Der Tod des Kalifen und das Ende des islamischen Staates

Der Stab der irakischen Armee kündigte die baldige Befreiung von Mosul an. Unter der strengen Kontrolle der Militärzensur unterstreichen die Medien die Eroberung der Ruinen der Al-Nouri Moschee, wo der Kalif Abou Bakr al-Baghdadi seinen Sieg angekündigt hatte. Premierminister Haider al-Abadi schloss daraus, dass das wirkliche Ende von Daesch gekommen ist.

voltairenet.org – 04. Juni 2017

NEGROPONTE

John Negroponte

In Wirklichkeit ist Daesch ein durch John Negroponte, dem ehemaligen US-Nationalen Geheimdienstleiter, geschaffenes Werkzeug, das aus bewaffneten Gruppen aufgebaut wurde, die vom britischen MI6 gesteuert werden. Während die Obama-Administration ihn beauftragt hatte, ein „Sunnistan“ zu erstellen, um die Seidenstraße abzuschneiden, die China über Teheran, Bagdad und Damaskus an das Mittelmeer  anbindet, hat sich die Trump-Verwaltung gegen die Bildung dieses Staates ausgesprochen. Die gegen die beiden wichtigsten Städte Mosul (Irak) und Rakka (Syrien) geführten Operationen sollten eigentlich den Teufel wieder in seine Flasche zurückbringen und das Terrorsystem so herstellen, wie es zum Zeitpunkt der al-Kaida war.

Das Weiße Haus bekehrt sich zur Demokratie

Auf dieser von Robin Wright in der New York Times im Jahr 2013 herausgegebenen Karte unterscheidet man das Sunnistan, das ISIS im Juni 2014 schaffen und wo es das Kalifat verkünden sollte, und das Kurdistan, das Frankreich und Israel jetzt erstellen möchten. Es sei darauf hingewiesen, dass diese Karte nichts für die Christen vorsieht, die nach Europa deportiert oder ausgerottet werden sollen.

Die vorzeitigen Aussagen der irakischen Beamten scheinen auf das Anliegen von Washington zu reagieren, um Moskaus Nachricht von dem durch die russische Armee verursachten Tod des Daesch-Kalifen Abu Bakr al-Baghdadi zu überdecken.

Übersetzung: Horst Frohlich

Quelle