„Der Marsianer – Rettet Mark Watney“ – Filmtipp

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Zeitpunkt und Sujet der NASA-Pressekonferenz hätten nicht passender sein können, als zum Filmstart von „Der MARSIANER – Rettet Mark Watney“. Die NASA findet auf dem Mars fließendes Wasser – nicht nur Eis – und 20th Century FOX bringt mit ihrem Mars-Film am 08.10.2015 das neueste Werk von Starregisseur Ridley Scott (Blade Runner, Alien) in die Kinos.

In der Hauptrolle brilliert Matt Damon als Astronaut Mark Watney, der während einer Marsexpedition um sein Überleben kämpfen muss.

Watney befindet sich mit einer sechsköpfigen Crew auf dem Mars, während ein gewaltiger Sandsturm eine sofortige Notevakuierung notwendig macht. Während die Astronauten versuchen die Landefähre zu erreichen, wird Mark Watney von umherfliegenden Trümmern der Basisstation getroffen und fortgerissen. Die Suche nach Watney muss abgebrochen werden als der Sandsturm droht die Landefähre zu zerstören. Die fünf übrigen Astronauten glauben Watney sei tot und starten als die Landefähre im Sturm umzustürzen droht.

Doch während die übrigen Crewmitglieder sich auf ihre Monatelange Rückreise zur Erde begeben, kommt Watney auf dem Mars wieder zu sich. Alles was was Watney bleibt, ist die auf dem Mars verbliebene Ausrüstung und seine Intelligenz. Ohne Funkkontakt zur Erde oder zum Basisschiff arbeitet Watney an seinem Überleben. Und das heißt für den Wissenschaftsastronauten Watney: Ressourcen intelligent nutzen, Ressourcen erschließen, Kontakt mit der Erde aufnehmen.
Die Chancen zu überleben sind äußerst gering. Und noch weiß niemand, dass er lebt…

Mit dem MARSIANER gelingt es Ridley Scott einen äußerst spannenden, witzigen und intelligenten Film in die Kinos zu bringen. Der Film spielt, nach heutigem Stand der Technik, etwa 25 Jahre in der Zukunft und basiert auf dem Bestseller von Andy Weir. Der überzeugenden schauspielerischen Leistung, vor allem von Matt Damon, einer exzellenten Kameraführung, sowie der detailreichen und authentischen Ausstattung ist es zu verdanken, dass der Zuschauer von der Geschichte gepackt wird und in rund 132 Minuten den Mars und seine lebensfeindliche Umwelt erlebt.

20th Century Fox kooperierte mit der NASA und ließ sich umfangreich beraten. So basieren dann auch die Marsbasis – das „Habitat“ -, das Mars-Fahrzeug, die Raumanzüge und diverse andere, im Film im Einsatz befindliche Ausrüstungsgegenstände auf dem aktuellsten Forschungsstand der NASA. Damit ist der Film auch ein Science Fiction im besten Sinne des Wortes. Fiktional ist die Handlung, wissenschaftlich der Rahmen, in dem die Handlung spielt. Raumfahrtbegeisterten werden die, im Vergleich zu den Mondlandungen, wesentlich leichteren und beweglicheren Raumanzüge der Astronauten im Film auffallen – eine Anpassung an die Umweltbedingungen auf dem Mars, die etwas freundlicher als jene auf dem Mond der Erde sind. Die Temperaturen auf der Marsoberfläche liegen z.B. in Äquatornähe bei rund 20°C am Tag und rund -85°C in der Nacht, auf dem Mond hingegen schwanken die Temperaturen zwischen 130°C und -160°C. Buchautor Andy Weir hatte aus Gründen der Dramatik einen Sandsturm als Ursache für die Probleme der Astronauten erfunden.

Zwar wurden bereits Windgeschwindigkeiten von rund 400km/h auf dem Mars beobachtet, doch die Stärke des Sandsturms, der zu Beginn des Films enorme Mengen Oberflächenmaterial aufwirbelt, dürfte bei der geringen Dichte der Marsatmosphäre allerdings kaum möglich sein. So beträgt der durchschnittliche Luftdruck auf dem Mars lediglich etwa 6 Hektopascal,auf der Erde hingegen durchschnittlich 1013 Hektopascal. Sollten Sie, lieber Leser, irgendwann selbst auf dem Mars sein: bitte nehmen Sie nicht Ihren Helm ab, Sie würden einfach platzen. Atmen könnten Sie die Marsatmosphäre ohnehin nicht, mit mehr als 95% Kohlendioxid und nur geringe Spuren von Sauerstoff ist die Marsatmosphäre für Menschen tödlich. Eine spannende Frage bleibt, wie sich das Vorhandensein flüssigen Wassers auf dem Mars auf zukünftige Marsexpeditionen auswirken wird. Entscheidend wird sein, welche Qualität das Wasser hat und in welchen Mengen es tatsächlich auftritt.
Die neuesten Erkenntnisse hätten im Film auch die Fragen aufwerfen können, ob das Mars-Wasser für den gestrandeten Astronauten Watney eine Zusätzliche Ressource hätte sein können. Denkbar wären auch Szenarien, bei welchen zusätzliche Gefahren durch Überschwemmungen und Erdrutsche für die Marsexpedition entstanden wären. Genug Stoff für mögliche Fortsetzungen.

