in Medien

Medien: Ein allumfassendes Netzwerk

Egal, wohin sich der Mensch in der zivilisierten Welt heut zu Tage bewegt, er ist überall dem starken Einfluss der verschiedensten Medien ausgesetzt, die aus unserem Alltag längst nicht mehr wegzudenken sind: Plakatwände, Litfaßsäulen oder digitale Anzeigetafeln sind beispielsweise Medien des öffentlichen Raums, und auch klassische Medien wie mannigfaltige Printerzeugnisse, ein Fernseher oder das Radio haben längst Einzug in die privaten Haushalte weltweit erhalten. Und hier nicht zu vergessen: Der Computer. Ununterbrochen werden über diese zahlreichen Verbreitungskanäle Informationen gesendet und empfangen. Abhängig von ihrer Beschaffenheit eröffnen unterschiedliche Medien auch die verschiedensten Handlungsspielräume und Darstellungsformen. Das jüngste Massenmedium, das Internet, hat innerhalb kürzester Zeit eine unfassbare Erfolgsgeschichte geschrieben und droht hier als wahrer Alleskönner, die klassischen Medien zurückzudrängen und das Nutzerverhalten der Menschen weitgehend zu verändern. PCs, Tablets und Smartphones ermöglichen uns den Weg in das digitale Netz, wo wir arbeiten, kommunizieren, Informationen abrufen, Handel betreiben oder uns auch unterhalten lassen. Die vorhandenen Möglichkeiten sind mittlerweile unbegrenzt, doch hat die Entwicklung bis an diesen Punkt seine Zeit gebraucht.

Der lange Weg bis zur digitalen Revolution

Nachdem Sprache Jahrhunderte lang eine der einzigen Möglichkeiten des Menschen war, sich auszutauschen und mitzuteilen, diese dann wiederum viel später durch die Entwicklung der ersten Schriftkulturen fixiert wurde, stellt die Erfindung des mechanischen Buchdrucks durch Johannes von Gutenberg im 15. Jahrhundert eine der bedeutendsten Revolutionen in der Kultur- und Mediengeschichte dar. Jegliche Schriften und Bilder, die bisher aufwendig von Hand abgeschrieben und -gemalt werden mussten, ließen sich nun mit Hilfe der neuen Technologie schnell und vergleichsweise kostengünstig in riesigen Stückzahlen reproduzieren. Der dritte große Schritt in dieser Entwicklung folgte durch die Digitalisierung der Informationen, die über 500 Jahre später ihre Krönung durch den Durchbruch des Internets erfuhr. Texte, Bilder, bewegte Bilder, Musik und interaktive Angebote werden jetzt innerhalb des neusten Massenmediums vereint und erweitern das Informationswesen und die Kommunikation auf eine bisher nie da gewesene Weise. Das Internet hat eine unüberschaubare Vielfalt an technischen Varianten und Nutzerkulturen entwickelt, welche zusätzlich Interaktivität, Flexibilität und eine rasante Verbreitung gewährleisten.

Internet und Web 2.0

Aktuelle Statistiken beweisen, dass das Internet eine zunehmende wichtige Rolle im Mediennutzverhalten der Menschen spielt, vor allem die Jugendlichen verbringen mittlerweile mehr Freizeit im World Wide Web als vor dem Fernseher, der bei den Erwachsenen aber immer noch das am häufigsten genutzte Medium ist. Der Siegeszug des Fernsehers, der bis heute also noch anhält, begann in den 1960er Jahren und ist durch seine audiovisuelle Informations- und Unterhaltungsfunktion bedingt. Radio hören die Leute seit nun schon fast 100 Jahren und auch dieses Medium hat – wie auch aktuell hohe Nutzerzahlen bestätigen – lange noch nicht an Bedeutung verloren. Was aber den Reiz am Internet, welches 1990 für die Weltöffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, ausmacht, ist, dass Nutzung hohe Anteile von Interaktivität mit sich bringt. Hier hat das Aufkommen der sozialen Netzwerke – in diesem Zusammenhang spricht man auch vom Web 2.0 – zu Beginn des neuen Jahrtausends eine bedeutende Rolle gespielt.

