in Medien

Nach mehreren Einbrüchen im letzten Jahr steht nun der endgültige Vergleich fest: Zahlreiche Zeitungen verlieren drastisch Leser und Abonnenten. Das Trio Bild, Bild am Sonntag und Welt ist der große Verlierer der neuesten IVW-Quartalsauflagen. Bild und Bild am Sonntag büßten in etwa 9% ein, Die Welt verlor bei den Abos und am Kiosk sogar mehr als 11%.

„Knapp 2,1 Mio. mal wurde die Bild im vierten Quartal 2014 noch täglich verkauft. Sollte sich der Negativ-Trend so deutlich fortsetzen, wird das Boulevardblatt in Kürze die 2-Mio.-Marke unterbieten. Zum Vergleich: Noch 2003 waren es mehr als 4 Mio. Das aktuelle Minus im Vergleich zum Vorjahr liegt bei heftigen 9,2%. Doch auch bei den seriöseren überregionalen Tageszeitungen sieht es nicht gut aus: Die Süddeutsche Zeitung verlor 4,7% ihrer Verkäufe, die F.A.Z. 7,4% und das Duo Welt und Welt kompakt 9,8%. Einzig das Handelsblatt freut sich über ein Verkaufs-Plus von 2,3%.“ so Meedia.

Die Berliner Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V. ermittelt diese Zahlen regelmäßig und straft mit den immer schlechter werdenden Quartalsergebnissen der Zeitungen seit Jahren all jene Lügen, welche glauben, der klassische Journalismus sei noch eine Zukunftsbranche. Genau das Gegenteil ist der Fall. Zumindest, solange sich Bürger (also Kunden) und Journalisten noch weiter voneinander entfernen. Klar ist, dass der Unterschied zwischen veröffentlichter und nichtveröffentlichter Meinung im deutschsprachigen Raum noch nie so groß gewesen ist. Bei allen Umfragen bestätigen die Kunden, dass sie unsere Leitmedien als »gleichgeschaltet« empfinden. Zumindest legen Journalisten der Leitmedien in ihren Berichten einen Konformismus gegenüber den Eliten an den Tag, in dem sich die Kunden häufig nicht mehr wiederfinden.

Diese Entwicklung ist bereits seit 4-9 Jahren zu beobachten. Im letzten Jahr vielen die Verkaufszahlen auf Niveau von 1960. Als Grund dafür nennt der Bestsellerautor in seinem Buch „Gekaufte Journalisten“ vor allem den Grund, dass sich ein Konsens der Meinungen bildet, und dieser die Vermutung nahelegt, dass das etwas „nicht stimmen kann“. Auch der Zeitungsforscher Prof. Andreas Vogel ist dieser Frage im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung in seiner Studie “Talfahrt der Tagespresse: Eine Ursachenanalyse” nachgegangen – und zu einem überraschenden Ergebnis gekommen: Die Konkurrenz durch Online-Medien ist nur ein “nachrangiger Grund” für den Niedergang der Auflagen gedruckter Zeitungen.

Im Schlußabschnitt der Studie heißt es: Welchen Weg wird die deutsche regionale Tagespresse gehen? Welchen Weg könnte sie gehen? An Mahnungen und Ideen, die von außen an die Zeitungsverleger herangetragen wurden, die Tageszeitungen endlich grundlegend weiterzuentwickeln, hat es in den letzten Jahrzehnten nicht gefehlt. Und die Tagespresse als Medium hat auch 2014 noch alle Chancen hierzu. Mit journalistisch überprüften Informationen. Mit Einordnungen dieser Informationen. Mit Interpretationen dieser Informationen. Mit einem auch meinungsstarken Tagespresse-Journalismus.

Doch zunächst müssen die Grundlagen stimmen, und an erster Stelle kommt das publizistische Wollen in den Chefetagen: Verlagsmanager an der Spitze von Tagespresseverlagen brauchen zwingend ein Selbstbild als Publizisten ohne ein solches Selbstverständnis sollten sie besser ihren Job wechseln. Denn sie werden nicht erfolgreich sein. In diese Richtung geht selbst die Kritik eines früheren BDZV-Geschäftsführers: „Zu wenige der Geschäftsführer, die nicht zugleich verlegerisches Denken und Handeln in sich vereinen, sind verständnisvolle und in publizistischen Fragen kompetente Gesprächspartner der Redaktionen.“

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24 Kommentare

  1. Wie haben sich die Zahlen im Vergleich zu den Jahren 2012 auf 2013 und 2013 auf 2014 entwickelt? Und wie läuft es beim Spiegel? Wie haben sich die digitalen Versionen und Online-Zugriffe der erwähnten Formate entwickelt? Gab es in den Jahren zuvor mehr oder weniger Presserügen zu einem Thema? Ohne einen Vergleich kann ich mir unter den Zahlen nicht viel vorstellen – außer dass es der Presse sch***e geht…

  2. Die Hauptpropagandazentren werden per Zwangsabgabe finanziert denen ist es egal, ebenso die Privaten wobei der Ausdruck Privat absurd ist weil Kosten auf dem Produktpreis genauso wie die Steuern umgelegt werden. Wir haben es hier also mit einer Nassauer Kultur zu tun. Dasselbe diese so genannten Investoren und ihre Hilfstruppen wie Lobbyisten in Politik oder die so genannten Geheimdienste sind reine Nassauer. Das ganze System ist nichts anderes als ein durch Propaganda(Kontrolle) getragenes Mafiasystem also Kriminell weil Bürger und gute Menschen von Negativen ausgepresst werden.

    • Die gesamte Neuzeit ist eine Lüge was sich leicht durch die Erdgeschichte beweisen lässt. 10000 vor Christus gab es eine Wetterkatastrophe fast alle Tiere und viele Menschen starben und organisierten sich neu in Agrarkulturen nachdem sie 2,6 Millionen Jahre als Jäger und Sammler gelebt haben. Das was heute unser aller Leben bestimmt geschah 1000 vor Christus in Form einer Naturkatastrophe genannt Sintflut. Die Überlebenden bildeten neue Gruppen. Eine davon buddelte am Tempelberg sich ein paar Löcher mehr war das nicht. Andere bildeten in Europa zusammen mit den ungeklärten Etruskern das römische Reich. Zusammen wurde daraus das römische Reich und die Verbreitung der Religionen die eine Erfindung waren.

  3. Die Erfindung der Religionen basierte auf eine kleine Gruppe die die Sintflut also eine Naturkatastrophe überlebt hatten. Daraus entstand der Aberglaube das ein Einziger Gott diese gruppe als Überlebende Auserkoren hatte. Diese Gruppe zusammen mit den Römern unterjochte alle Anderen in der Geschichte der Welt und existiert noch heute. Das ganze ging mit der Unterdrückung der Frauen einher denn die Frauen haben die Menschheit gerettet indem sie die Agrarkultur entwickelten weil sie kannten sich besser aus als die Männer. BIs zum Teil 2000 vor Christus lebte die Menschheit in Europa als Matriarchate. Die Menschheit lebte im Frieden aber einige versuchten diesen Frieden zu stören siehe das Massaker in Thalheim.