Eine Soros- Farbenrevolution in Brasilien?

Eine Leserzuschrift aus Brasilien:

Farbenrevolution in Brasilien?

Nachricht:
ich grüsse dich aus dem fernen Brasilien. Ich wohne seit 2013 mit meiner Familie in Salvador-Bahia.  Ich bezeichne mich gerne als einen der ersten Flüchtlinge aus Deutschland.brasil3
Heute am 13.03.16 ist der Beginn der Farbenrevolution in Brasilien. In allen größeren Städten und Hauptstädten gab es bisher friedliche Demonstrationen gegen die gewählte Regierung von Präsidentin Dilma Russef. Die Polizei spricht von Landesweit 3,4 Millionen Demonstranten, die „Organisatoren“ sprechen von 6,4 Millionen Teilnehmern. Das Korruption in der brasilianischen Politik tief verwurzelt ist, ist ja nichts neues. Sag mir einen Ort der Welt, wo es nicht so ist. Was mir bei der Berichterstattung allerdings auffiel, war folgendes. Es waren keine spontanen Demonstrationen oder Wutausbrüche. Es war alles bestens organisiert und sicher lange vorbereitet. Fast alle Demonstranten waren Gelb-Grün gekleidet. Es waren in allen Städten riesige gelb-grüne Banner zu sehen und unzählig viele gelb-grüne Luftballons. Auch die Slogans waren allerorten gleich. Bisher blieb zum Glück alles friedlich, was sich hier allerdings sehr schnell ändern kann.
Was ich sehe, ist, dass ein weiteres lateinamerikanisches Land neu geordnet werden soll. Die links gerichteten Regierung sollen entfernt werden, damit wieder Hunde an die Macht kommen, die nach Washingtons Pfeife tanzen.
Würde mich freuen, wenn du diese Information mit deinen Lesern teilst.
brasil6
Würde mich nicht wundern, wenn die „Organisatoren“ mit den vielen Stiftungen von George Soros verbunden sind. Anbei ein paar Bilder, die das Ausmaß der bisher friedlichen Proteste zeigen. In fast allen größeren Städten des Landes waren die Slogans und Logos gleich.
„Impeachment Ja“ ist einer der Hauptschlagworte …….
Es wird ein englischer Begriff gewählt, obwohl die Mehrheit sehr schlecht Englisch spricht. Außerdem wird auf Transparenten nach dem Militär gerufen.brasil4
Alles gute und viele Grüße aus Brasilien
Martin
***********************************
Hierzu ein Artikel von Einar Schleret heinartysken vom September 2014:

ZWEI LÄNDER – VENEZUELA + BRASILIEN werden von USA attackiert. 2. Teil: Brasilien
Teil 2: BRASILIEN

Einar Schlereth, 25. September 2014
Nil Nikandrov, der uns bereits von The 4thmedia.org bekannt ist, hat einen wichtigen Artikel zu Brasilien geschrieben, den ich leider zusammenfassen muss, da ich mein Schreibsoll heute schon überzogen habe.

Marina Silva

Former Brazilian Environment Minister and presidential candidate of the Green Party Marina Silva, speaks during a business forum promoted by the LIDE (Business Leaders Group) in Sao Paulo, Brazil on May 17, 2010. AFP PHOTO / Nelson ALMEIDA

Former Brazilian Environment Minister and presidential candidate of the Green Party Marina Silva, speaks during a business forum promoted by the LIDE (Business Leaders Group) in Sao Paulo, Brazil on May 17, 2010. AFP PHOTO / Nelson ALMEIDA


Nil berichtet, dass Washington eine große Propaganda-Kampagne lanciert hat zu Gunsten von Marina Silva, die sich für die Brasilianische Sozialistische Partei als Kandidatin für die kommenden Präsidentschaftswahlen aufstellen ließ. Wenn wundert es? Alle ‚Sozialisten‘ (wie etwas Hollande) sind heutzutage Vorkämpfer für das Imperium. Man behauptet auch schon ihren sicheren Sieg. Das aber, meint Nil beruht auf sehr unsicherer Grundlage.
Die US-Experten rechnen damit, dass Silva auch die Stimmen der Brasilianischen Sozialdemokratischen Partei bekommen wird, wodurch sie 60 % der Stimmen erhalten würde und Dilma Rousseff ohne Chance bliebe.
Unabhängige Beobachter halten dies für Wunschdenken, warnen aber vor möglichen Wahlfälschungen. À la Schottland etwa.
So hat der frühere Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, der Dilma Rousseff unterstützt, auch gezweifelt, dass Silva eine Chance haben wird. Doch warnt er vor bestimmten Medien, die eine echte Bedrohung sein könnten. Sie nutzen die aktuellen Schwierigkeiten aus, die durch die angelaufenen sozialen und ökonomischen Reformen aufgetreten sind.
Aber Lula äußerte, dass er hoffe, dass die Wahrheit über die Lügen siegen werde. Woraufhin Silva in einem Interview mit einer Zeitung theatralisch in Tränen ausbrach (wie Cameron, der auch beinahe weinte beim Gedanken, dass Schottland sich trennen würde), weil sie nicht mit dem früheren Präsidenten rechten will.
Lula antwortete sofort, dass Marina Silva nicht lügen und Tränen vergießen müsse. Sie habe andere Gründe, um zu heulen. Damit spielte er darauf an, dass Silva für 25 Jahre eine frühere Mitarbeiterin von ihm war und selbst nicht glaube, dass sie siegen könne.
Sie war zu seiner Zeit Senatorin und wurde in seiner Regierung Umweltministerin. Aus der Zeit – seit 1980 – stamme das Interesse Washingtons an ihr und man überhäufte sie mit Auszeichnungen.
Und man fand in ihr ein gefügiges Instrument, das man gerne gegen die selbstbewusstere und weniger gefügige Dilma Rousseff austauschen möchte. Und um ganz sicher zu gehen, eliminierte man vorsorglich einen gefährlichen Kandidaten in der Sozialistischen Partei, Eduardo Campos. Sein Flugzeug stürzte bedauernswerter Weise ab. Kommt ja vor. Dadurch wurde jedenfalls der Weg für Washingtons Silva frei, was zweifelsohne nicht ganz ungefährlich für Dilma Rousseff war.

