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Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, hat die Forderung der USA nach einem Einsatz deutscher Bodentruppen in Syrien strikt abgelehnt. „Ich halte das für eine völlig abwegige Idee“, sagte Kujat dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagsausgaben). Zur Begründung verwies Kujat auf die Rückzugsankündigung von US-Präsident Donald Trump.

„Und jetzt sollen wir stattdessen dort reingehen? Wir sind doch nicht die Hilfstruppen der Amerikaner.“ Kujat fügte hinzu: „Ich empfehle einen Blick in die Verfassung. Denn ich kann mich nicht erinnern, dass es ein UN-Mandat für Syrien und damit eine völkerrechtliche Grundlage für einen solchen Einsatz gäbe. Und ich war immer der Meinung, dass wir uns an die Verfassung halten sollten. Wir können doch nicht in ein Land einmarschieren, das uns gar nicht eingeladen hat.“ Der Militärexperte sagte weiter, bei einem Stabilisierungseinsatz mit UN-Mandat hielte er es für „geboten, darüber nachzudenken, was wir dort leisten können und wer mit uns dort reingeht“. Aber vorher nicht, sagte Kujat dem RND. Der US-Sonderbeauftragte für Syrien und die internationale Anti-IS-Koalition, James Jeffrey, hatte zuvor von Deutschland Bodentruppen für Syrien gefordert.

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