Art, darunter die russischen Waffen vom Typ Strela und Igla,  aus den Waffendepots Libyens gestohlen worden.
Zuvor hatte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen die neue Regierung Libyens aufgefordert, eine Ausfuhr von Waffen aus Libyen in andere Staaten nicht zuzulassen. Wie er betonte, bleibe das Embargo für die Waffenlieferungen an Libyen weiterhin in Kraft. Die Verantwortung für die Gewährleistung des Embargos tragen unter anderem Libyens Nachbarstaaten, betonte er.
http://de.rian.ru/security_and_military/20111113/261397238.html