in Medien

„Framing“ ist inzwischen in aller Munde. Jedenfalls in den Medien. Die ARD hatte eine Vorgabe beauftragt, ein „Manual“, das den Redaktionen helfen möge, per Framing den gewünschten Effekt bei Berichten, Reportagen oder Kommentaren zu erzeugen. Die „kontrollierte Demokratie“, wie es in dem Manual heißt. Doch offenbar haben Medienmacher teils noch nicht einmal verstanden, was „Framing“ überhaupt sein soll. Dies jedenfalls hat „sciencefiles.org“ nun eindrucksvoll belegt.

„Framing“ bedeutet nicht „einfache Manipulation“ durch „rechts“

Die „Neuen Deutschen Medienmacher“, die in dem Beitrag zitiert werden, beschreiben Framing als Frage mit Assoziation: „Esse ich eine Zitrone?“ => „Gedanke an sauren Geschmack“. „Heimat Deutschland – nur für Deutsche oder offen für alle?“ => (…) „Deutschland den Deutschen“. Aha. Die Fragetechnik legt die Assoziationen nahe. So jedenfalls die Annahme der „Medienmacher“.

„Framing“ bedeutet allerdings etwas anderes: Nicht die Assoziation, die durch eine Art der Frage nahegelegt wird, sondern ein Verhalten auf Basis vorgefertigter Normen, Präferenzen, Erfahrungen, Wissen und bezogen auf einen Kontext („Frame“), in dem ein Entscheidungsproblem dargelegt wird. Kontext trifft auf Verhaltensreaktionen. Das ist die Bedeutung des „Framens“.

Im Beispiel: Sie könnten Lotto spielen. Würden Sie gefragt, ob Sie Lotto spielen wollen, um mit einer Wahrscheinlichkeit von sagen wir 10 % 1.000 Euro zu gewinnen oder ob Sie Lotto spielen wollen, um mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,000001 % 10 Millionen Euro zu gewinnen (bei gleichen Eintrittswahrscheinlichkeiten), würde die Wahl in Deutschland oft auf die Variante 1 fallen. Warum? Weil wir in der Regel als „risikoscheu“ gelten. Dasselbe Spiel, die selben Entscheidungsmöglichkeiten, unterschiedliche Verhaltensweisen als Reaktion. Eine Frage des Framings.

In der oben skizzierten Frage „nur für Deutsche oder offen für alle“ geht es nicht um dieselben Entscheidungsoptionen für das eigene Verhalten, sondern um eine Assoziationsfrage. Nicht verstanden, „6“, lautet der Befund. Ausgerechnet von Medienvertretern, die mit Darstellungsfragen umgehen können sollten.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Die Manipulationen sind doch von der Elite elegant, rotzfrech und klammheimlich eingeführt worden, damit der verblödete Bürger noch Blöder wird, gell? Es sollen ja auch schon 56% der Bürger so darüber refreut sein, dass sie unbedingt wieder Krieg gegen Russland wollen, gell ihr bezahlten Trottel der ARD?

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  • Wie gefährlich ist Peter Pilz? | Ceiberweiber 6. März 2019

    […] „Angst, dass Kinder beschimpft und bespuckt werden“. Dabei ist das Wording von Zadic Framing, da sie von „Flüchtlingen“ und „Geflüchteten“ spricht, wo in Wahrheit […]