in Medien

Die jüngsten Umfragen verheißen der GroKo wieder einen Aufschwung, ließ das ZDF am 6. September wissen. Die Union stabilisiert sich bei 28 %, die SPD klettert nach den Umfragen der „ZDF“-Forschungsgruppe Wahlen sogar auf 15 %. Vormals hatte die SPD bei verschiedenen Instituten teils Umfragewerte von 13 % bis 14 %. Geht es wirklich aufwärts?

Falschnachrichten

Die Nachricht ist schlicht falsch. Weder hat die Zustimmung zugenommen, noch hat die GroKo Anlass zum Jubel. Jahrelang war es undenkbar, dass die beiden Großfraktionen – und drei Parteien, CDU, CSU und SPD – zusammen nicht die Mehrheit der Stimmen erhalten könnten. Jetzt hat die GroKo seit mehr als einem Jahr zusammen keine Mehrheit mehr. Minimale Zugewinne sind keine Richtungsänderung, sondern eine kleine Stimmungsänderung. Umgekehrt wurde die AfD kommentiert.

Die kommt auf 13 % in den Umfragen. Dies ist der Normalwert der vergangenen Monate. Gleichzeitig bescheinigte jedoch das öffentlich-rechtliche Medium, dass die große Mehrheit der Befragten die Partei als „rechtsextrem“ oder „rechts“ einstufe. 80 %. Das Attribut wurde so gewählt und gesetzt, als sei die grundsätzlich ein „Vorwurf“ und zweitens, als sei dies überraschend. Bei 13 % Zustimmung zur AfD wird die große Mehrheit gegen die AfD sein – hier wurde ein Drama eigens inszeniert, dessen Informationswert genau bei Null lag.

Der dritte seltsame Punkt der sogenannten Berichterstattung: Die Darstellung der FDP: Die sei werde nicht mehr gebraucht, hieß es. Die FDP landet in dieser Umfrage bei 6 %. Warum die FDP nicht gebraucht werde, wollte der Kommentar nicht verraten. Die schlichte Nachricht lautet: Die FDP hat in grob repräsentativen Meinungsumfragen mit einem Toleranzfenster von jeweils mindestens zwei Prozentpunkten einen Prozentpunkt abgegeben. Der Zuschnitt der gesamten Berichterstattung ließ jedoch erkennen, dass die Präferenz eindeutig Richtung GroKo ginge. Im Gegensatz zur veröffentlichten Meinung der öffentlich-rechtlichen jedoch – noch einmal – findet die GroKo tatsächlich derzeit nicht annähernd eine Mehrheit.

Sehen Sie hier die Hintergründe dazu.

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