in Medien

Die Social-Media-Analysefirma Alto hat zusammen mit „Reportern von NDR und WDR“ nach Angaben von www.tagesschau.de das Leseverhalten im Internet untersucht. Das Ergebnis: Am häufigsten geteilt werden oft Webseiten, die „tendenziös berichteten“ und teils „offen Falschnachrichten verbreiten“. Deshalb geht jetzt die Sorge davor um, dass die „klassischen Nachrichtenseiten großer Medienhäuser“ teils verdrängt würden.

Links werden von „Rechten“ verbreitet

Die Analyse kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass die Links fast nur von „Nutzern aus der Gruppe der Rechten verbreitet“ würden. 99 % werden hier aufgeführt. An dieser Stelle wenden Kritiker ein, dass diese „Analyse“ methodisch ausgesprochen fragwürdig erscheint. Nutzer, die „teilen“ oder „interagieren“ als „rechts“ zu bezeichnen, setzt gleich mehrere Annahmen voraus.

Zunächst müsste zweifelsfrei oder jedenfalls tauglich festgestellt werden, wer wann und warum „rechts“ sei. Mutmaßlich wird dies über das Interesse an bestimmen Themen und Fragestellungen identifiziert. Die Definition und Einordnung von Nutzern als „rechts“ dürfte jedoch unter dem Strich methodisch schlicht nebulös sein.

Dass eine solche mutmaßlich nebulöse und rein themenorientierte Gruppierung 99 % der Links ausmachten, ist dementsprechend ein gewagter und schließlich falscher Schluss. Dies lässt sich tatsächlich anders belegen: Die meisten Nutzer sind den hier Forschenden einfach unbekannt. Die Behauptung, „von Nutzern stammen, die der rechten Unterstützergruppe zugeordnet werden“, ließe sich allenfalls unter Bezug auf behördlich geführte Datenbanken herleiten. Geheimdienstliche Datenbestände allerdings sind so ohne weiteres für Forschungsarbeiten dieser Art nicht zugänglich. Die Darstellung dieses Berichtes ist methodisch schlicht nicht nachvollziehbar.

Anders ist der Bericht auf www.ndr.de nachvollziehbarer. Hier wird präzisiert: Gut 47% der politischen Debatten auf einschlägigen Seiten hätten eine inhaltliche Verbindung zur AfD und rechten Themen. Die „übrigen im Bundestag vertretenen Parteien“ würden bei 23 % liegen. Gemeint sind „deren Themen“. In diesem Kontext lesen sich die Untersuchungsergebnisse anders: Die „Themen“, die Menschen beschäftigen, scheinen stärker zu emotionalisieren. Dies ist keine besonders gewagte oder hergesuchte These, erhellt die soziale Wirklichkeit allerdings auch kaum. Sie ist eher bedeutungslos. Die Leitmedien gucken weg. Wir sehen hin. Klicken Sie hier 

Alto wird unter anderem von der Stiftung George Soros‘ unterstützt.

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