Geschnatter mit UK Newcomer Royal Blood

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„Also wirklich, Rockbands aus UK sind nun echt nix besonderes mehr. Die springen nur so wie Pilze aus dem Boden und eine klingt wie die andere.“ Naja, fast – Royal Blood sind ein gutes Beispiel für Qualitätsgeschrubbe ohne die üblichen Starallüren.

Seit Out of the Black im November auf den Markt schwappte und der Sänger der Arctic Monkeys einfach mal aus Jux von den Jungs ein Band-T-shirt auf der Bühne anhatte, geht es für das Duo nur noch drunter und drüber – im positiven Sinne. Und das zurecht! Mit ihrer Mischung aus erdigem Blues, warmen Stoner-Rock-Anleihen und einer zugleich smoothen musikalischen Selbstverständlichkeit spielen sie sich in die Herzen aller, die The Black Keys, Queens of the Stoneage, Jack White und Co. feiern.

Ich (CG) habe für die NEOPresse ein kurzes Interview zwischen Tür und Angel mit den sympathischen Briten geführt. Fünf Fragen, fünf Antworten:

CG: Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr Ähnliches schon einmal gehört habt: Was ist so falsch an einer oder zwei Gitarren? Oder anders gefragt: Warum habt ihr euch dazu entschlossen, ein Duo zu sein?

RB: Zunächst einmal, es ist gar nichts falsch daran eine oder mehrere Gitarren zu haben. Wir haben nur einfach für uns beschlossen, dass mehr Bandmitglieder die Sache einfach verkomplizieren würde. Nur jeweils eine andere Person in der Band zu haben bedeutet, sich nur mit einem weiteren Menschen einigen zu müssen.

CG: Viele Leute würden vermuten, dass The Black Keys oder Queens of the Stoneage einen maßgeblichen Einfluss auf euren Sound hatten – Wahrheit oder Hirngespinst?

RB: Definitiv die Wahrheit. Aber die Einflüsse sind weitaus mehr Bands. Dazu gehört auch Jack White, unter Anderem mit The Dead Weather, usw. …

CG: Seit dem Erfolg von Out of the Black ist nun ein halbes Jahr vergangen. Höchste Zeit Bilanz zu ziehen; was hat sich in den letzten sechs Monaten getan? Habt ihr euch auf das Rockstarleben einstellen können, oder ging es einfach zu schnell?

RB: Ich glaube nicht, dass wir uns darauf hätten einstellen können. Es ging einf
ach alles so verdammt schnell. Es war bisher einfach ein irrer Tripp und wir hoffen aber, dass es genau so weitergeht. Das Touren und Neues zu entdecken macht unheimlich Spaß.

CG: Ihr wart auch in Austin auf dem SXSW. Inzwischen sagen ja viele Leute, dass es nur noch um Product Placement, Marketing, große Bands und Ähnliches geht. Der ursprüngliche „Spirit“, neue, unbekannte Bands zu entdecken sei verloren gegangen. Wie habt ihr das empfunden?

RB: Das SXSW war sehr besonders für uns, da wir zum ersten Mal die Gelegenheit hatten, in den Vereinigten Staaten zu spielen. Wir haben es geliebt und der Veranstaltung wohnt auf jeden Fall noch ein eigener Geist inne. Es ist einfach verrückt, wie viel dort lost ist, was man sich alles anschauen kann und wie viele unbekannte Bands dort spielen.

CG: So, ich reite jetzt noch einmal auf dem Rock Star-Image rum: Wie kommt es, dass ihr nicht wie der Durchschnitts-UK-Rocker ausseht? Keine Röhrenjeans, keine volltätowierten Arme?

RB: Wer will schon „Durchschnitt“ sein?

CG: Richtig!

Tour dates: 

6.5. Berlin, Bi nuu

7.5. Hamburg, Molotow

Links:

2 Kommentare zu "Geschnatter mit UK Newcomer Royal Blood"

  1. Zunächst mal etwas zum albernen Aussehen:

    Was soll diese alberne Baseball-Mütze? Spielt der Baseball oder ist der unrasierte Weggucker einer von denen, die jeden Müll im Ami-TV nachäffen wie ein Papagei?

    Ok, er spielte wohl bei den „Arktic Monkeys“ – da ist wohl der Name Programm.

    Typische Szene-Uniform. Mit anderen Worten, diese Möchtegern-Rocker mit Charlie-Brown-Outfit haben weder eigene Linie noch eigenen Stil.

    Gesellschaftskonforme Mitläufer widern mich schon von jeher an.

    • Nun die provozierte Kritik an der, ja wie sollen wir es nennen – „Musik“ wäre wohl blanke Übertreibung.

      Null Melodie -. abgehackte Notenpassagen inkoherent zusammengesetzt, zwischendurch nochmal feste auf die Trommel gehauen, verzweifelt einen Rock-Sound herbeihauen wollend, trauriges Anspielen der doch so potenten E-Gitarre.

      Wie gewollt und nicht gekonnt.

      Das ist so das Niveau, welches man in jedem Jugendclub von verpickelten, musik-untalentierten 15-Jährigen hören kann.

      Da schnarcht selbst der Köter meiner Verwandten noch melodischer!

      Ok, keine Kritik ohne Verbesserungsvorschlag:

      Die sind ja noch jung – es ist also noch nicht zu spät etwas Anständiges zu lernen! Wie wäre es mit Fensterputzer oder Spargelstecher?

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