Für 800 Milliarden Euro Gas vor Zypern – Ankara warnt vor Ausbeutung

Ankara (RIA Novosti/IRIB) – Die Türkei wird laut ranghohen türkischen Beamten gegen jegliche Versuche Zyperns vorgehen, die Erdgasvorkommen in seinem Territorialgewässer für die Mobilisierung von Investitionen und die Rettung der eigenen Wirtschaft einzusetzen.
„Diese Vorkommen gehören den beiden Volksgruppen, und deren künftige Ausbeutung darf nicht ausschließlich vom Willen Südzyperns abhängen“, sagte eine Quelle in der türkischen Regierung der Agentur Reuters. „Wir könnten diese Frage nicht nur in der Europäischen Union aufwerfen, sondern auch andere politische und rechtliche Kanäle nutzen“, fügte die Quelle hinzu, ohne auf Einzelheiten einzugehen.
Wenn Nikosia bis zum Montag nicht etwa sechs Milliarden Euro für die Tilgung der internationalen Anleihen sammelt, so drohen Zypern der Finanzzusammenbruch und der Ausstieg aus der Eurozone. Die Behörden des Landes versprechen, die Kredite mit Einnahmen aus Gasvorkommen zu tilgen. Die Gasvorkommen, die in den letzten zehn Jahren entdeckt worden waren, sind die größten am Schelf Südzyperns. Im Herbst 2012 hatten Amtspersonen die dortigen Gasvorräte auf 1, 7 Billionen Kubikmeter geschätzt. Der Reingewinn aus ihrer Ausbeutung soll über 800 Milliarden Euro betragen.