in Medien

Der Berliner „Tagesspiegel“ hat sich nun in einem Beitrag mit Sendungen von RTL oder RTL 2 auseinandergesetzt. Tenor des Beitrags ist die erfolgreiche Aufnahme von Sendungen im Programm, die sich mit der „Darstellung von Armut“ beschäftigen. „Arme“ lassen sich – möglicherweise per Script, möglicherweise auch ohne Eingriff von außen – bei ihren Versuchen filmen, per Kraftakt und etwaiger finanzieller Hilfe aus der eigenen Situation zu entkommen. Dies wird unter anderem dann von dem früheren SPD-Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky kommentiert.

Kommentar: „Größtes Abenteuer ihres Lebens“

Das TV-Experiment etwa, bei dem den Betroffenen „Jobs“ vermittelt werden, gilt einem Kommentator der Sendung als „größtes Abenteuer ihres Lebens“. Kritiker meinen, hier werde Armut „dargestellt“ und in sozial künstlichen Laborsituationen regelrecht vorgeführt.

Tatsächlich ist und bleibt Armut eine zusätzlich stets auftauchende Erscheinung in einer wettbewerblichen Wirtschaft, in der keine Vollbeschäftigung herrscht. Dies ist auf der einen Seite individuelles Schicksal, auf der anderen Seite systembedingt. Gerade auf der Ebene der Sozialkassen wird dabei der Anspruch auf die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen in Deutschland durchgesetzt. Mit mehr oder weniger hohen Beträgen, die es zu kritisieren oder zu bestätigen gelte, so Beobachter.

Tatsächlich auch nimmt die nicht direkt begleitete Armut sogar zu. Immer mehr Obdachlose in Deutschland, immer zahlreichere Fälle von Menschen, die im Auto campieren und immer mehr arme Rentner zeigen, dass die Sozialkassen nicht alle Situationen abbilden. Dies kann Teil der Kritik an der Merkel-Regierung sein, dies kann notwendiges Schicksal sein oder auch der bürokratischen Hürden wegen entstehen. Ein „individuelles Schicksal“, das lediglich auf der Dummheit der betreffenden Menschen beruhe, ist dies lange nicht mehr. Sendungen, die Armut darstellen, lassen indes genau diesen Eindruck entstehen.

Vorgeführte sind oder seien nicht in der Lage, ihr Leben zu organisieren, andernfalls gäbe es diese Armut nicht. Diese Aussage würden wahrscheinlich alle Soziologen und Volkswirte in Deutschland nicht unterschreiben. Mit Falschdarstellungen dieser Form beschäftigen sich die sogenannten Zensur-Behörden in Deutschland allerdings nicht. Eher mit alternativen Medien – hier lesen Sie mehr.

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Kommentar

  1. Armut zeigt die Schieflage in Deutschland auf. Wenn geschiedene Ostfrauen um ihre Rentenansprüche durch den staat betrogen werden,ist dies keine individuelle personenbezogene Angelegenheit, oder wenn im höheren Alter, die Mitarbeiter gezwungen werden mit Renteneinbußen in den Ruhestand zu gehen.Mit 63 habe ich keine Arbeit mehr gefunden und Heute mit 77 Jahren würde ich gern noch arbeiten. Natürlich keine Körperliche. Die alten Männer in gehobenen Positionen können z.B. den Flughafen usw. gegen die Wand fahren.Das erste Sprichwort nach der Wiedervereinigung lautet “ alle sind gleich nur manche sind gleicher“.

    • Liebe Dagmar, es ist ein Skandal, dass Sie mit 77 Jahren noch arbeiten wollen / müssen. Auch ich habe mit 51 Jahren meine Beschäftigung verloren und erst mit 68 Jahren noch eine Arbeit am PC auf der 450 €-Basis gefunden, die mir sehr viel Freude und Anerkennung bereitet und mir etwas finanziellen Spielraum gewährt. Wir wissen alle, dass viele Regierungs-Projekte beliebig viel Steuergeld in den Sand setzen und dass die verantwortlichen Herren durch die Regierung gedeckt sind. Ich wünsche Ihnen persönlich, dass Sie noch eine Aufgabe finden, die Ihrer Intelligenz angemessen ist und die Ihnen noch eine Erfüllung bringt!

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  • Privatfernsehen spielt Armut – Show lenkt von Ursachen ab… – Die Welt 9. November 2019

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