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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Verbraucher in der sogenannten Grundversorgung zahlen jährlich rund 1,15 Milliarden Euro mehr für ihre Energie als Verbraucher, die den Tarif gewechselt haben. Das ergibt eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), die die Grundversorgungstarife mit den mittleren Preisen anderer Anbieter verglichen hat und über die der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet. Ein Grundversorger ist gesetzlich verpflichtet, all jene Verbraucher mit Strom und Gas zu versorgen, die nicht selbst zu einem anderen Energielieferanten wechseln.

Manche tun dies aus Trägheit nicht, andere werden wegen schlechter Bonität von keinem neuen Anbieter übernommen. Die Grundversorgung deckte 2016 rund 31 Prozent des Stromverbrauchs und 22 Prozent des Gasverbrauchs der privaten Haushalte ab, Lieferanten sind meist große Energiekonzerne wie RWE und Eon. Die Grundversorger können ihre Preise weitgehend frei gestalten und streichen laut Verbraucherschützern hohe Margen ein, teils auf Kosten der sozial Schwachen. Um die Verbraucher zu entlasten, fordert die FES nun, die Grundversorgung künftig auszuschreiben. So würde nicht mehr wie bislang das Unternehmen mit den meisten Kunden diese Leistung erbringen, sondern die Firma, die das günstigste Angebot macht.

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