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Dresden (dts Nachrichtenagentur) – Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hält angesichts der Coronakrise eine Entscheidung über den neuen Parteivorsitzenden der Christdemokraten nicht für dringend. Deutschland habe angesichts der Coronakrise „andere Sorgen als die Neuwahl eines CDU-Vorsitzenden“, sagte Kretschmer der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe). Eine Entscheidung über den neuen Parteivorsitzenden der CDU sei auch erst nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz Mitte März möglich.

Man stehe vor „sehr schwierigen Entscheidungen in Deutschland“, so der CDU-Politiker. „Wir haben es nicht geschafft, die Corona-Lage zu beruhigen.“ Alle Personalreserven würden nun in die Gesundheitsämter gesteckt. Das sei momentan die Baustelle in Deutschland und nicht, ob die CDU einen neuen Vorsitzenden wählt. Das könne man auch nach Ostern machen, wenn sich die Wetterlage wieder verbessere. Das Coronavirus sei in der „kälteren Jahreszeit sehr viel gefährlicher“, das zeige der deutliche Anstieg der Corona-Neuinfektionen: „Wir haben allein vom September auf den Oktober eine dramatische Veränderung erlebt, und das Einzige, was anders ist, ist das Wetter.“ Die Entscheidung von Präsidium und Vorstand der CDU, den für Dezember geplanten Parteitag abzusagen, sei eine „Güterabwägung“, so Kretschmer. Eine kurzfristige Absage des Parteitags sei nicht mehr ohne hohe Stornokosten möglich. Und an einem digitalen Parteitag habe seiner Einschätzung nach „niemand“ ein Interesse. „Das entspricht auch nicht unserer Tradition“, sagte Kretschmer.

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