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Nach Ansicht des Mainzer Politikwissenschaftlers Kai Arzheimer könnte die AfD nach dem Beschluss des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), sich die Partei genauer anzusehen, zugunsten der Wähler geschwächt werden. „Wenn als Ergebnis der Prüfung die gesamte Partei unter die Lupe genommen und im Verfassungsschutz-Bericht des Bundesamtes erwähnt wird, wird dies viele Wähler abschrecken, die sich nicht als Rechtsextreme sehen“, sagte Arzheimer dem Handelsblatt (Mittwochsausgabe). Gegenwärtig ist der „große Vorteil“ der AfD gegenüber der NPD und anderen Parteien auf der rechten Seite „dass sie nicht mit dem Stigma des Anti-Konstitutionalismus verunreinigt wurde“.

Arzheimer erwartet nicht, dass der thüringische AfD-Chef Björn Höcke seine Position in der Partei festigen kann. Hintergrund ist, dass auch das Bundesamt für Verfassungsschutz die AfD-Sammelbewegung „The Wing“ um Höcke stärker ins Visier nehmen will und dass sich der Chef der Bundespartei daher als Schützer präsentieren kann. Die Zeitung berichtet, dass AfD-Chef Alexander Gauland bereits entsprechende Hinweise gegeben hat. Er glaube nicht an die Stärkung Höckes, sagte Arzheimer. „In den letzten Monaten hat sich die Parteiführung intensiv um Beobachtungen bemüht und einige der Regionalverbände der Jungen Alternative proaktiv aufgelöst“, so der Politikwissenschaftler weiter. „Wenn man zu dem Schluss kommen sollte, dass nur Höcke und seine Anhänger beobachtet werden, würde sich die Parteiführung sehr schnell von ihm entfernen und es könnte zu einer Spaltung der Partei kommen“, sagte Arzheimer.

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