in Medien

Die Ukrainekrise ist mittlerweile weitestgehend aus dem Blickfeld der großen Mainstreammedien verschwunden. Ab und zu kommen noch Beiträge, wie beispielsweise im Zusammenhang mit der UN-Vollversammlung, wo der nach dem Putsch gewählte ukrainische Präsident Petro Poroschenko eine wie erwartet russlandfeindliche Rede hielt.

Ganz groß ist jedoch in den letzten Tagen in der westlichen Presse das Thema Syrien. Russland hat angefangen massive Waffen- und Hilfsgüterlieferungen an die syrische Regierung zu leisten, was mittlerweile auch unzweifelhaft ist. Einerseits hat es sogar der russische Präsident Wladimir Putin selbst mehrfach zugegeben, zuletzt in einem aktuellen CBS-Interview, andererseits gibt es seit etwa einer Woche auch aussagekräftige Beweise in Form von Satellitenbildern des syrischen Flughafens Basil al-Assad in der Küstenstadt Latakia.

Das Bemerkenswerte dabei ist, speziell im Vergleich zur Ukraine-Krise und der westlichen „Berichterstattung“ darüber im letzten Jahr, wie schnell handfeste Beweise in Form von hochauflösenden Farb-Satellitenaufnahmen für die russische Intervention in Syrien vorlagen. Erste Gerüchte darüber fingen Ende August und Anfang September an, gestreut durch die israelischen Zeitungen Ynet und Haaretz. Belege gab es damals aber noch überhaupt keine, sodass diese Intervention von vielen Kommentatoren erst angezweifelt wurde. Beispielsweise dem „Saker“, der regelmäßig Analysen zu geopolitischen Themen veröffentlicht, die Russland betreffen.

Am 20. September veröffentlichten jedoch mehrere Quellen Satellitenaufnahmen des Flughafens Basil al-Assad, die vom Unternehmen GeoNorth erstellt worden sind. Zu sehen waren am 19. September vier russische Mehrzweckjäger Su-30SM, auf späteren Aufnahmen dann auch die Frontbomber Su-25 und Jagdbomber Su-24 in aller Deutlichkeit auf den hochaufgelösten Fotos. Daneben auch Aufnahmen von russischen Schützenpanzern vom Typ BTR-82 und Kampfpanzern des Typs T-72 oder T-90.

Nichts Vergleichbares gab es aber letztes Jahr während der westlichen Medien-Hysterie, die fast schon im Tagesrhythmus von einem russischen Einmarsch sprach. Stattdessen gab es nur  grobkörnige Schwarz-Weiß-Aufnahmen angeblich russischer Stellungen und bei einem Großteil davon konnte man weder erkennen was es genau darstellt, wo es aufgenommen wurde und wem die Technik tatsächlich gehört.

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12 Kommentare

  1. Kann sich noch jemand an die Satellitenbilder die der UNO als Beweis für die Giftgasfabriken im Irak erinnern ?!
    Mondlandschaften mit großen gelben Kästen, welche verpixelte kleine Farbpfützen umrahmten, die dann mit Giftgaskonvoi und Giftgasfabrik beschriftet waren.
    Man könnte fast laut auflachen, wären dafür nicht hundertausende Irakis gekillt worden.

  2. Glaubt noch irgend jemand den USA?
    Und gar deren angeblich *wasserdichten* Satelliten-Bilder-Beweisen ???
    Wo bleiben denn die von MH 17? – Ich meine die Roh-Bilder, die nachweisbar nicht bearbeitet sind.

    Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht – nie mehr …

  3. Erstaunlich, die Entwicklung der Technik seit dem Irak Krieg 2002. Da mußten wir und noch mit Grafiken aus dem C64 zufrieden geben ;-0. Wo war die Firma GEO Noth beim Abschuß des Linienflugzeugs über Ukraine,
    als man auf sehr verschwommenen Satelitenbildern, „eindeutig Russische Raketenstellungen“ erkannte!!

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  • US Satellites Work In Syria, But Not Ukraine – E. Sokolov | Russia Networks 5. Oktober 2015

    […] article originally appeared in Neo Presse . Translated by Boris Jaruselski for […]

  • US Satellites Work In Syria, But Not Ukraine – E. Sokolov | Timber Exec 5. Oktober 2015

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