Die Barschel-Verschwörungstheorie

Die Barschel-Verschwörungstheorie
Uwe Barschel, Ministerpräsident Schleswig-Holsteins und CDU-Mitglied, verstarb kurz nach dem Bekanntwerden der Barschel-Affäre. In diesem politischen Skandal wurden manipulatorische Maßnahmen gegen seinen politischen Gegner aufgedeckt.

Was ist laut Barschel-Verschwörungstheorie passiert?
Die Barschel-Affäre veranlasste den Ministerpräsidenten, am 25. September 1987 die Stellungnahme seines Rücktritts zum 2. Oktober des gleichen Jahres abzugeben. Neun Tage später wurde Uwe Barschel im Hotel Hotel Beau-Rivage in Genf tot in der Badewanne aufgefunden. Das Foto des toten Barschel in der Badewanne auf dem Cover des Magazins Stern ist bundesweit bekannt. Die offizielle Todesursache ist eine Medikamentenvergiftung, vollständig geklärt werden konnte Barschels Tod allerdings nie. Die Barschel-Verschwörungstheorie geht davon aus, dass es sich um Mord in Verbindung mit der Barschel-Affäre handeln könnte.

Die Hintergründe der Barschel-Verschwörungstheorie
Für den Landtagswahlkampf hatte Barschel sich den Journalisten Reiner Pfeiffer vom Axel Springer Verlag vermitteln lassen, der für die Medienbeobachtung zuständig war. Deswegen wird der politische Skandal häufig auch Barschel-Pfeiffer-Affäre genannt. Pfeiffer soll bei Barschels Gegner Engholm unter falschem Namen als Arzt angerufen und ihm die Nachricht überbracht haben, er sei an AIDS erkrankt, eine anonyme Anzeige wegen Steuerhinterziehung gegen Engholm erstattet und weitere gezielte Aktionen gegen Engholm initiiert haben. Dies sei allerdings nicht von Uwe Barschel gewollt oder angestoßen worden sein, wie er in einem Ehrenwort an die Bevölkerung angab und auch eidesstattlich versicherte. Nachdem aber Zweifel an Barschels Unschuld aufkamen, trat dieser von seinem Amt zurück und verstarb kurze Zeit danach unter unklaren Umständen.