Der Irre von Tel Aviv: Irans Atomwaffen-Pläne nur durch militärische Drohung zu stoppen

TEL AVIV, 19.Februar (RIA Novosti)

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat den jüngsten Kernwaffentest in Nordkorea als neuen Beweis dafür bezeichnet, dass nicht durch Androhung von Gewaltanwendung untermauerte Sanktionen nicht in der Lage sind, den Iran auf dem Weg zum Besitz einer Atombombe zu stoppen.
Vor einer Woche führte Nordkorea ungeachtet der UN-Sanktionen, die nach den Kernwaffentests in den Jahren 2006 und 2009 verhängt worden waren, den dritten unterirdischen Kernwaffentest durch.
„Haben die harten Sanktionen Nordkorea gestoppt? Nein. Das Echo seiner Kernwaffenexplosion ist überall im Nahen Osten, insbesondere im Iran, zu vernehmen. (…) Die Sanktionen per se werden dem iranischen Atomprogramm kein Ende setzen. Sie müssen durch eine militärische Bedrohung ergänzt werden. Widrigenfalls gibt es keine Chancen, das Programm zu stoppen“, sagte Netanjahu in Jerusalem vor den Spitzenvertretern  ausländischer jüdischer Gemeinden.
Er warf dem Iran, der das Bestehen der militärischen Komponente in seinem Atomprogramm in Abrede stellt, die Beschleunigung des Tempos bei der Urananreicherung vor und versprach, die iranische atomare Bedrohung zum Hauptthema seiner Verhandlungen mit US-Präsident Barack Obama zu machen, der im März nach Israel kommt.
In seiner Rede vor der UN-Vollversammlung im September hatte der israelische Premier betont, dass der Iran in der Lage sei, bereits 2013 hinreichend angereichertes Uran für die Herstellung seiner ersten Atombombe zu produzieren.
http://de.rian.ru/security_and_military/20130219/265561192.html