NATO-Aufmarsch durch Deutschland: Die Karawane rollt

Nach einem Bericht auf „augengeradeaus.net“ macht sich die U.S. Army bereit für einen stärkeren Aufmarsch durch Deutschland hindurch. Die USA haben demnach ohnehin ihre Präsenz in Europa in den zurückliegenden beiden Jahren erheblich ausgebaut. Nun soll die „Operation Atlantic Resolve“ dies mit „zwei zusätzlichen US-Kampfbrigaden“ eindrucksvoll demonstrieren.

Viel Geld für die US-Army

Die US-Army hat dem Bericht zufolge ohnehin schon sehr viel Geld in den Kassen – bezogen auf die „European Deterrence Initiative“, die auf die „Verteidigung“ Europas oder in Europa abzielt. 2017 standen der Truppe bereits 3,4 Milliarden Dollar zur Verfügung, im laufenden Jahr sind es bereits 6,7 Milliarden Dollar.

In den kommenden Wochen sollen nun weitere Aufmärsche durch Deutschland sowie in Deutschland stattfinden. „Teile der Panzerbrigade“ sollen vom Anlandehafen in Antwerpen „quer durch Deutschland zum Haupt-Stationierungsort Zagan in Polen“ auch auf den Straßen in Deutschland „zurückgelegt“ werden. Die Route führt durch Nordrhein-Westfalen, durch Niedersachsen, durch Sachsen-Anhalt, Brandenburg und schließlich auch Sachsen. Diese Präsenz solle abschreckenden Effekt haben, wie der deutsche Brigadegeneral Hartmut Renk als Organisator betont. „Wir wollen jedem potenziellen Gegner deutlich machen, dass es gegen die NATO und NATO-Europa keine militärische Option gibt“.

Der hier zitierte Bericht vermutet indes, dass die Abschreckung nicht nur mit Blick auf Russland vorangetrieben wird, sondern sich auch an die Bevölkerung in Deutschland richtet, um die Sinnhaftigkeit dieser Aufmärsche zu verdeutlichen. So halten die Truppen in verschiedenen Kasernen an – um ggf. die „Leute zu informieren“.

Unter dem Strich bleibt stehen, dass die US-Präsenz in Richtung Osten und dabei auch in Deutschland offensichtlich wieder vorangetrieben wird. Donald Trump hatte in seinen öffentlichen Äußerungen betont, die US-Truppen würden sich insgesamt zurückziehen. Offensichtlich geht es hier nicht um direkte Kriegsvorbereitung – dies würde nicht in aller Öffentlichkeit angekündigt. Und dennoch sind dies nach Meinung von Beobachtern kritische Signale.