in Medien

Angesichts der immer größeren Einbrüche bei den Auflagenzahlen sehen sich Verlage gezwungen, Gelder aus anderen Quellen zu beziehen. Im Merkel-Deutschland werden Verlage von der Bundesregierung gesponsert und damit quasi zu „Staatsmedien“. Unabhängigkeit und objektive Berichterstattung kann so kaum noch gegeben sein. Doch Europas und andere Verlage weltweit dürfen sich auf weitere Unterstützung freuen – von Google. Der Internetkonzern, welchem vom US-Justizministerium eine Kartellrechtliche Klage droht, will sich mit Verlagen zusammentun.

Bestimmte Verlage sind im Geschäft…

Seit Oktober ist das Projekt „Google News Showcase“ in Deutschland und Brasilien gestartet und soll auf Länder wie Argentinien, Australien, Großbritannien, Kanada, die Niederlande und Indien ausgeweitet werden. Der Tec-Riese will Verlagen in den nächsten drei Jahren mehr als eine Milliarde Dollar für journalistische Inhalte zahlen. In Deutschland beteiligen sich die „üblichen Verdächtigen“ an dem Projekt:  Der „Spiegel“, „Stern“, „WAZ“, „Zeit“, „Tagesspiegel“, „FAZ“, „Focus Online“, „Handelsblatt“, „Rheinische Post“, „Berliner Zeitung“, „Augsburger Allgemeine“ und „Neue Osnabrücker Zeitung“. Der Axel-Springer-Verlag beteiligt sich nicht an diesem Projekt.

Verlage und Medienhäuser hatten sich in der Vergangenheit vor Gericht um den finanziellen Gegenwert für die Veröffentlichung von Pressetexten im Internet durch Google gestritten. Google hat Zahlungen bisher abgelehnt und argumentiert, dass die Verlage letztlich dank Google durch höhere Nutzerzahlen auf ihren Seiten mehr Werbeerlöse erzielen.

Die Verlage, welche klagten, hatten vor Gericht einen Rückschlag erlitten, weil das deutsche Leistungsschutzrecht gekippt wurde. Allerdings muss das neue europäische Urheber- und Leistungsschutzrecht in Deutschland bis Mitte 2021 in nationales Recht umgesetzt werden.

Mit dem Projekt „Showcase“ sollen ausgewählte Artikel der teilnehmenden Verlage in sogenannten „Story-Panels“ aufgelistet werden. Der Dienst soll zunächst in der bestehenden Google News App für Android Anwender in Deutschland und Brasilien beginnen. Später soll die Google News App für das iPhone folgen. Philipp Justus, Chef von Google in Zentraleuropa, sagte, das „Angebot solle für Gespräche mit weiteren Verlagen ausgebaut werden“. Die Zahlung von Lizenzgebühren für journalistische Artikel im Rahmen des Projekts sei Googles „bislang weitreichendster Schritt, um die Zukunft des Journalismus zu unterstützen“.

Der Europäische Verlegerrat EPC sowie der „Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger“ kritisierten das Projekt. Es handele sich dabei um „Geldausschüttung an Verlagshäuser nach Gutsherrenart“. Es dränge sich der Verdacht auf, dass Google offenbar lieber ein eigenes Angebot lanciere, bei dem es die Teilnahmebedingungen diktieren könne, anstatt Recht und Gesetz in der EU anzuerkennen.

Das US-Justizministerium plant eine Klage gegen den Tec-Konzern Google und ermittelt in diesem Zusammenhang seit einiger Zeit die Wettbewerbspraktiken von Google. Geplant ist eine Klage wegen mutmaßlicher Kartellrechtsverstöße und möglichen Missbrauchs gegen den global größten Anbieter von Suchmaschinen. Das US-Justizministerium untersucht aber nicht nur Google im Hinblick auf falsche Wettbewerbspraktiken, sondern auch andere Technologiekonzerne wie Alphabet, Apple, Amazon und Facebook.

Der Hintergrund: Diese Firmen besitzen ihrerseits zu viel Macht und dominieren mit ihrer Monopolstellung den Markt. Andere kleine Anbieter haben aufgrund der extremen Konkurrenz keine Möglichkeit sich in dem Wettbewerb zu behaupten und werden in der Folge vom Markt verdrängt, was die Monopolstellung der jeweiligen Konzerne auf ihrem Gebiet verstärkt, aber den Wettbewerb stört und in der Folge zu einem Versagen des Marktes führen kann. Deshalb gibt es kartellrechtliche Bestimmungen, die diese Machtkonzentration verhindern sollen.

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  1. Die Verschweigungspresse oder auch Lügenpresse muss man mit Steuerzahler Geld auf Linie halten um die diktatorische Macht zu erhalten.

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  • Endzeit-Umschau – Oktober 2020 – Deutsches Herz 8. Oktober 2020

    […] Google unterstützt Verlage mit einer Milliarde Dollar — neopresse […]