Plattformen wie Facebook, Twitter, YouTube oder auch Flickr, deren Nutzerzahlen teils die Milliardengrenze schon längst überschritten haben, laden dazu ein, sich zu vernetzen, zu kommunizieren und darüber hinaus Texte, Bilder, Videos und vieles mehr in der Community oder für die ganze Welt zu veröffentlichen. Im Web 2.0 ist also jeder in der Lage, Inhalte selbst und eigenverantwortlich zu erstellen und zu verbreiten – und das viel schneller und einfacher als über die klassischen Kanäle. Dadurch entsteht eine Informationsflut von nie da gewesenen Maßen, auf die es zu reagieren gilt, denn durch eine veränderte Mediennutzung ändern sich zwangsläufig auch die vermittelten Inhalte.

Einige Journalisten der klassischen Medien können in Sachen Schnelligkeit auch nicht mit den Autoren im Internet mithalten. Hier muss man neue Wege beschreiten, wenn man seine Leser, die Zuschauer oder die Zuhörerschaft nicht verlieren möchte. Auch wenn es den Printmedien auf wirtschaftlicher Ebene zunehmend schlecht geht, werden sie mit Sicherheit nicht vollständig aussterben. Während viele Verlage, Zeitungen und Zeitschriften schrumpfen und auch die Auflagen kleiner und die Verkäufe weniger werden, verlagern sich viele Strömungen aus dieser Richtung schon ins World Wide Web, mit der Hoffnung, dass sich Qualität auszahlt und im riesigen Onlineangebot bestehen kann. Teilweise mag das auch gut funktionieren, doch auf diesem schnelllebigen Markt ist das kein leichtes Unterfangen.

Wie geht es weiter?

Es bleibt abzuwarten, wie die Medienentwicklung jetzt weiter voranschreitet und wie sich die Nutzung der unterschiedlichen Angebote in den nächsten Jahren verteilt. Sicher ist, dass Fernsehen und Radio lange noch nicht klein zu kriegen sind, das Internet aber bisher eine atemberaubende Karriere hinter sich hat, auf die die anderen Medien gezwungenermaßen reagieren müssen. Spannend ist auch die Frage, ob nach dem Web 2.0 ein weiterer Schritt nach vorne noch im Bereich des Möglichen liegt.

Bildquellen: Pixabay.com

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Kommentar

  1. Das Internet ist tatsächlich ein geschichtlich einmaliges Werkzeug.

    Mensch, die sich im realen Leben niemals begegnen können, können nun ins Gespräch kommen, Meinungen, Informationen und Wissen austauschen.

    Technisches Wissen kann so z.B. in sekundenschnelle in Entwicklungsländer verschickt werden und dort die Lage verbessern.

    Bildung bis hin zu Uni-Vorlesungen kann praktisch kostenlos abgerufen werden.

    Das ist ein Privileg! Das gabs in der Menschheitsgeschichte noch nie!

    Laßt uns darum kämpfen, dass die Herrschenden dieses Werkzeug nicht zerstören!

  2. Ich denke der nächste Schritt wird sein, dass man sich interaktiv im Web bewegen kann. Ich denke da an die Occulus-Brille. Irgendwann wird uns das Internet wie die reale Welt vorkommen, da bin ich mir sicher.

    Außerdem finde ich, dass TV und Radio schon bald am Ende sind. Es wird zwar dann noch den Fernseher und das Radio geben aber die Informationen werden dann über das Internet übertragen und nicht mehr über Radiowellen und TV-Signal.

  3. Wenn jemand hingehen kann und sich die Presse von vielen Ländern kauft, mit dem Geld der privaten Zentralbanken, aus dem Nichts geschöpft, was ist dann von der Presse zu erwarten?
    Die Meinung derer, die sich die Presse gekauft haben wird es wohl erwartungsgemäß sein. Ein bischen Klamauk, Blödel, Unten-Haltung und Fußball neben viel Unsinn. Das ist es, was wir sehen können, wenn wir wollen. Das sollte uns den Blick für die nicht verkleistern, die den Auftrag für den Kauf der Presse gegeben haben.