Dilma Rousseff

dilma roussef

Dilma Roussef


Denn auch Dilma war klar, dass mit einer pro-US-Silva solche Erklärungen wie von Dilma, dass das US-Abhören in Brasilien unakzeptabel sei oder Brasiliens Unterstützung für Unasur und Mercosur (der durch Chávez initiierte gemeinsame Markt) der Vergangenheit angehören würden. Natürlich würde sich auch Silva für die berühmten US-Freihandels-Abkommen stark machen – die nur einer Partei nutzen und zwar den USA.
Und an dem Programm der BRICS hat die liebe Silva auch keinerlei Interesse. Erst recht ist sie in keiner Weise an der Stärkung der Beziehungen zu Russland und China interessiert. Man sieht, dass das Brainwashing ein hundertprozentiger Erfolg gewesen ist.
Wie Nil Nikandrov sagt: „Alles, was die Verwaltung von Luiz Inácio Lula und Dilma Rousseff bislang erreicht haben, wird den Bach hinuntergehen, um der Macht in Nordamerika zu Gefallen zu sein.“
Der Vorwahlkampf (am 5. Oktober findet der erste Wahldurchgang statt) ist schon sehr heftig geworden. Für Silva scheint die Aufgabe zu schwer zu werden. Sie gibt Erklärungen ab, die sie dann widerruft, je nachdem, wie das Publikum reagiert. Sie wollte die Eröl-Produktion reduzieren, aber als sie nicht erklären konnte, warum, hatte sie das nicht so gemeint. Sie war gegen die Schwulenhochzeiten. Denn Marina Silva ist evangelisch und gehört der konservativen Assembly of God an, weswegen sie natürlich nicht für gleichgeschlechtliche Hochzeiten sein konnte. Aber da kam aus Washington die Gegenorder und sie spurte sofort. Kurz gesagt, gibt sie kein gutes Bild ab. Sie verspricht das Blaue vom Himmel (Obama-Change), aber wenn gefragt, wie sie das finanzieren wolle, fängt sie zu schwafeln an und bleibt eine konkrete Antwort schuldig.
In Fernsehdebatten mit ihr schloss Silva gegen die gewievte Dilma nicht gut ab. Dilma soll geäußert haben, dass jemand mit so unsicheren Ansichten und Überzeugungen kaum ein Land regieren könne.
Und immer mehr Brasilianer merken auch, dass Silva die Politik des Landes radikal ändern und das Land in die Katastrophe führen würde. Aber das ist genau, was die „Strippenzieher“ in Washington erreichen wollen.
Sie wollen Bedingungen für eine „Farbenrevolution“ schaffen. Krawalle in den Straßen, ein paar Scharfschützen sind schnell zur Hand, und schon bekommt man die schönsten Beispiele, wie das ‚arme Volk‘ von der ‚bösen Dilma‘ unterdrückt wird. Das Ganze nennt man dann „spontane zivile Proteste“.
Die USA schicken auch schon mehr in solchen Dingen erfahrene Leute in ihre Botschaft in Brasilien. Die CIA-Station ist schon bis zum Rand voll mit erfahrenen Meuchelmördern. Oberst Samuel Prugh ist der höchste Verteidigungsbeamte und Attaché in Brasilien. Er hat große Erfahrung und kennt das Land und jede Menge Leute in der Armee.
Immer mal wieder benutzen die Brasilianer geschützte diplomatische Kanäle, um Washington wissen zu lassen, dass man hier einen Agenten in der Ölindustrie entlarvt habe und dort einen in den bewaffneten Streitkräften, aber derlei Vorfälle dringen nie an die Öffentlichkeit.
Nach dem NSA-Skandal über die US-Spionage in Brasiliens Ölindustrie verlangte die Regierung eine öffentliche Entschuldigung. aber natürlich pfiff Washington darauf und intensivierte im Gegenteil die Spionage im Land. Die USA schickte noch mehr Leute in ihre Konsulate. Das Generalkonsulat in Rio de Janeiro schlägt alle Rekorde. Es hat 500 Angestellte, von denen 300, wie der Konsul John Cremer mit unschuldigem Augenaufschlag beteuert, Tag und Nacht beschäftigt seien, um Visa-Gesuche zu erledigen. Früher habe es 6 Monate gedauert und jetzt nur noch ein bis zwei Wochen, sagte er.
Nil Nikandrov fragt sich: „Sind die Konsulat-Beamten wirklich so beschäftigt, Visa auszustellen oder sind sie eifrig dabei, einen „arabischen Frühling“ vorzubereiten oder einen „ukrainischen Maidan“ unter der Vormundschaft von den US- Spezialeinheiten? Die Zeit wird es uns lehren.“
Quelle: http://einarschlereth.blogspot.de/2014/09/zwei-lander-venezuela-brasilien-unter.html