Danke, Anton Hofreiter (Grüne): Die Republik hatte viel Spaß….

Anton Hofreiter steht zur Wahl: Bald wird die Bundestagsfraktion der Grünen über ihre neue Spitze entscheiden und Anton Hofreiter muss sich auf der männlichen Seite der Doppelspitze gegen Cem Özdemir durchsetzen. Beobachter erinnern an einige Highlights aus der Zeit des grünen „Bayern“.

Hofreiter: Hört auf zu arbeiten

Im Sommer erheiterte er die Republik ungewollt mit der Forderung, es könne oder müsse doch hitzefrei für alle Arbeitnehmer geben. Der „Spitzenpolitiker“ jedoch hatte übersehen, dass wahrscheinlich Milliarden Menschen Jahr für Jahr unter größter Hitze arbeiten müssen. Wollten wir also allen im Sinne eines allgemeinen Menschenrechtes „hitzefrei“ spendieren, stünde die Welt still. Seinen Vorschlag bezog er sicher nur auf unser Land. Dies jedoch wäre auf Basis dieser Überlegung – rassistisch oder nationalistisch.

Anton Hofreiter war es auch, der dramatisch höhere Spritpreise gefordert hatte. Zur Abschreckung, gewissermaßen. Die eigentliche Herausforderung für den individuellen Verkehr mit Autos ist jedoch schon lange nicht der Ölpreis und dessen Steuerungswirkung, sondern die Entwicklung alternativer Antriebsenergien. Bis dato sind auch die „Grünen“ in diesem Bereich noch nicht besonders innovativ gewesen, so der Eindruck. Die E-Mobilität ist bis dato über die Versprechungen hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Leistung, also der Lebensdauer einer Akkuladung nicht hinausgekommen. Insofern auch die Wasserstoff-Technologie sich in Deutschland nicht durchgesetzt hat, wäre Hofreiters Engagement an der Stelle wohl angemessener.

Anton Hofreiter war es auch, der sinngemäß das Bahnfahren erleichtern wollte. Er forderte eine Art „Büroraum“ in Zügen, sodass sich die Zugfahrten noch besser nutzen ließen (und attraktiver würden). Die Deutsche Bahn, auf die der Staat noch heute Zugriff hat, ist jedoch schon ausgelastet mit dem Versuch, die Strecken zeitgerecht zu bedienen und im nächsten Schritt das Netz wieder zu erweitern. Daran dürfte die Bahn jedoch scheitern, da der Bund ohnehin seit langen Jahren nicht mehr (mit-)investiert. Herr Hofreiter jedoch denkt an die Ausstattung der Bahnen….

Und so steht Hofreiter für viel Symbolpolitik und wenig Vorschläge. Cem Özdemir nur war vor einem Jahr an derselben Stelle in der Fraktion nicht sehr beliebt – es wird spannend zu sehen, wie dieses Dilemma sich auflöst…. Bleiben Sie dran….