IRAN – ATOMPROGRAMM: US-GESPRÄCHE NACH NEUEN SANKTIONEN AUSGESETZT

IRAN – ATOMPROGRAMM: US-GESPRÄCHE NACH NEUEN SANKTIONEN AUSGESETZT

Selten habe ich meine Analyse so klar bestätigt gefunden wie in diesem konsequenten, mutigen und lobenswerten Schritt des iranischen Revolutionsführers.
Die USA betreiben auf einem seit Jahrzehnten bestehenden Lügengebäude, mit dem Hintergrund bewaffneter räuberischer Erpressung, eine Politik der „Entwicklungsverweigerung“.
Iran hat diesem üblen Spiel lange genug zugesehen, hat bis zu vier Flugzeugträgergruppen an seinen Küsten oder in der Nachbarschaft auffahren und wieder abrücken gesehen, muss Terrorattentate auf seinem Territorium ebenso ertragen wie Angriffe aus Washington finanzierter Kurdengruppen. Gestern wurden auch noch die Sanktionen verschärft (s. mein Beitrag hier von gestern Nacht) – bevor die Gespräche mit den USA überhaupt begonnen hatten. Sie betreffen auch einen offenbar ultragefährlichen „Terroristen“ – nämlich den IRIB-Chef Ezzatollah Zarghami persönlich.
Ich möchte nicht wissen, was für ein empörtes Geschrei sich erheben würde, wenn Iran den ZDF-Intendanten sanktionieren würde – wofür der ja durch permanente Fehlberichterstattung und regelrechte Hetzpolitik wirklich jede Vorlage geliefert hat…
Niemand, der politisch noch ganz bei Trost ist, kann die US-Politik im Fall Iran noch nachvollziehen, es ist annähernd lächerlich.
kurz vor Mitternacht:
IRAN – SANKTIONEN – ATOMPROGRAMM
Am Montag hatte ich im (deutschsprachigen) IRIB-Interview noch über die „Entwicklungsverbotszone Iran“ spekuliert – und über intensives MITWISSEN UND MITWIRKEN DER CIA AM IRANISCHEN ATOMWAFFENPROGRAMM VON ANFANG AN. Als Iran dann 2003 die Waffenforschung einstellte, wie auch von den USA korrekt verzeichnet, mochte Washington ganz offensichtlich noch nicht so recht auf dieses goldene Propaganda-Ei des Jahres 1974 verzichten, als Pakistan mit Feuereifer sein Atomprojekt weltweit vermarktete – mit vollem Wissen der USA.
Vgl. „Deception“, von den „Guardian„-Autoren Adrian Levy & Catherine Scott-Clark, die alle Fakten gesammelt haben – aber die hinterhältig aggressive Planung Washingtons mit keinem Wort andeuten. Im Gespräch haben die beiden glatt abgestritten, dass es diese Gedankengänge in Washington gegeben habe: ‚Wer von den Pakistan Atom(waffen)technologie kauft, liefert sich uns ans Messer‘.
Für eine Neuauflage des irakischen „oil for food“-Systems fehlt im Fall Iran jede Voraussetzung.
Zwei interessante Beobachtungen:
Über diese neuen Sanktionen wird nicht breit berichtet, und: Der IRIB-Chef, Ezzatollah Zarghami, wird namentlich darin erwähnt (s. link: RFE/RL). Herzlichen Glückwunsch, er muss ein paar Dinge richtig gemacht haben!
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