Der fidele Castro hat wenigstens noch Humor

Der Ex-Präsident Kubas nimmt auch im Ruhestand kein Blatt vor den Mund, wenn es um den kapitalistischen Nachbarn geht. Als nächster US-Präsident wäre für ihn ein Roboter die vernünftigere Alternative.

Kommentar: Fidel Castro hat wenigstens noch Humor. Aber angesichts der katastrophalen Politik der Politiker allerorten ist man schon geneigt zu glauben, dess es sich bei diesen Leuten um ferngesteurte Roboter handeln könnte. Oder sind sie es gar?[Kommentar Ende]

Havanna – Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro hat die Wahl eines Roboters ins Weiße Haus vorgeschlagen. Unter dem Titel „Der beste Präsident für die USA“ veröffentlichte Castro am Montag seinen Vorschlag in einem seiner Artikel für die kubanische Staatspresse. Der Roboter müsse in der Lage sein, „einen die Menschheit auslöschenden Krieg zu verhindern“, schrieb Castro. Er gab sich überzeugt, dass 90 Prozent der Wahlberechtigten in den USA einen solchen Roboter zum Präsidenten wählen würden.

Unter den US-Präsidentschaftsbewerbern sah Castro keinen geeigneten Kandidaten. Die Bewerber der Republikaner hätten „mehr Atombomben“ im Gepäck als Friedensbotschaften und Amtsinhaber Barack Obama sei um „Lichtjahre weiter von Martin Luther Kings Träumen entfernt als der nächste bewohnte Planet“.

Der 85-jährige Revolutionsführer veröffentlicht regelmäßig seine „Reflexionen“ zur Weltpolitik. Vergangene Woche schrieb er, die Welt gehe unerbittlich auf den Abgrund zu. (APA)

Zitat von Fidel Castro:

„Eine der größten Errungenschaften unserer Revolution ist, dass selbst unsere Prostituierten Akademiker sind“

Castro 2003 im Dokumentarfilm „Comandante“ des US-Regisseurs Oliver Stone.