Für die Spannung und Glaubwürdigkeit des Films stellen diese neuen Erkenntnisse jedenfalls kein Problem dar. Freunde von technischen Basteleien, insbesondere „McGuyver“-Fans oder ehemalige DDR-Bürger, die kreativ die sozialistische Mangelwirtschaft bewältigen mussten, werden ihre Freude haben.

Empfehlenswert ist der Film besonders für Jugendliche aufgrund seiner positiven Grundhaltung, insbesondere gegenüber dem menschlichen Forscherdrang, dem dargestellten Lebens- und Überlebenswillen und der intelligenten Nutzung menschlichen Wissens zur Problemlösung bei begrenzten Ressourcen. Der Film bietet auch deutliche Hinweise auf zukünftige Karrieremöglichkeiten und wird das Interesse an Forschung und Raumfahrt sicherlich verstärken. Der „Marsianer“-Film ist mit Sicherheit auch eine exzellente Werbung für die NASA und für die europäische und deutsche Raumfahrt. Die sich rasant vergrößernde Weltbevölkerung und die gleichzeitig rasant abnehmenden Ressourcen erfordern schon jetzt drastische Problemlösungen. Eine Lösung kann auch die Besiedlung weitere Planeten sein. Es ist mit Sicherheit eine interessante Option…

Der Marsianer – Rettet Mark Watney
Darsteller: Matt Damon (Elysium, Interstellar, Monuments Men), Jessica Chastain (Interstellar), Kristen Wiig, Kate Mara, Michael Pena, Jeff Daniels, Chiwetel Ejiofor und Donald Glover.
Ab 12 Jahre freigegeben, ca. 132 Minuten, auch in 3D

Im Kino ab Donnerstag, 8. Oktober 2015

9 Kommentare zu "„Der Marsianer – Rettet Mark Watney“ – Filmtipp"

  1. Laut einem Radiobericht planen die Amis eine Mission zum Mars. Just zur gleichen Zeit kommt ein Film darüber ins Kino… Die Amis sind schon schräg ????????

  2. Puff ,Peng ,Knatter , Zisch ,Blitz ,Fratzen Mord ,Todschlag .Fastfood .Huii .
    Alles Eigenschaften der ach so tollen Ami Filme ganz wie Schweigers Kampffilme ?
    Wer diesen Scheiß brauch ,kann wirklich nicht ganz gesund sein .
    Da lieb ich mir die Franzosen die zumindest diese Verblödungsmaschinerie auf 30 % eingedämmt haben .

  3. Na die Filme von Ridley Scott sind aber schon sehenswert und habe mich gut unterhalten. Fand Alien schon geil, ganz zu schweigen von Blade Runner.

  4. Was nur würde die restliche unterbelichtete Welt ohne die patriotischen Visionen der Amerikaner machen ?
    Vielleicht in Frieden leben !?
    Dafür würd‘ ich gern auf Hollywood verzichten !!!

  5. Eine klassische Methode, um Menschen durch einen möglichen Ausweg, und Vertröstung in die Zukunft in Untätigkeit verharren zu lassen.

  6. Viele Deutsche verharren aufgrund ihrer mangelhaften Bildung und ewig depressiven Haltung geistig im 20. Jahrhundert, jammern mal über die USA mal über die EU Nachbarn und wählen immer wieder Merkel, Gabriel oder die SED/PDS/Linken.
    Hört auf zu heulen, bringt Eure fetten Ärsche in Bewegung und endlich mal selbst etwas zu Wege!

    • … ich fühl mich mal nicht angesprochen !
      Ansonsten schöne Worthülsen, tausendfach gelesen und gehört. Man spürt, Du möchtest gehört werden.
      Jetzt ist, auch hier deine Gelegenheit !
      Wie stellst Du dir, das noch junge 21. Jahrhundert vor ?
      Über was möchtest Du jammern ? (abgesehen vom Jammern übers Jammern der Anderen).
      Wen würdest Du wählen, oder wählst Du garnicht ?
      Wo sollen die Anderen ihre Ärsche hinbewegen ?
      Und auf WELCHEM WEG kommen sie dort hin ?
      Wie soll dieses viel beschworene ETWAS aussehen, hat es schon einen Namen ?
      Gib dir Mühe, ich lese auch zwischen den Zeilen !

  7. zwischen den Zeilen ist nur unbedrucktes Papier, Buchstaben lesen, Worte und Sätze verstehen, eigene Gedanken haben –
    darauf kommt es an.
    Aber Du, Mona Lisa, Du willst dass man Dir sage, was Du denken sollst, wohin Du gehen sollst. Bist Du die Untertanin/der Untertan? Oder willst Du nur Aushorchen, das Leben der anderen?

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