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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Politiker fordern als Konsequenz aus den jahrelangen Bauverzögerungen beim Hauptstadtflughafen BER die Aufsichtsräte öffentlicher Unternehmen künftig mit mehr Fachleuten zu besetzen. In einem effektiv arbeitenden Aufsichtsrat müssten „genügend Mitglieder mit entsprechender Fachkompetenz und Erfahrung“ vertreten sein, sagte der Grünen-Wirtschaftspolitiker Dieter Janecek dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe). Ähnlich sieht es Unionsfraktionsvize Ulrich Lange (CSU): „Die Aufsichtsräte von öffentlichen Unternehmen sind auch auf Fachexpertise angewiesen, die erfahrene Unternehmensvertreter einbringen sollten.“

Nach Ansicht von Berlins CDU-Chef Kai Wegner haben im Fall des BER, dessen Eigentümer neben dem Bund die Länder Berlin und Brandenburg sind, neben Pech und Pannen vor allem „schlechte Verträge und fehlende Kontrolle“ zur jahrelangen Verzögerung geführt. „Darum hat die CDU schon vor vielen Jahren gesagt, dass wir Experten im BER-Aufsichtsrat brauchen“, sagte Wegner dem „Handelsblatt“. Die FDP fordert, dass sich die Politik künftig aus der Planung und Umsetzung großer Bauvorhaben weitgehend heraushält. Bei einem Projekt in der Größenordnung des BER dürfe nicht der Staat als Generalunternehmer auftreten, sagte die Vize-Vorsitzende des Bundestagsverkehrsausschusses, Daniela Kluckert (FDP), dem „Handelsblatt“. Und weiter: „Wenn die öffentliche Hand die Planung übernimmt – und zwar bis ins kleinste Detail – und dann selbst baut, dann führt das zu nichts anderem als Chaos.“

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