Russland erhöht die Zahl der Kampfflugzeuge in Syrien

Russland hat vor, die Stärke der Fluggruppe auf der Basis Hmeimim durch die Überführung zusätzlicher Bomber SU-24 und SU-34 zu erhöhen, zum Flug nach Syrien sind Jagdflugzeuge SU-25 „Grach“ vorbereitet, jedoch ist der Befehl für ihren Abflug nach Syrien noch nicht gegeben, schreiben die russischen Massenmedien mit Bezug auf eine Quelle in militärisch-diplomatischen Kreisen.

gefunden auf fit4russland.com – 30.09.2016

Der Ausbau der russischen Fluggruppe geschieht vor dem Hintergrund der jüngsten Drohungen der Amerikaner, den sogenannten Plan B in Syrien zu aktivieren, was eine Intensivierung der US-Luftangriffe bedeutete, ausgeweiteten Einsatz der Kräfte der US-geführten Spezialeinheiten und die Erhöhung der Lieferung von Waffen an die „moderate Opposition“. Plan B entwickelten die amerikanischen Sicherheitsbehörden für den Fall des Scheiterns der Bemühungen des US-Außenministeriums um eine Verhandlungs-Einigung mit Russland.

„Zu diesem Zeitpunkt sind vorerst nur weitere Bomber Su-24 und Su-34 nach Syrien geflogen, die Su-25 sind immer noch auf russischem Territorium in Reserve“, sagte eine Quelle aus militärisch-diplomatischen Kreisen gegenüber der Iswestija. „Bei Bedarf wird die Gruppierung der VKS innerhalb von 2-3 Tagen mit Su-25 verstärkt. Diese Jagdflugzeuge Su-25 sind bereits ausgewählt und bereit zum Flug zur Basis Hmeimim; deren Besatzungen befinden sich jetzt in Bereitschaft und Erwartung der Befehle vom Oberkommando.

Gemäß dem Gesprächspartner der Iswestija war die Verstärkung der russischen Gruppe bis jetzt nicht außergewöhnlich gross und trug hauptsächlich den Charakter normaler, geplanter Rotation.

„In Richtung Syrien sind einige Bomber Su-24 (mit dem Komplex der SVP-24 ausgestattet) und Su-34 abgeflogen. Auch fand derzeit im Rahmen der Fluggruppe ein Ersatz jener Maschinen statt, die zuvor nach Russland zurückgekehrt waren, um hier die Durchführung der reglementierten Arbeiten von Wartung und Pflege durchzuführen“, hatte die Quelle erläutert.

Die russischen Politologen stellen fest, dass durch die Verstärkung seiner Gruppierung in Syrien Moskau die Bereitschaft zu einschneidenden Maßnahmen im Falle von Erfolgslosigkeit im Verhandlungsprozess trotz russischer diplomatischen Anstrengungen und Kompromissbereitschaft demonstriert.

Der Vorsitzende des Rates für Außen- und Verteidigungspolitik Fjodor Lukjanow sagte, dass der Ausbau der Streitkräfte als eine Reaktion auf die tatsächlich stattgefundene Vereitelung der Waffenruhe durch „versehentliche“ US-Angriffe auf die SAA betrachtet werden kann.

„Leider sind die Friedensbemühungen in eine Sackgasse geraten, und die Regierungstruppen sind noch nicht allein in der Lage, den entscheidenden Sieg im Krieg zu erreichen. Daher müssen wir wieder zu den Anfängen zurückkehren, erneut bis auf jenen Umfang der Intervention ausweiten, die bis März dieses Jahres so außerordentlich erfolgreich war„, erklärte der Analyst.

Fjodor Lukjanow wies darauf hin, dass die russischen Luftfahrt- und Weltraumstreitkräfte eine wesentliche Hilfe für die syrische Armee sind. Die SAA ist inzwischen sehr erschöpft von dem langen, ungleichen Stellvertreterkrieg des Westens um die Verlegung von Öl-Pipelines und die Umzingelung des Iran. Deswegen ist sogar der Ausgang der Schlacht um Aleppo schwierig vorherzusagen, obwohl die Terroristen eingekesselt sind.

„Bisher kann niemand den entscheidenden Sieg erringen, und dies bedeutet, dass die Verhandlungen früher oder später wieder aufgenommen werden müssen, vielleicht erst nach dem Wechsel der Regierung im Weißen Haus“, meint der Analyst. „In der Zwischenzeit versucht jede der Kriegsparteien, den Sieg bei Aleppo zu erringen um die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten zu wenden und somit einen unschätzbaren Vorteil bei zukünftigen Verhandlungen zu erhalten.“

Quelle