in Medien

Deutschlands Meinungsmagazin Nummer 1, so einige Kritiker des „Spiegel“, kann seine Meinung immer schlechter oder weniger verkaufen. Nach Meldungen der IVW, die für die Messung die wohl populärste Organisation in Deutschland ist, geht die Auflage des Printmagazins immer weiter nach unten. Die IVW ist die „Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern“ und insbesondere bei der werbenden Wirtschaft Grundlage für deren Budgetentscheidungen.

Zahlen gehen im Januar nach unten

Der „Spiegel“ hat erst zum 1. Januar die Stelle des Chefredakteurs neu besetzt. Nun darf sich Steffen Klusmann versuchen. Magazine wie der „Spiegel“ werden sowohl im Abonnement als auch im Einzelverkauf am Kiosk (bzw. anderen Verkaufsstellen) vertrieben. Die Abozahlen lassen sich in der Regel nicht so schnell nach oben oder unten regulieren wie der Einzelverkauf. Im Einzelverkauf hat das Magazin zuletzt zahlreiche Leser verloren.

Der Einzelverkauf der zweiten Ausgabe des Jahres, die eine Titelgeschichte mit dem Titel „Arbeiten Sie doch, wo Sie wollen: Das neue Berufsleben – zwischen Freiheit und Selbstausbeutung“, hat nur 158.289 Hefte verkauft. Das ist ein Allzeittief.

Die Geschichte „Schutzlos – Jetzt wird’s persönlich: Wie Hacker und Trolle Politik und Gesellschaft zersetzen“ brachte eine Woche danach einen Einzelverkauf von lediglich 153.270 Exemplaren. Das ist der neue Tiefststand. Inklusive der Abonnements sowie der sogenannten Bordexemplare, die kostenfrei verteilt werden, ist die Auflage der Ausgabe bei 694.140 Exemplaren angekommen. Davon verkauft der „Spiegel“ fast 87.000 Exemplare als „ePaper“ oder über den elektronischen Vertriebsweg „Spiegel-Plus“.

Das schlechtere Leseverhalten im Print führt also nicht zu einem Ausgleich im Internet bzw. e-Ausgaben. Der „Spiegel“ verkauft sich und seine Meinung tendenziell immer schlechter. Kritiker verweisen darauf, dass nicht nur die gefälschten Geschichten, die zuletzt aufgeflogen waren, verantwortlich seien. Vielmehr würde der „Spiegel“ die Abgehobenheit der Leitmedien regelrecht verkörpern. In früheren Jahren waren die Redaktionen solcher Magazine die Meinungsdeuter Nr. 1. Diese Hoheit wollen sie immer noch ausführen. Vergeblich.

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