in Medien

Fernsehproduktionsgesellschaften sehen sich in ihrer Existenz bedroht, wenn es zu einem weiteren Ausfall wg. der Corona-Pandemie kommen sollte. Ein zweiter Lockdown also, der die Fernsehproduktionen gefährden würde, heißt es. In einem Aufruf, hier publiziert durch die „FAZ“, fordern sie einen bundesweiten Ausfallfonds für den Fall der Fälle. Der Produzent solle dann den „gesamten Schaden dem Fonds melden“. Der Fonds hätte quasi als Versicherungsunternehmen die Aufgabe, die Schadenssumme zu beziffern und zu bezahlen – zu 80 %. Den Rest sollten beispielsweise die Sender mit 10 % bezahlen. Zwangs-GEZ-Kunden werden sich freuen. Denn das Geld käme direkt aus dem Topf der GEZ-Gebühren.

Markt ist groß

Die Menschen, so heißt es in der Begründung, begeisterten sich in „breiter Masse“ für die Streamingdienste neben dem linearen (also vorgegebenen) Fernsehprogramm. Deutschland sei der zweitgrößte Fermsehmarkt der Welt. Die Branche habe die Chance, das neue „Goldene Zeitalter der globalen Fernsehwirtschaft mitzugestalten“.

Die großen Stars sowohl vor der Kamera wie auch hinter der Kamera würden das Kino schon lange nicht mehr bevorzugen, sondern produzierten auch und gerne für das Fernsehen.

Die Bundesregierung hatte vorher schon reagiert. Sie möchte einen Ausfallfonds über 50 Millionen Euro auflegen, der Kino- und High-End-Serienproduktionen stützen soll – gegen die Risiken der Corona-Pandemie. Auch in Großbritannien und in Österreich gibt es ähnliche Initiativen.

Kritiker bemängeln, dass staatliche und quasi-staatliche Institutionen die wirtschaftlichen Folgen genau jener Branche ausbaden sollen (oder es auch machen), die der Unterhaltung dienen, tatsächlich aber auch zahlreiche Geschichten erzählen. Fernsehproduktionen über historische Ereignisse beispielsweise prägen das Bild, das hier erzeugt wird. Wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk, der einer möglichst weitgehenden neutralen Berichterstattung an sich verpflichtet ist oder sein soll, noch einmal stärker füttern soll, laufe dies den gestellten Aufgaben ersichtlich zuwider. GEZ-Zahler finanzieren Historien-Schinken: Das wäre der Kern. Hier lesen Sie mehr zur GEZ.

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Dein Kommentar

Kommentar

    • Warum fordern diese „Herrschaften“ keinen Ausfallfonds für Bäcker, Metzger, Gastwirte, Friseure, Handwerker und andere Kleingewerbetreibende oder die mittelständischen Unternehmen? Das sind doch genau diejenigen, die das Herz der Wirtschaft im Land sind.
      Der Ausfall von tägliche Propaganda mag „denen da oben“ zwar missfallen. Doch die Menschen im Land können ohne Propaganda, von der niemand abbeißen kann, gut leben. Es ist doch für alle ein schönes Gefühl zu wissen, mal ein paar Tage oder Wochen nicht angelogen oder in die Irre geführt worden zu sein. Das ist wie die Ruhe im Ort, weil endlich mal keine Flugzeuge unterwegs sind.

  1. Wer würde denn da einen Totalausfall bejammern?
    Das wäre endlich ein Ende der Zwangsbeiträge auf „natürlichem“ Wege.
    Und wenn Mariella, Klaus und Christian dann mit Hartz 4 leben müssen, wird auch keiner weinen.
    Die ewigen Wiederholungen, die uns geboten werden, kann man auch auf anderen Sendern sehen.

  2. Wenn ÖR und ihre billigen und willigen Vollstrecker so unverhohlen Propaganda … äh … Werbung für einen Lockdown wie bisher machen, dann sollen sie auch selber dafür gerade stehen … und nicht auch noch das Geld von den lockdowngeschädigten Gebührenzahlern abzocken. Also ein bisschen Eigenverantwortung muss schon sein, so tönt es doch immer aus diesen Kreisen.